Weil Irland anders riecht, kann man es lieben

Irland liebenIrland riecht. Anders. Üblicherweise nehmen wir andere Länder, Menschen und Landschaften bevorzugt mit den Augen wahr. Die Ohren kommen gerne zu kurz, die Nase allemal. Mein zweites Irland-Buch (geschrieben zusammen mit Eliane Zimmermann) ist Mitte August in die Buchläden gekommen: 111 Gründe, Irland zu liebenEs gibt umfassend Auskunft auf die Frage, was wir an Irland mögen (und auch was nicht).  Eliane, die Spezialistin für Düfte und Aromen, hat darin einen Beitrag darüber geschrieben, wie Irland riecht: Anders als Deutschland, als die Schweiz oder Österreich. Das liegt vor allem an der hohen Luftfeuchtigkeit, aber nicht nur. Lest selber . . .

GRUND NR. 78
Weil Irland anders riecht

Fast jedes Mal, wenn ich auf Reisen bin und dann meinen Koffer weit weg von daheim öffne, kommt mir ein sehr spezieller Geruch entgegen, den ich im heimatlichen Umfeld überhaupt nicht wahrnehme. Irgendwie leicht muffig, ein wenig nach Kaminfeuer und nach feuchter Luft. Jedes Land hat vermutlich seinen ganz eigenen Geruch, er wird einem allenfalls bewusst, wenn man ihn nach woanders verfrachtet Ich fühle mich darum immer wieder etwas unbehaglich, wenn ich mich inmitten von kontinental gepflegten, täglich geduschten und mit Weichspülern parfümierten Menschen bewege.

Nasenbuche KopieBesonders irisch ist der Duft des verbrannten Torfs (Peat), der trotz diverser offizieller Vorstöße der EU und der Regierung immer noch zum Heizen verwendet wird. Zumindest brennt das Torffeuer noch in Häusern, wo auch in den Celtic-Tiger-Jahren an die Installation einer Ölheizung nicht zu denken war, aber auch in vielen Hotelfoyers und Bars, vor allem wegen der anheimelnden Stimmung. So glühen an feucht-kühlen Herbst- und Wintertagen vielerorts wunderbar duftende Peat-Barren in den meist viel zu kleinen Feuerstellen. Für so richtig kuschelige Wärme in den traditionellen Steincottages reicht das meist nicht. Aber sie reicht aus, um die darüber hängende Unterwäsche und wettergegerbte Flanellhemden, die beim Besucher oft romantische Anwandlungen auslösen, zu trocknen. So halbwegs zumindest. Beim Durchfahren von irischen Dörfen an kühlen Wintertagen riecht man diesen altertümlichen Brennstoff, oft gemischt mit dem Geruch von Kohle. Manchmal liegt in schwerer Rauchdunst über den einfachen Cottages.

Die hohe Luftfeuchtigkeit trägt maßgeblich zum „Duft Irlands“ bei. Wenn das Hygrometer 70 bis 95 Prozent anzeigt, fühlen sich Hemd und Bettbezug irgendwie klamm an, in Schränken entwickeln sich verdächtige Stockflecken und die Zimmerdecke bekommt schwarze Pünktchen. Wer weder Heizung noch Wäschtrockner besitzt (das kommt öfter vor als man denkt), hat in den nass-kühlen Monaten größte Probleme, seine frisch gewaschene Wäsche wirklich trocken zu bekommen, und das kann man riechen. Eines der neuen Statussymbole der reichen Jahre ist der fast penetrante Geruch von diversen Weichspülern, welcher die Menschen manchmal umweht.

Ein ungewöhnlicher Geruch steht oft hinter den Häusern in der Luft: Heizungsanlagen werden mangels Keller nach draußen verfrachtet und da vielerorts mit Kerosin geheizt wird, riecht es insbesondere auf dem Land hier und dort nach Flughafen. Diese Anlagen zur Fütterung von Zentralheizungen sind zwar in den meisten Fällen nicht alt, doch sie arbeiten oft nicht wirklich effektiv, so dass sie unter lautem Getöse und Abscheiden von Flugbenzin-Wolken ständig anspringen.

In Supermärkten ist die Auswahl an elektrischen Duftgeräten, zuckrig riechenden Kerzen und Raumsprays riesig, anders kann man dem Feucht-Mief auch kaum beikommen. Insbesondere weil die fetten Jahre auch moderne luftdichte PVC-Fenster bescherten, welche eine Katastrophe für so manches alte Gebäude bedeuten können, denn wenn nicht regelmäßig gelüftet wird, schlagen Schimmelpilz und Stockfleck gnadenlos zu.

Irland duftet aber auch frisch, nach Moos, Waldboden, Pilzen und Bäumen, ein richtig grüner Duftmix, der den Kopf frei macht und welcher Naturfreunde beglückt. Nicht umsonst heißt eines der ganz frühen deutschen Herrenparfüms „Irisch Moos“, auch wenn es eher nach Zitrusnoten duftet und nicht nach einem Waldspaziergang. Lustigerweise heißt auch ein pflanzlicher Meeresbewohner, die Knorpelalge namens Chrondrus crispus, im deutschen Sprachgebrauch „Irisches Moos“. Daraus wird in Irland der feine Carrageen Pudding gekocht, denn diese Alge wird zum Verdicken von Speisen eingesetzt.

Ja, genau, Irland duftet entlang der mehr oder weniger wilden Küste auch nach Meer sowie nach all den vielfältigen Kreaturen, die sich im salzigen Nass tummeln. Und nicht zu vergessen, die unendlich vielen Schafe und Kühe auf den saftigen Wiesen: Sie tragen zum ganz besonderen Duft der Grünen Insel bei. [e]

Die 110 anderen Gründe, Irland zu lieben, gibt es hier zu lesen: 111 Gründe, Irland zu liebenZum Discounter-Preis von 9,99 €.

TV-Tipp: Wunderschön – Irlands grüner Süden

Irland im Fernsehen

TV-Tipp: Irlands grüner Süden im Fernsehen: Am Sonntag, dem 19. April, zeigt der Westdeutsche Rundfunk in seinem bekannten TV-Reiseformat Wunderschön Irland von seiner besten Seite. Moderatorin Andrea Grießmann führt ab 20:15 Uhr durch die 90-minütige Sendung und durch den grünen Süden Irlands. Wir von Irlandnews und Wanderlust haben sie begleitet. Markus Bäuchle stellt in der Sendung einige seiner Lieblingsorte in West Cork und Kerry vor. Die Reise führt an die Südküste und auf die Halbinseln Beara, Iveragh (Ring of Kerry) und Dingle. Mit dabei ist natürlich auch der berühmte rote Rucksack mit landestypischen Geschenken für das Zuschauer-Gewinnspiel. Die Irland-Reisesendung ist die 110. Folge des beliebten TV-Reiseprogramms Wunderschön. Sie wurde von dem bekannten Dokumentarfilmer Per Schnell und dem WDR-Team mit Redakteur Richard Hofer , den Kamera-Männern Christian Neher (1. Kamara) und Robert Merten, der Ton-Frau Jessica Nossek und der Maskenbildnerin Gabriele Friedl produziert. In der Sendung am  19. April gibt es zahlreiche Preise mit Irlandbezug zu gewinnen, unter anderem Markus Bäuchles Irlandbuch Irland. ein Länderporträt.

Das WDR_Team

Das Wunderschön-Team: Autor Per Schnell, Jessica Nossek (Ton) (vorne v.l.), WDR-Redakteur Richard Hofer, Moderatorin Andrea Grießmann, Maskenbildnerin Gabriele Friedl, Kameramann Robert Merten und Erster Kameramann Christian Neher (hintere Reihe v. links).

Die Dreharbeiten: Es war spannend, eine Woche lang einen Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten zu werfen, selber vor der Kamera zu stehen, das Team des WDR zu begleiten und die kreative Spannung zwischen den arbeitenden Profis hautnah zu erleben. Anbei ein paar Eindrücke von den Dreharbeiten in Glengarriff, auf Beara, im Killarney National Park und auf Dingle.  The Making of Wunderschön — Irlands schöner Süden. Die Sendung wird übrigens am Sonntag, dem 26. April, um 14:15 Uhr im WDR-Fernsehen wiederholt. Danach wird sie auch in anderen Dritten Programmen gezeigt.

Andrea_Markus_Massmount2

Andrea & der Wanderer im Regen: An der Massmount Church in Adrigole

Dreh am Gap of Dunloe

Lagebesprechung am Gap of Dunloe. Per und Richard suchen und finden den Konsens. Dan der Kutscher wartet geduldig.

Gabriele Friedl bei der Arbeit

Gabriele bei der Arbeit: Sieht Andrea nicht gut aus?

Andrea Grießmann und Markus Bäuchle auf Garinish Island

Andrea und der Wanderer spazieren über Garinish Island

Gabriele mit Eliane von Wanderlust und

Eliane von Wanderlust und Gabriele mit Kutscher Dan auf dem Weg zu Lord Brandons Cottage am Upper Lake von Killarney

Jessica Ton

Filmen auf den Killarney Lakes: Jessica macht Ton, Richard filmt, Markus lacht nur.

Kamera_läuft_Per Schnell

Per Schnell, der kreative Kopf hinter dem Film: Immer zu Höchstleistungen aufgelegt

Kameramann Robert Merten

Robert Merten an derKamera: In der Ruhe liegt die Kraft

Per Schnell und Andrea Grießmann

Per und Andrea genießen die Sonne auf dem Wasser im Killarney National Park

Richard Hofer genießt einen freien Augenblick im Killarney National Park

Kurze Genusspause: Der immer aktive Ideengeber und verantwortliche Redakteur Richard in der Berglandschaft von Kerry

Erster Kamermann Christian Neher

Meister der ruhigen Hand: Christian dreht frei

Jessica sorgt für den guten Ton

Ton und Bild harmonieren gut: Jessica und Richard bei der Arbeit

Hallo mit Wanderlust

. . . und tschüss! Bis Sonntagabend um 20:15 Uhr bei Wunderschön. 90 Minuten Irland vom Feinsten.

Fotos: Richard Hofer, Eliane Zimmermann, Markus Bäuchle 

Die Erstausstrahlung der Sendung war am 11. August 2013. Dieser Beitrag wurde erstmals am 9.8.13 editiert. 

 

Wunderschön Irland. Der Sehnsuchtsfilm.

Irland WanderlustWunderschön – Irlands grüner Süden. Wie die allermeisten Zuschauer, habe ich die Sendung gestern abend das erste Mal gesehen (durch eine kleine Panne, war sie offensichtlich am Freitag kurzfristig im Internet freigeschaltet, was einige eingefleischte Irlandfans wie Claudia zur Pre-View nutzten . . . ).  Mir hat der Film gut gefallen, die Reaktionen aus dem Umfeld und von vielen Zuschauern sind positiv. Autor Per Schnell und die Wunderschön-Redaktion haben einen bemerkenswerten Sehnsuchtsfilm über Irland geschaffen. Natürlich zeigt die Reisesendung nur einen bestimmten Ausschnitt der Wirklichkeit in Irland, die schönste Seite eben, aber wer würde anderes vermuten. Für mich bleibt es auch nach 13 Jahren der „wunderschönste“ Ort in Europa und der beste Ort zum Leben.

Was meinen eigenen „Auftritt“ im Film angeht, kann ich nichts wirklich Profundes sagen, ich wirke auf mich eher etwas fremd. Ich verlasse mich deshalb auf die Einschätzungen meiner Freunde und meiner Familie — und bin zufrieden. Das man sein eigenes Abbild im Film als „fremd“ oder „merkwürdig“ wahrnimmt, das geht nach Aussage von Fernseh-Profis fast jedem Menschen so oder so ähnlich. Mein angestammter Ort als Journalist ist eigentlich hinter der (Foto)-Kamera. Vielen Dank auch deshalb an Andrea Grießmann, die mich mit ihrer  liebenswürdigen und professionellen Art vor der Kamera immer gut eingestimmt (und aufgelockert) hat. Es hat Spaß gemacht, an ihrer Seite ein paar Tage unter „Beobachtung“ durch den Südwesten Irlands zu ziehen.

Auf diesem Weg auch einen Dank an alle Freunde und Bekannte im wirklichen wie im virtuellen Leben, die geschrieben, gemailt und gefacebookt haben. Wir sehen uns. Vielleicht auch in Irland beim Wandern! Die 90-minütige Sendung ist nun in der Mediathek des WDR eingestellt und kann dort jederzeit angesehen werden. Hier der Link zu Wunderschön – Irlands grüner Süden.

Markus Bäuchle / Wanderlust

 

 

Wunderschön: Im Boot mit Kevin Jer und WDR

Irland im Fernsehen: Seit zwei Wochen drehen der Kölner Filmproduzent Per Schnell und ein Kamerateam des Westdeutschen Rundfunks in Irlands Südwesten. Das Ergebnis werden wir bald schon zu sehen bekommen: Moderatorin Andrea Grießmann wird bereits am 11. August ab 20:15 Uhr im WDR durch die Reisesendung WUNDERSCHÖN und durch West Cork und Kerry führen.

Wir von Irlandnews und Wanderlust machen bei der Sendung mit und können schon jetzt versprechen: Das werden unterhaltsame 90 Minuten Irland. WUNDERSCHÖN läuft jeden Sonntag um 20:15 Uhr im WDR Fernsehen. Der  mit landestypischen Geschenken gefüllte rote Reiserucksack kann gewonnen werden. Er ist Kult. In Irland wird er gefüllt sein mit . . .  Nein, das bleibt noch ein Geheimnis. Hier aber schon ein paar Eindrücke von den Dreharbeiten:

Irland WandernFährmann Kevin Jer O`Sullivan (links), der uns in der Lady Ellen nach Garinish Island bringt. Rechts Moderatorin Andrea Grießmann, die einen tollen Job macht.

Irland im FernsehenIm Boot mit Kevin Jer  O`Sullivan in Glengarriff Harbour: Kevin ist Fährmann, Ex-Football-Star, Geschichtenerzähler und Sänger. Ganz rechts Filmemacher Per Schnell.

 

Irland WandernZu Gast auf der Show-Farm Molly Gallivan´s in Bonane, Kerry: Links Farm-Chef Stevie O`Sullivan, in der Mitte Andrea, rechts vorne Kameramann Christian.

Moderation in IrlandModeratorin Andrea Grießmann vor der Kamera am Ellen´s Rock in Glengarriff.

Alle Fotos: Eliane Zimmermann / Wanderlust

Sei gegrüßt, liebe Leserschar da draußen

Wanderer im Eis„Guten Morgen, liebe Leserschar“. So herzlich wie selten zuvor wurde ich begrüßt, als ich am Wochenende den Irland Blog des lieben Bernd ansteuerte. Wir alle erfuhren, dass der liebe Bernd mal wieder an etwas ganz Neuem für seinen Irland Blog arbeitet. An einer Rundumerneuerung. Der liebe Bernd macht das regelmäßig, so mindestens sechs mal in fünf Jahren. Er kündigt dann mit kindlicher Freude an seinem kleinen Geheimnis an, dass er demnächst das Rad neu erfinden wird  (oder es endgültig zerstört) und spannt uns mächtig auf die „Folter“. Am Ende kommt dann immer ein Rad dabei raus, das fast genauso aussieht wie das alte. Na ja, Hauptsache, es bleibt ein Rad. Ein Blog halt.

Tja, der liebe Bernd ist immerhin der Erfinder des Irland Blogs. Alle anderen haben das nur nachgemacht, und deswegen ist der liebe Bernd so etwas wie der Mentor der Irland-Bloggerei. Manche nennen ihn dafür auch Majordomo (und wissen vielleicht nicht, dass dies ein Hausvorsteher ist) ) oder den Plenipotentiary in Irlandfragen. Aber das ist Unsinn. Er ist einfach nur der Beste. Das Irlandwissen des lieben Bernd ist von herausragender Qualität. Das lässt er auch so ziemlich jeden wissen, der sich einmal zum Thema äußert: „Irland — das bin ich, der liebe Bernd“. Er sagt das natürlich nicht immer ganz so charmant, und besonders wenn unbedarfte Irland-Greenhorns sich räuspern, kann er schon mal ganz ungehalten werden, vor Ungehaltenheit mit dem Füßchen aufstampfen und dann die Pistole des Wissens eiskalt abdrücken. Einmal, zweimal, reicht. Die Ambestenwisserei des lieben Bernd hat ihm über die Jahre nicht nur Bewunderer eingebracht, nein, man könnte sogar sagen, es ist zuletzt etwas einsam geworden um den Stubenliteraten vom Mountnougat hinter dem letzten Drumlin in Cavan. Eigentlich schreibt nur noch der liebe Nenad auf dem BEBI-Blog des lieben Bernd seine Kommentare.

Tja, der liebe Nenad. Der schreibt auch einen eigenen Irland Blog. Irrland mit Doppel-R. So wie Heino in seinem geklauten Hit „Junge“ das R rrrollt. Eigentlich ist der liebe Nenad gar kein lieber Nenad, oder vielleicht doch. Er ist jedenfalls kein böser Nenad. Er ist ein lieber Nenad, der so tut, als wäre er ein böser Nenad, indem er bevorzugt böse Worte sagt und schreibt und damit die Leute reihenweise verschreckt. Mit Vorliebe redet er von Körperteilen und Körperöffnungen und vom ewigen Steckspiel. Und natürlich von seiner Wahlheimat Irrland. Dabei tut er immer so, als hätte er sich im Land verwählt und die anderen sind schuld. Na ja, eigentlich will der liebe Nenad nur mal richtig geknuddelt werden. Also gebt Euch Mühe, immerhin ist der liebe Nenad gerade 50 geworden, das ist ein schwieriges Alter, da braucht man schon mal ein bisschen mehr Zuneigung. Ich spreche da aus Erfahrung. Vielleicht sollte die liebe Pema sich mal zu erkennen geben, wenn sie mal wieder inkognito in der Lane in Ennis herumstrolcht. Mut gefasst, Kapuze runter und einfach mal guten Tag gesagt.

Tja, die liebe Pema. Die heißt eigentlich Petra Maria, kürzte sich aber in den Irland-Foren dieser Welt zur Pema ab, dass man meinen mochte, es handle sich um eine buddhistische Gottheit, zumindest aber um einen heiigen tibetischen Lotus. Die Pema jedenfalls war mal die sehr freie Mitarbeiterin vom lieben Bernd auf dem Irland Blog. Da haben die sich aber mächtig in die Wolle gekriegt. Wie zwei Schafböcke, die mit den Köpfen gegeneinander rasseln. Dabei ist die liebe Pema gar kein Schafbock. Die ist genau das Gegenteil — und das mit Inbrunst. Hauptberuflich  lässt diePema kilometerweise Papier mit den fleißigst zusammengestellten Reiseführerinformationen über Irland und die Welt bedrucken. Doch sie sagt auch online gerne an, dass sie dem lieben Bernd in gar nichts nachsteht, wenn es um Irland geht. Und beim Bloggen kennt sie sich eigentlich sowieso viel besser aus als er. Deshalb schreibt sie gerade an einem Blog aus Papier. Und lustig, nein, humorvoll soll der Papierblog werden. Hoffen wir das Beste für Petra Maria, und dass sie „humorvoll“ nicht damit verwechselt, was sie sonst so erzählt. Der liebe Nenad meint übrigens, dass die liebe Pema in Feakle in einer Tropfsteinhöhle wohnt, Marx liest und auch sonst die Farbe rot hoch hält. Also, ich bin ja auch schon im County Clare rumgefahren, aber einen Wegweiser zur Tropfsteinhöhle von Feakle hab ich noch keinen gesehen. Wahrscheinlich ist das wieder so ein böses Wort vom eigentlich ganz lieben Nenad über die ganz liebe Petra Maria.

Tja, die liebe Petra Maria hat festgestellt, dass der Wanderer — das bin ich — nur noch wenig schreibt in seinem Irland Blog. Diesem hier. Sie hat recht wie immer mal wieder. Gut beobachtet. Ich habe in den vergangenen Wochen seit Dezember viele Seiten beschrieben, um damit kilometerweise Papier zu bedrucken, und im Irland Blog wenig gesagt. Dafür haben meine lieben Kollegen das getan, und nun, da das letzte Wort für das alte Medium der Baumfäller formuliert ist, werde auch ich mich bevorzugt wieder hier zur Sache äußern. Die Sache heißt Irland, hier immer mit einem „R“ geschrieben. Hier geht es erstmal mit dem alten Rad weiter, liebe Leserschar. Alt aber gut. Never change a horse midstream.  Brrrrr Pema!

Wer sich jetzt wundert, worum es hier geht und den Irland Blog plötzlich für esoterisch hält, hier die Quellen:

Der liebe Bernd schreibt den Irland Blog: www.irlandinside.info

Der liebe Nenad schreibt den Irland Blog: www.nenads-irisches-tagebuch.blogspot.com (für Menschen ab 16 und alle Frühreifen)

Die liebe Pema hat all diese Fleißarbeiten veröffentlicht:   Petras wundervolle Bibliothek

PS: Der Wanderer hat heute tatsächlich ein wenig geforen. Er war im Berg und hat Eis angesetzt (siehe Foto).

Wie ist Irland denn so – was ist seine Identität?

Irland Blog GoogleWie ist Irland denn so? Was macht Irland aus? Ist es die beeindruckende Ansammlung von Steinkreisen, stehenden Steinen und prähistorischen Grabstätten? Das ständig wechselnde Licht. Die Tierwelt im Meer, am Strand, in den uralten Eichenwäldern und den Bergen. Die Erdschwere, die Gravitationskraft, die Frischluft, die vom Atlantik weht?

Ist es die lebendige Tradition der Kelten, der Normannen, der Wikinger. Das schier unerschöpfliche Potential an Wanderrouten? Die Trias Berge, Meer und warmes Golfstromklima. Die Hinterlassenschaften des englischen Empire? Die großartige, vielerorts noch intakte Natur. Die Freundlichkeit der Menschen. Die einzigartige Pflanzenwelt. Die Heiligen und die Sünder. Die Musiker, die Literaten. Das Guinness, der Pub und der Irish Whiskey?

Was macht Irland einzigartig? Etwa doch nur die Rundtürme? Oder die vielen Modernisierungs-Verlierer, die den sozialen Verwerfungen in einem aus dem Gleichgewicht geratenen Land heute nichts entgegenzusetzen haben? Die Ganglands von Limerick, die sozialen Brennpunkte von Dublin oder die Traveller Estates von Ennis? Oder vielleicht doch die Handball Alleys aus den alten Tagen?

Was ist die Identität von Irland, von diesem schönen kleinen Land in der fortgeschrittenen Identitätskrise, dieser widersprüchlichen Gesellschaft, die sich in der Ungleichzeitigkeit und in Paralleluniversen zwischen gestern und morgen eingerichtet hat? Wir alle, die wir Blogs und Berichte aus und über Irland schreiben, gehen immer wieder dieser Frage nach. Was macht Irland aus, was ist die Identität des Landes?

Bernd Biege, der Nord-Deutsche im Norden Irlands widmet der Frage jetzt einen neuen kleinen Irland-Blog, auf den es sich immer mal wieder zu schauen lohnt: Eiressence nennt er die Website, Es ist Work in Progress, übersetzt etwa mit: Die Essenz Irlands. Nein, es hat nichts mit Parfüm und duftenden Essenzen zu tun, es geht tatsächlich um die Identität Irlands. Mehr Bild als Text ( und wenn Text, dann in Englisch), ein interessanter Ansatz. Wer mehr auf die Schattenseiten des Lebens in Irland steht, wer lesen will, was alles schräg, bizarr oder schlecht läuft auf der Insel und wie sich Leben am Rande im Housing Estate anfühlt, der ist beim Kollegen Nenad Ptic gut aufgehoben, in Nenads Irischem Tagebuch. Dort wird Irland als Irrland buchstabiert. Doch Vorsicht, das ist bisweilen starker Tobak — und schon gar nichts für Kinder.

Diese beiden Blogs sind nun auch Teil unserer stundenaktuellen Irlandnews-Übersicht „Das schreiben die Anderen“. Auf dieser Seite lässt sich kurz und knapp nachlesen, was auf den anderen (meist deutschsprachigen) Irland-Seiten im Netz aktuell geschrieben wird. Sie ist direkt über das Hauptenü und den Menüpunkt „Irland Links“ zu finden. Hier geht es lang.

Und dies noch: Es macht sich offensichtlich auch in der Blog-Welt ein Trend breit zum totalen Konsumieren. Weniger Leser denn je kommentieren und beteiligen sich, auch hier auf Irlandnews, obwohl sich die Leser-Zahlen andererseits prächtig entwickeln. Ich wage es dennoch und frage Euch nach Eurer Meinung: Was macht Irland für Euch einzigartig, was ist die Identität der Insel? Kommentare sind willkommen.

Der TV-Tipp: Fünf mal Irland auf arte

TV-Tipp: Fünf  mal Irland auf arte. In der kommenden Woche erklärt der TV-Sender dem deutschen Fernsehpublikum wieder einmal Irland in aller Ausführlichkeit: Von Montag bis Freitag (25. bis 29. Juni 2012) strahlt der Kultursender jeweils zur besten Sendezeit ab 19:30 Uhr 45 Minuten lang „Irlands Küsten„, neue Reisereportagen von der Grünen Insel aus. Den Anfang macht Dublin und die Ostküste, dann geht es in den Südwesten, an „Irlands Riviera“. Ein Blick auf die Vorschau lässt darauf schließen, dass wir die „üblichen Verdächtigen“ zu sehen bekommen. Warum auch nicht? Auch die besten Pubs Dublins oder die ältesten Eichen im Killarney Nationalpark werden nicht schlechter, weil sie einmal mehr gezeigt werden. Drei Fernseh-Teams haben die neuen Bilder zusammengetragen.

Das schreibt arte zur Irlandwoche: „Gerade einmal ein Viertel so groß wie Deutschland überrascht Irland mit ungeahntem Charme und Facettenreichtum. Das Wetter ist rau, doch die Menschen sind herzlich. An der Südküste bringt der Golfstrom milderes Klima mit sich, erlaubt blütenreiche Pracht und verbreitet ein fast mediterranes Flair.

Die fünfteilige Dokumentationsreihe führt einmal rund um die vielfältige Insel: Sie besucht traditionsreiche Pubs in Dublin, begegnet dem menschenfreundlichen Delfin von Dingle und urigen Connemara-Ponies, stellt Rathlins Segelbootschnitzer vor und reist nach Belfast, um das letzte noch existierende Schwesterschiff der Titanic besuchen. Ein halbes Jahr lang haben drei Filmteams dem Regen getrotzt und die „Grüne Insel“ auf ihren kleinen Landstraßen umrundet, um einen ganz persönlichen Eindruck von Land und Leuten einzufangen.“

Die arte-Programmübersicht gibt es hier.

Foto: arte / © Marion Reischmann

Was Eva Habermann an Irland mag

Ganz schön lässig in luftiger Höhe auf den berühmtesten Klippen Irlands: Was Eva Habermann an Irland mag und was weniger. Die Schauspielerin aus Hamburg („Schäferin Erin O`Toole“) morgen im Interview hier auf Irlandnews.com  Foto: © Ludwig Hacker

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