Irland hat im 21. Jahrhundert einen eklatanten Mangel an Bäumen und Wäldern – und wo immer man auf gepflegte und artenreiche Waldgebiete trifft, darf man davon ausgehen, dass Engländer am Werke sind oder waren. Bis heute sind die anglo-irischen Anwesen jedoch bei vielen Iren unbeliebt. “Englische” Bäume, gepflanzt von englischen Unterdrückern, möchte mancher tumbe Landmann am liebsten fallen sehen. Die Wunden der Jahrhunderte langen Konflikte scheinen noch immer zu frisch, als dass Irland die anglo-irische Gartentradition als Teil des eigenen Erbes annehmen könnte.
Derreen Garden, ein absolutes Muss für jeden Besucher der südwestlichen Peninsulas, ist vor allem berühmt für seine teils über 100 Jahre alten Baumfarne (Foto), für die selbst von Rhododendron-Papst Kenneth Cox gerühmten Rhodos, für die von Baum-Papst Alan Mitchell (+ 1995) gepriesenen Pseudo-Zypressen und Riesenlebensbäume und natürlich für die sorgfältig gepflegten Ausblicke, die sogenannten Vistas.




