Madeleine Calaido Weber lebt seit sieben Jahren in Cahersiveen, County Kerry. Madeleine ist gelernte Grafik-Designerin und mehrfach ausgezeichnete Natur-Fotografin und arbeitet als Freelancer auf der Insel.
Ist Dein Aufenthalt zeitlich begrenzt?
Eine kleine Auswahl von Madeleines Fotografien:
Wie lebt es sich als Deutsche auf der Insel? Wie kommt Du mit der irischen Mentalität und mit den Menschen zurecht?
Was magst Du nicht an Irland?
Die irische Küche.
Die Alkoholobsession und den Inselzuschlag auf alles.
Was aus der „alten“ Heimat vermisst Du hier?
Nichts!
Hat sich Dein Blick auf Irland in der Zeit, in der Du hier lebst, stark verändert?
Ja. Ich bin als Tourist hier gelandet, mit Geld und Sicherheit im Gepäck, einem immer vollgetankten brandneuen Mietwagen und dem Luxus, alle Aufmerksamkeit der Schönheit der Inselnatur zu widmen. Es ist eine ganz andere Geschichte, wenn man auf die Insel zieht und überleben muss. Arbeiten 7 Tage die Woche, den Strand vor der Tür und keine Zeit, die wahre Attraktion von Irland zu genießen.
Ich habe das Glück, dass Naturfotografie ein Teil meines Jobs ist. Mittlerweile kann ich es gut ausbalancieren und bin jeden Tag im irischen Busch unterwegs – ein Segen, so wie ich das betrachte. Man sieht mich selten in der Stadt, man findet mich auf Bergen, an den Klippen und im Wald – Tag und Nacht – mit der freudigen Beschäftigung Irlands Magie zu erkennen, einzufangen und zu teilen.
Immer wieder.
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Madeleine publiziert den Photo-Blog www.calaido.blogspot.com
Ihre Website: www.calaido.com











wow.. eine Künstlerin mit der Kamera!
traumhafte Bilder,habe in ihrem Blog gestöbert, ich bin begeistert.
Liebe Grüße
Helga
ES SEIN GEWARNT VOR DEM INSELKOLLAR
Ich habe noch einen Punkt vergessen zu erwähnen:
DEN INSELKOLLAR. Habe bei vielen Zuwanderen dieses Phänomen bemerkt. Wenn man aufs Land zieht, ist Schluss mit der Entertainment Industrie. Man hat das örtliche Pub, Kinos etc sind km weit weg, da überlegt man sich den Trip. Man ist also ziemlich mit sich selbst. Und da kann einiges nicht mehr überhört werden. Ich nenne es "irische Reinwäsche". Viele gehen damit unterschiedlich um: manche stellen sich dem und gehen mit dem Fluß, andere landern immer häufiger im Pub und werden auch zu Freizeitalkoholikern, andere streiten erstmal kräftig ein Jahr bevor alles sortiert ist…oder länger. Man muss sich bewußt sein, dass in und mit der Natur leben bedeutet: Stille lieben lernen. Wenn man darauf vorbereitet ist, wird es etwas sanfter ausfallen.Auf dem Land in Irland trifft man sich selbst – das hat weniger mit Irland zu tun als vielmehr mit dem Umstand, dass keine Großstadt ablenkt mit Angeboten "Wie lenke ich mich von mir und meinem Sein am besten ab".
Mich hat der Inselkollar nicht erwischt, da ich mich gut selbst unterhalten kann mit der Kunst und Natur aber gewarnt sei davor ( ;
Cheers
Madeleine
http://www.calaido.com
Danke Helga – freue mich dass sie dich berühren.
@Madeleine: Du sprichst ein interessantes Thema an, das ich im Blog auch schon hier und da gestreift habe.Wer hier am einsamen Westrand Europas nicht mit sich sein kann, wird das Leben sehr bald unangenehm bis unerträglich empfinden. Wer mit der Stille nicht befreundet ist, wird sie bald schreien hören – und wird feststellen, dass Stille weh tun kann. Wer die Abwesenheit von materiellen wie immateriellen Konsum-Anreizen als Mangel erlebt, geht entweder bald wieder oder schlägt eine Karriere als Web-Junkie,als Misantroph und/oder Irenhasser, als Depri, Prozaki oder Alki ein.
Ein wunderschöner Artikel einer hochtalentierten Photographin – bin begeistert ! Vor allem als ich ihre Web-Site öffnete stoppte mir beim betrachten der Photos tatsächlich minutenweise der Atem. Das ist wahre Photokunst eines echten Ausnahmetalents. Dir weiterhin gutes Gelingen . . .
Bodo J. Baginski – Glengarriff, Co. Cork