News am Montag: Irland war nicht gut genug

News aus Irland immer aktuellDie News am Sonntag heute erst am Montag, und dies mit ernüchternden Aussichten für den irischen Fußball: Die Boys in Green haben es wohl nicht drauf, bei der EURO für eine Überraschung zu sorgen. Die News aus Irland heute wieder kurz und knapp in unserem Wochenrückblick von Tom Brütting.

 

 

Miese Stimmung in Fußball-Irland: “Wir waren nicht gut genug”

Ein Pub in IrlandDie “Boys in Green”und ihr Trainer-Original Giovani Trapattoni hatten einen schlechten Start in die Fußball-Euro: 1:3 gegen Kroatien, schlechtes schwerfälliges Spiel und kuriose Tore. Den dritten Gegentreffer köpfte sich Torwart Shay Given selber hinter die Linie. Jetzt herrscht Ernüchterung auf der Insel und alle die Sprüche, das Irland das Griechenland von 2012 sein will, kann allenfalls für die wirtschaftliche Lage eintreffen, nicht aber, was den EM-Titel angeht. Die Kommentatoren-Muppets im Fernsehstudio auf RTE waren denn auch reichlich niedergeschlagen und kommentierten desillusioniert: “Wir waren nicht gut genug”. Wie sich der Fehlstart sich auf den Bierkonsum in den Fernseh-Pubs während der kommenden Spiele auswirkt, ist nicht ausgemacht. Schaumermal. Was die Lage Irlands jedenfalls relativ aussichtlos macht: Die wahren Killerspiele gegen Italien und Spanien stehen erst  bevor.  (Quelle: RTE)

Orcas besuchen Donegal

Ein außergewöhnliches Schauspiel bot sich mehreren Fischern diese Woche an der Küste Donegals. Die Männer waren mit ihrem Boot am nördlichen Rande des Lough Swilly unterwegs, als sie eine Schule von Schwertwalen sichteten, die sich dort im Küstengewässer zwischen Dunaff und Fanad Head  tummelten. Insgesamt zählten die Beobachter neun der auch als “Killerwale” bekannten Tiere. In diesem Bereich tätige Ranger erklärten, die Sichtung der Orcas in diesen Gewässern sei ziemlich ungewöhnlich, da die Schwertwale zwar  vor der schottischen Küste ein gewohntes Bild seien,  aber extrem selten an die irsche Küste reisten. (Quelle: Irish Independent)

Eine neue politische Ära für Ballymena

Vier mal war PJ McAvoy bereits stellvertretender Bürgermeister seiner Heimatstadt Ballymena, traditionell eine Hochburg der Unionisten. Doch in dieser Woche brachen die Wähler mit der Tadition und wählten den SDLP-Stadtrat zum Bürgermeister der rund 40 Kilometer nordwestlich von Belfast gelegenen Kleinstadt in Nordirland. Nach der erfolgreichen Wahl freute sich der frisch gebackene Bürgermeister vor allem darüber, dass seine 92-jährige  Mutter den Erfolg ihres Sohnes noch hatte miterleben dürfen. „Es ist eine große Ehre, zum Bürgermeister von Ballymena gewählt worden zu sein. Ich weiß, dass meine Wahl so etwas wie ein Meilenstein für den Wahlkreis ist aber ich glaube auch, dass sie ein Zeichen dafür ist, wie weit wir uns alle in den letzten Jahren weiterentwickelt haben. (Quelle: Belfast Telegraph)

Irlands Busfahrern drohen Gehalts-Kürzungen

Dublin Bus hat seinen über 3200 Angestellen mitgeteilt, dass sie mit Gehaltskürzungen leben müssten, sollten sie mit längeren Arbeitszeiten und dem Verlust einiger Privilegien nicht einverstanden sein.  Nach Plänen des Unternehmens soll die Wochenarbeitszeit von 36 auf 39 Stunden steigen, außerdem sollen Prämienzahlungen wegfallen und auch die ohne Krankmeldungen möglichen freien Tage sollen zurückgefahren werden. Grund für die Maßnahmen sei unter Streichung von über 16 Millionen an staatlichen Subventionen, die, einhergehend mit einem af die Wirtschaftskrise zurückgeführten  Passagierrückgang von 21 Prozent erhebliche finanzielle Herausforderungen mit sich brächte. Parallel zu Dublin Bus haben auch Bus Eireann und Iarnrod Eireann Einsparungen angekündigt. Bus Eireann will dabei ähnlich wie Dublin Bus ohne Entlassungen auskommen, bei Iarnrod Eireann stehen 450 Jobs zur Disposition. (Quelle: Irish Independent)

Irlands Rugby-Team sieht in Auckland schwarz

Kein Rezept gegen die anstürmenden All Blacks fand die irische Rugby-Nationalmannschaft bei einem Testspiel in der neuseeländischen Stadt Auckland. Mit 42:10 deklassierte der amtierende Weltmeister das Team von Coach Declan Kidney.  Bis zur 16. Minute war zumindest der Spielstand mit je einem erzielten Penalty noch ausgeglichen, doch nach zwei weiteren Penaltys auf neuseeländischer Seite und  vor allem zwei erfolgreichen Versuchen zeigte sich die spielerische Klasse der All Blacks, die mit einem 20-Punkte-Vorsprung in die Halbzeit gingen. Im zweiten Spielabschnitt konnten die Iren zwar nach 11 Minuten einmalig die Luft der neuseeländischen Malzone schnuppern und auch erfolgreich erhöhen, doch hatten die Iren den Weltmeistern nichts mehr entgegenzusetzen, die mit drei Weiteren Versuchen ihren 42:10-Erfolg komplettierten. (Quelle: RTE)

Abgetrennte Seehundköpfe erschüttern irische Tierfreunde

Ein grausiges Ereignis schockte vergangene Woche die irischen Tierfreunde. Unbekannte Täter hatten zwei abgetrennte Seehundköpfe an das Portal einer Seehundstation auf der Dingle-Halbinsel genagelt. Die Angestellten entdeckten die auf ein Brett genagelten Köpfe der jungen Robben bei Öffnung der Station am Donnerstagmorgen an der Haustür. Befürchtungen, dass es sich bei den toten Seehunden um die zur Zeit zur Aufzucht in der Station befindlichen Tiere handle, bestätigten sich nicht. Die Betreiber der Seehundstation vermuten hinter der Gewalttat militante Seehundgegner, die in den Seehunden eine Gefährdung der örtlichen Fischgründe sehen. (Quelle: www.breakingnews.ie)

Abgeordneter prellt Fiskus

Wenn irgendwo auf der Welt ein Politiker an die Mikrofone tritt und verkündet, dass Politiker nicht über dem Gesetz stehen, dann hat sich meist ein Kollege deutlich über die Grenzen des Gesetzes hinausgewagt. Diese Woche war es an Minister Leo Varadkar, diese Botschaft zu verkünden – Empfänger der klaren Worte war der aus Wexford stammende unabhängige Abgeordnete Mick Wallace, der zur Zeit im Zentrum eines Steuerskandals um seine Baumfirma steht. Wallace hatte zugegeben, falsche Steuererklärungen abgegeben zu haben um seine in Schwierigkeiten befindliche Firma zu retten. Dem Fiskus entstand so ein Verlust von rund 1,5 Millionen Euro.  Dáil-Sprecher Sean Barrett hat nun eine Untersuchung der Vorgänge gefordert, der Gescholtene ist jedoch vorerst nicht im Lande anzutreffen. Der Unternehmer und Parlamentarier Wallace weilt in den kommenden Tagen in Polen, um die Gruppenspiele der irischen Nationalmannschaft zu verfolgen. (Quelle: Irish Independent)

Irlandnews.com

 

Der Autor: Tom Brütting ist in Augsburg als freiberuflicher Journalist und PR-Berater tätig. Seit einer Schulexkursion auf die grüne Insel im Jahr 1991 ist er Irland hoffnungslos verfallen und hat das Land seitdem rund zehnmal besucht – zwei Auslandssemester an der National University of Ireland Galway inklusive. Im Herbst 2010 setzte er mit der Website www.gaelnet.de eine lange gehegte Idee in die Tat um. Gaelnet wertet irische Nachrichten für deutschsprachige Leser aus.

Die erste Nachricht stammt direkt auf der irlandnews-com-Redaktion. Fotos: Markus Bäuchle; privat.

Über Markus Bäuchle

Journalist und Wanderer. Lebt in Glengarriff im Südwesten Irlands. Mit Markus kann man in Irland wandern gehen: www.irland-wandern.de
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