Wunderschön: Im Boot mit Kevin Jer und WDR

Irland im Fernsehen: Seit zwei Wochen drehen der Kölner Filmproduzent Per Schnell und ein Kamerateam des Westdeutschen Rundfunks in Irlands Südwesten. Das Ergebnis werden wir bald schon zu sehen bekommen: Moderatorin Andrea Grießmann wird bereits am 11. August ab 20:15 Uhr im WDR durch die Reisesendung WUNDERSCHÖN und durch West Cork und Kerry führen.

Wir von Irlandnews und Wanderlust machen bei der Sendung mit und können schon jetzt versprechen: Das werden unterhaltsame 90 Minuten Irland. WUNDERSCHÖN läuft jeden Sonntag um 20:15 Uhr im WDR Fernsehen. Der  mit landestypischen Geschenken gefüllte rote Reiserucksack kann gewonnen werden. Er ist Kult. In Irland wird er gefüllt sein mit . . .  Nein, das bleibt noch ein Geheimnis. Hier aber schon ein paar Eindrücke von den Dreharbeiten:

Irland WandernFährmann Kevin Jer O`Sullivan (links), der uns in der Lady Ellen nach Garinish Island bringt. Rechts Moderatorin Andrea Grießmann, die einen tollen Job macht.

Irland im FernsehenIm Boot mit Kevin Jer  O`Sullivan in Glengarriff Harbour: Kevin ist Fährmann, Ex-Football-Star, Geschichtenerzähler und Sänger. Ganz rechts Filmemacher Per Schnell.

 

Irland WandernZu Gast auf der Show-Farm Molly Gallivan´s in Bonane, Kerry: Links Farm-Chef Stevie O`Sullivan, in der Mitte Andrea, rechts vorne Kameramann Christian.

Moderation in IrlandModeratorin Andrea Grießmann vor der Kamera am Ellen´s Rock in Glengarriff.

Alle Fotos: Eliane Zimmermann / Wanderlust

Irland TV-Tipps: Küste, Dublin, Gitarrengenies

Irland-im-TVIrland im Fernsehen Mitte Juni, der Irland-TV-Überblick auf Irlandnews. Neben einigen Wiederholungen, die jedem die Chance geben, eventuell verpasstest nachzuholen, zeigt der RBB in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Dokumentation “Gitarrengenies”, in der The Edge (U2) u.a. die Original-Vierspuraufnahmen von “Where the Streets Have No Name” ausgräbt.

 

 

 

Sonntag, 16. Juni 2013, arte 4:20 Uhr: An der Küste (Kurzfilm)

KurzSchluss - Das Magazin: Die KŸste„Die Küste“ ist die wunderbare Geschichte der beiden Jugendfreunde Jim und Paddy. Vor 25 Jahren verließ Jim seine Heimat, als in Nordirland die politischen Unruhen ausbrachen. Zwei geliebte Menschen ließ er dabei zurück. Nun ist er nach über zwei Jahrzehnten wieder zurück, zusammen mit seiner Tochter Patricia. Diese taucht in seine Vergangenheit ein und stellt sich viele Fragen: Was ist vor all den Jahren passiert? Welche alten Wunden gibt es, über die ihr Vater nicht sprechen will? Sie organisiert ein Treffen zwischen Jim und Paddy, das einen unerwarteten Verlauf nimmt…” (Senderinformation)

 

Dienstag, 18. Juni 2013, ZDFinfo 12:45 Uhr: Das Rätsel der Wikingerschiffe

0604_ZDFinfo_wikingerschiffe“Eine internationale Crew sticht mit dem weltweit größten rekonstruierten Wikingerschiff in See. 65 Männer und Frauen begeben sich auf eine abenteuerliche Expedition von Dänemark nach Irland. Wie die Seeleute vor 900 Jahren müssen sie sich enormen körperlichen Herausforderungen stellen, um den Gefahren auf hoher See zu trotzen. Dabei steht jedem Crewmitglied weniger als ein Quadratmeter Raum zur Verfügung zum Arbeiten, Essen und Schlafen. Der Film hat das Projekt begleitet.” (Senderinformation)

 

Dienstag, 18. Juni 2013, BR 22:45 Uhr: Ein ganz gewöhnlicher Dieb

2804_ZDFinfo_dieb“Der Film – im Original “Ordinary Decent Criminal” – spielt im heutigen Irland und erzählt von den außergewöhnlichen Abenteuern eines ganz gewöhnlichen Kriminellen. Ein Mann, der die Reichen beraubt, aber mit den Armen lebt. Er liebt seine beiden Frauen, die Schwestern Christine und Lisa, seine Kinder, seine Gang und vor allem seinen ganz besonderen Lebensstil. Michael ist weltmännisch, sardonisch und sexy – ein charismatischer Krimineller, der wie ein Titan durch die Straßen von Dublin geht. Mit dem ihm eigenen Elan heckt er Raubüberfälle aus, die ihn fast alle bei der Öffentlichkeit beliebt machen. Bei jeder Gelegenheit fordert er die Obrigkeit heraus – was darin gipfelt, dass er im wichtigsten Museum Dublins den ultimativen Kunstraub begeht und dabei die Polizei, Interpol und den Rest der kriminellen Brüderschaft überlistet und zum Narren hält. Michael glaubt an zwei fundamentale Dinge: Halte zu deinen Leuten und zum Teufel mit allen anderen. Damit hat er so viel Erfolg, dass das, was als Spiel beginnt, sich zu etwas viel Gefährlicherem entwickelt. Allmählich genießt er den Kick mehr als das Geld, noch mehr aber liebt er es, berühmtberüchtigt zu sein. Je mehr sein Ego ihn antreibt, um so entschlossener ist die Polizei, vor allem Noel Quigley, ihn zu schnappen. Als es für ihn immer enger und der Druck auf die Gang immer größer wird, macht Michael einen Fehler, der ihn vernichten könnte, der sowohl seine Beliebtheit in der Öffentlichkeit als auch seinen Siegerstatus bedroht. Aber er fasst sich wieder, rechtzeitig, um einen letzten genialen Plan auszuhecken – und der Falle zu entkommen, die man ihm gestellt hat.” (Senderinformation)

Freitag, 21. Juni 2013, RBB 0:45 Uhr: Gitarrengenies – It Might Get Loud

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“Mit “Gitarrengenies – It Might get Loud” begibt sich Regisseur Davis Guggenheim auf die Spur der Geschichte der E-Gitarre und portratiert drei Gitarristen, die die Rockmusik der vergangenen Jahrzehnte entscheidend beeinflusst haben, jeder in seiner eigenen Generation: Jimmy Page (geb. 1944) von “Led Zeppelin”, The Edge (geb. 1961) von “U2″ und Jack White (geb. 1975) von den “White Stripes”.

Guggenheim verschafft dabei intime und faszinierende Einblicke in den kreativen Kosmos seiner drei Protagonisten, er begleitet sie an historische Stätten der Rockmusik und gibt ihnen die Gelegenheit, die Geschichte ihrer ganz persönlichen musikalischen Entwicklung und Revolution zu erzählen. So führt uns Jimmy Page nach Headley Grange, wo er “Stairway to Heaven” komponierte; The Edge nimmt uns mit nach Dublin, wo er die Original-Vierspuraufnahmen von “Where the Streets Have No Name” ausgräbt; und Jack White zeigt uns ein altes Farmhaus in Tennessee, das ihn immer wieder zu seinem modernen Blues inspiriert. Und natürlich bringt die Rockumentary Jimmy Page, The Edge und Jack White auch in einem Studio zusammen. Dort diskutieren sie nicht nur über ihre musikalischen Einflüsse, sondern spielen auch ihre Riffs, die in die Musikgeschichte eingingen und kommunizieren bei einer improvisierten Jam-Session wie selbstverständlich durch ihre Instrumente.” (Senderinformation)

Zusammenstellung: Antje Wendel

16. Juni. Beim Ulysses, heute ist Bloomsday

Dublin, Irland, 16 Juni. Running Gag. Heute ist mal wieder Bloomsday und ich zitiere mich wieder einmal selbst mit Rückgriff auf den Eintrag vom  16. Juni 2009:

Am 16. Juni 2009, 2010, 2011 und 2012 schrieb ich an dieser Stelle: “Zeit für ein Geständnis: Seit dem 16. Juni 1959 ist es dem Wanderer trotz zahlreicher Anläufe bis heute nicht gelungen, den Ulysses von James Joyce in einem Rutsch komplett zu lesen. Eine Aufgabe also für das neue Bloomsyear. Vielleicht gelingt dies mit Hilfe eines Struktur- und Orientierungs-Schemas, das Joyce Freunden überließ und das jedem Kapitel ein Symbol, eine Farbe, ein Organ und andere Merkmale zuordnet.”

Ein Jahr später, noch ein Geständnis: Es ist wieder nicht geschehen. Ulysses samt Sekundärliteratur blieben ein weiteres Jahr ungelesen, ja unangerührt im Bücherregal stehen. So bemessen sich Lebensjahre mittlerweile an der verpassten Chance, Literatur-Klassiker zu lesen. Deshalb: Keine literarischen Selbstverpflichtungen mehr, nur ein kurzes Nachsinnen über die Gründe des Nicht-Gelingens.

Um den Ulysses komplett zu lesen, muss man nicht ein moderner Odysseus, wohl aber ein zeitgenössischer Herakles sein: Die Lektüre darf als 13. heraklische Großtat gelten. Manche Zeit-Diagnostiker meinen, wir verlören angesichts der Dominanz der omnipräsenten und ständig fordernden Onlinemedien die Fähigkeit zur Langstrecke auf Papier: Geduldiges Bücherlesen, das Aufbohren dicker Schwarten sei eine aussterbende Kulturtechnik, mahnen Lauscher am Puls der Gesellschaft, wie zum Beispiel der Trendhorcher und FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher.
Der Sog der zeit- und energie-absorbierenden Onlinemedien, besonders des Social Web: Er veränderte unser Leben dramatisch und im Eiltempo. Wer sich entzieht, gewinnt Freiheit und verliert . . . den Anschluss? Die Zeitgenossenschaft? Durchschnittlich 251 Facebook-”Freunde”? Kommen wir zum eigentlichen Thema: Heute war (und ist noch immer) Bloomsday. Ein Tag, der in Irland und anderswo gerne zelebriert wird.

Über den 16. Juni 1904 soll Nora Barnacle später geäußert haben: “Das war der Tag, an dem ich einen Mann aus Jim gemacht habe”. Was sich genau am 16. Juni 1904 im Leben von James Joyce ereignete, bleibt im Dunkel der Geschichte. Historisch gesichert ist, dass er an jenem Tag seine spätere Frau Nora zum ersten Mal ausführte, und dass er den 16. Juni 1904 deshalb als Datum für seinen Roman “Ulysses” (Odysseus) verwendete.

Dieser fundamentale und schwer zugängliche Roman beschreibt einen einzigen Tag im Leben des Anzeigenakquisiteurs Leopold Bloom und seiner Frau Molly, einen Tag in Dublin, den 16. Juni 1904. Ulysses erschien erstmals 1922 in einer zensierten Version in Paris. Die kolossale literarische Beschreibung von Dublin und einiger seiner Bewohner wurde damals als “obszön” verschrien. Das hat sich im Lauf der Jahrzehnte gändert. Bis heute allerdings gilt Joyce´s Hauptwerk als große Herausforderung an Generationen von Lesern: Wo beginnen, wo enden? Weil der Ulysses extrem komplex gestrickt ist und weil ihm ein traditioneller chronologischer Handlungsstrang fehlt, verschließt er sich dem schnellen Konsum – und wurde wohl gerade deswegen Kult.
Seit dem Jahr 1954 wird der 16. Juni von Literaten, Lesern und Nichtlesern als Bloomsday (nach dem Namen des Protagonisten Leopold Bloom) gefeiert. Damals zog eine kleine Gruppe irischer Schriftsteller zum Martello-Tower von Sandymount, einem im Ulysses beschriebenen Schauplatz, um ein großes Trinkgelage zu feiern. Die Literaten beriefen sich auf den 16. Juni 1929: Denn heute vor 80 Jahren lud James Joyce einige Freunde, darunter seine Verlegerin Sylvia Beach und den Schriftsteller Samuel Beckett (“Warten auf Godot”) in das Hotel “Leopold” in der Nähe von Paris zu einem “Déjeuner Ulysses” ein. Der Abend und die spätere Rückkehr nach Paris gerieten zu einer fürchterlichen Sauftour, in deren Verlauf der sturzbetrunkene Beckett auf dem Klo einer Kneipe vergessen und zurückgelassen wurde.
Seit Jahren feiert sich auch die Stadt Dublin – die Joyce im übrigen nicht sonderlich mochte – am Bloomsday. Auf den mit Bronzeplaketten ausgeschilderten Touren besuchen heimische Fans und Horden von Touristen die im Ulysses verewigten Schauplätze, lesen ein paar Seiten des Romans am Joyce Tower von Sandycove, nehmen dort ein Bad oder geben sich am Strand von Sandymount “unanständigen Sachen hin”, essen wie im Roman beschrieben ein Gorgonzolabrot, trinken ein Glas Burgunder (ursprünglich bei Davy Byrne´s in der Duke Street) oder kauften in der Apotheke (Sweny´s) ein Stück Zitronenseife.

Die Fotos zeigen: Ausschnitt aus dem Filmplakat zu “Nora”, Nora und James Joyce (links, mitte) mit einer dritten Person und James Joyce (von oben nach unten).

 

Ruinen symbolisieren die Hoffnung auf Rückkehr

Famine Haus IrlandZeugen der Vergangenheit: Irland wird eine direktere Verbindung zur Vergangenheit nachgesagt als anderen Ländern. Das mag auch daran liegen, dass die Spuren vergangener Generationen heute allgegenwärtig sind. Gerade im ländlichen Irland stehen noch immer tausende verlassene Hausruinen aus der Zeit des großen Hungers Mitte des 19. Jahrhunderts. Viele Hausbewohner sind in den vergangenen eineinhalb Jahrhunderten ausgewandert und ließen ihre schlichten Cottages zurück — oft mit zerstörtem Dach, um der Steuerpflicht zu entgehen. Besucher unterstellen bisweilen, dass die Ruinen “aus Bequemlichkeit” nie entfernt wurden. Tatsächlich symbolisieren die alten verlassenen Gemäuer die Hoffnung und die Zuversicht, dass geliebte und vermisste Menschen einst zurückkehren würden aus der Ferne und der Familie und den Nachbarn zuhause wieder nah sein würden.

Foto: Hausruine in einem “Famine Village” in den Bergen von West Cork. Im Hintergrund der Hungry Hill; © 2013 Markus Bäuchle / Wanderlust

Das Kleine Volk (2): Nasentier am Lough Hyne

Nasentier in IrlandIrland produziert Klischees zum Wohlfühlen und wohligen Erschaudern wie kein anderes Land in Europa. Zu Gast auf der Grünen Insel schärfen Gäste den Blick für das Übernatürliche, sie fahnden nach Fabelwesen und nach den Feen und Kobolden, den rätselhaften Wesen vom Kleinen Volk, die sich dem gemeinen Blick gerne entziehen. Das heutige Foto vom Nasen- und-Augentier (eine alte Buche) entstand im Knockomagh Wood hoch über dem Lough Hyne bei Skibbereen.

Dies ist eine freundliche Aufforderung an alle Irlandnews-Leser, mal selber in Euren Fotoalben zu kramen und  nach seltenen Aufnahmen vom Kleinen Volk zu suchen? Wer hat die kleinen Leute unter der Erde, die Leprechauns am Wegesrand, die Sidhe unterm Weißdorn in Pixeln festgehalten? Das beste Foto soll gewinnen. Mehr dazu in Kürze an dieser Stelle. Schickt Eure Fotos einfach an: markus@irlandnews.com oder postet es auf unsere Facebook-Seite

Irland TV-Tipps: An der Küste und in Cork

Irland-im-TVIrland im Fernsehen in der zweiten Juni-Woche, der Irland-TV-Überblick auf Irlandnews. In dieser Woche zeigt arte den irischen Kurzfilm “An der Küste”, wir können nochmal einen ganz gewöhnlichen Dieb in Dublin und die Irish Coast Guard an der Küste von Kerry begleiten. A Playwright in Dublin versucht, die englische Sprache und die Iren näher zu bringen und Jessica Fletcher ermittelt in Cork.

 

 

 

Samstag, 8. Juni 2013, arte 1:15 Uhr: An der Küste (Kurzfilm)

KurzSchluss - Das Magazin: Die KŸste„Die Küste“ ist die wunderbare Geschichte der beiden Jugendfreunde Jim und Paddy. Vor 25 Jahren verließ Jim seine Heimat, als in Nordirland die politischen Unruhen ausbrachen. Zwei geliebte Menschen ließ er dabei zurück. Nun ist er nach über zwei Jahrzehnten wieder zurück, zusammen mit seiner Tochter Patricia. Diese taucht in seine Vergangenheit ein und stellt sich viele Fragen: Was ist vor all den Jahren passiert? Welche alten Wunden gibt es, über die ihr Vater nicht sprechen will? Sie organisiert ein Treffen zwischen Jim und Paddy, das einen unerwarteten Verlauf nimmt…” (Senderinformation)

 

Montag, 10. Juni 2013, WDR 23:25 Uhr: Ein ganz gewöhnlicher Dieb

2804_ZDFinfo_dieb“Der Film – im Original “Ordinary Decent Criminal” – spielt im heutigen Irland und erzählt von den außergewöhnlichen Abenteuern eines ganz gewöhnlichen Kriminellen. Ein Mann, der die Reichen beraubt, aber mit den Armen lebt. Er liebt seine beiden Frauen, die Schwestern Christine und Lisa, seine Kinder, seine Gang und vor allem seinen ganz besonderen Lebensstil. Michael ist weltmännisch, sardonisch und sexy – ein charismatischer Krimineller, der wie ein Titan durch die Straßen von Dublin geht. Mit dem ihm eigenen Elan heckt er Raubüberfälle aus, die ihn fast alle bei der Öffentlichkeit beliebt machen. Bei jeder Gelegenheit fordert er die Obrigkeit heraus – was darin gipfelt, dass er im wichtigsten Museum Dublins den ultimativen Kunstraub begeht und dabei die Polizei, Interpol und den Rest der kriminellen Brüderschaft überlistet und zum Narren hält. Michael glaubt an zwei fundamentale Dinge: Halte zu deinen Leuten und zum Teufel mit allen anderen. Damit hat er so viel Erfolg, dass das, was als Spiel beginnt, sich zu etwas viel Gefährlicherem entwickelt. Allmählich genießt er den Kick mehr als das Geld, noch mehr aber liebt er es, berühmtberüchtigt zu sein. Je mehr sein Ego ihn antreibt, um so entschlossener ist die Polizei, vor allem Noel Quigley, ihn zu schnappen. Als es für ihn immer enger und der Druck auf die Gang immer größer wird, macht Michael einen Fehler, der ihn vernichten könnte, der sowohl seine Beliebtheit in der Öffentlichkeit als auch seinen Siegerstatus bedroht. Aber er fasst sich wieder, rechtzeitig, um einen letzten genialen Plan auszuhecken – und der Falle zu entkommen, die man ihm gestellt hat.” (Senderinformation)

 

Dienstag, 11. Juni 2013, arte 7:45 Uhr: 360° Geo Reportage – Unterwegs mit der Irish Coast Guard

0406_arte_360reportage“Unterwegs mit der Irish Coast Guard: County Kerry im Westen Irlands gehört zu den ursprünglichsten und für viele Menschen auch schönsten Regionen der Insel. Doch die raue Küste fordert jedes Jahr ihre Opfer. Freizeitsegler, Surfer und Schwimmer unterschätzen die Kraft des Ozeans. Bei einem Notfall rücken die Freiwilligen der irischen Küstenwache aus. GEO hat sie begleitet. Ein Mann ist von den Klippen gestürzt und liegt leblos auf den umspülten Felsen. Ein anderer Mann seilt sich – von seinen Kollegen gehalten – die steile Wand hinunter ab, um den Verletzten zu bergen. 21 Lebensretter umfasst das Team der Coast Guard der irischen Halbinsel Dingle. Mindestens einmal in der Woche treffen sie sich zum Training. Dieses Mal hat Einsatzleiter Frank Heidtke eine Kletterübung angesetzt. Die Klippen an der Westküste Irlands stehen in einer rauen Gegend. Sturmböen vom Atlantik fegen mit ungebrochener Kraft Richtung Festland, Regen peitscht auf den nackten Fels. Bis zu 200 Meter ragen die Klippen an einigen Stellen fast senkrecht aus dem Atlantik. Diese wilde Küste ist das Einsatzgebiet der Irish Coast Guard. Und die Lebensretter haben in der Region Dingle viel zu tun. Neugierige Touristen, risikofreudige Abenteurer, aber auch sorglose Einheimische unterschätzen die Gefahren der gewaltigen Klippen und wagen sich oft zu dicht an den Abgrund. Schon ein unachtsamer Schritt oder eine heftige Windböe kann die leichtsinnigen Menschen auf dem rutschigen Felsen ins Straucheln bringen und in die Tiefe stürzen lassen. In solchen Fällen sind die „Lifeguards“ die letzte Hoffnung. Deshalb sind die Männer auch rund um die Uhr einsatzbereit. Der deutschstämmige Einsatzleiter Frank Heidtke ist seit Jahren im Team. Neuling Seamus Murphy muss sich erst noch bewähren. Nach seiner Ausbildung zum Kletterer wartet er auf seine Chance, die Verantwortung für eine Rettungsaktion zu übernehmen – bei über 20 Einsätzen im Jahr wohl nur eine Frage der Zeit.” (Senderinformation)

 

Dienstag, 11. Juni 2013, BRalpha 7:45 Uhr: Inside the British Isles – A Playwright in Dublin

1106_BRalpha_inside“13 halbstündige Dokumentarfilme führen den Zuschauer in verschiedene Städte und Landschaften Großbritanniens und Irlands und vermitteln nicht nur die englische Alltagssprache, sondern auch einen Einblick in die Lebenswirklichkeit und Mentalität der Briten und Iren. “Inside the British Isles” stellt Personen in sehr unterschiedlichen Berufen vor, begleitet sie an ihren Arbeitsplatz, zeigt sie in ihrem Alltag, mit Familie und in der Freizeit. Der irische Autor Bernard Farrell erzählt über sich und die Personen, die er beschreibt, und berichtet über die Privilegien die Schriftsteller in Irland genießen. / Vorstellung der Stadt Dublin und des berühmten “Book of Kells”.” (Senderinformation)

 

Mittwoch, 12. Juni 2013, EinsFestival 11:45 Uhr: Mord ist ihr Hobby – Mord im Land der Feen

2801_WDR_mordhobby“Jessica besucht in Irland ihre Freundin Bridget Griffith, die vor wenigen Monaten ihren Ehemann verloren hat. Seit seinem Tod leitet Bridgets Sohn Sean die familieneigenen Großwebereien. Doch sein amerikanischer Cousin Ambrose ist plötzlich in Irland aufgetaucht und droht, ihn aus dem Unternehmen zu drängen. Als Ambrose ermordet im Kirchturm gefunden wird, hält man zunächst Seans älteren Bruder Patrick für den Mörder. Aber Jessica hat ihre Zweifel und macht sich auf die Suche nach dem wahren Täter. Dabei findet sie auch heraus, was wirklich mit Bridgets Ehemann geschah.” (Senderinformation)

 

Zusammenstellung: Antje Wendel

Dublin Tales: Halleluja! Händel in Dublin

"Our Lady's Choral Society" bei der Aufführung von Händels "Messiah" in Dublin

“Our Lady’s Choral Society” bei der Aufführung von Händels “Messiah” in Dublin

Dublin IrlandTiefe existenzielle Not auf der einen Seite, künstlerischer Triumph auf der anderen — Mitte des 18. Jahrhunderts war Dublin ein Ort der Kontraste. Während sich der englische Adel einen Prachtbau nach dem anderen bauen ließ und die Stadt nach Osten zur Bucht hin expandierte (wir sind in der Zeit der georgianischen Könige), versank die übrige Bevölkerung in tiefer Armut. 1740 und 1741 kam es in Dublin zu Aufständen der notleidenden Bevölkerung. Doch in eben diesem Dublin sollte nur ein Jahr später, am 13. April 1742, Musikgeschichte geschrieben werden, und im Mittelpunkt stand ein Deutscher.

Halleluja! - die Sängerinnen der "Our Lady's Choral Society" bei der Aufführung

Halleluja! – die Sängerinnen der “Our Lady’s Choral Society” bei der Aufführung

1741 befand sich der in London lebende deutsche Komponist Georg Friedrich Händel in einer tiefen Schaffenskrise. Der 56-Jährige war hochverschuldet, gesundheitlich angeschlagen, von den Kritikern verhöhnt, vom englischen Publikum fallengelassen. Da erhielt er vom Lord Lieutenant von Irland, dem Duke of Devonshire, die Einladung, ein Oratorium zu schreiben und in Dublin aufzuführen. Die Einnahmen sollten wohltätigen Stiftungen zugutekommen. Händel nahm die Einladung bereitwillig an, nicht ahnend, dass damit nicht nur sein Leben eine Wendung zum Besseren nehmen sollte, sondern der Welt eines der bekanntesten Stücke sakraler Musik beschert werden würde.

Die Rede ist von Händels “Messiah”. Händel benötigte nur wenige Wochen, um sein Meisterwerk zu Papier zu bringen, um die Worte aus dem Libretto in Musik zu verwandeln. Er schrieb und komponierte Tag und Nacht, erfüllt von einem Feuer und einer Inbrunst, wie es sich nur in jenen magischen, äußerst seltenen Momenten höchsten kreativen Schaffens zeigt, und den Stefan Zweig in seinen “Sternstunden der Menschheit” ausschmückte. Über die bekannteste Passage des Stücks, den berühmten “Halleluja”-Chor, sagte Händel später: “Ich glaube, dass Gott mit mir gewesen ist, als ich es schrieb.”

Im November 1741, die Tinte auf seinen Notenblättern war kaum getrocknet, setzte Händel nach Dublin über. der Komponist und seine Musik waren bereits sehr populär in Dublin und seine Ankunft war ein großes Ereignis. Über die Wintermonate bis April 1742 gab er in der gerade erst fertiggestellten “New Musick Hall” in der Fishamble Street (gleich neben der Christ Church Cathedral) zunächst einige kleinere Konzerte, die allesamt gut besucht waren.

Dann, am 13. April 1742, einem Dienstag drei Wochen nach Ostern, war der “Messiah” an der Reihe. Obwohl die Proben hinter verschlossenen Türen abgehalten wurden, hatte es sich herumgesprochen, dass da ein ganz besonderes musikalisches Kunstwerk geschaffen worden war. Mit Spannung fieberte die Stadt der Uraufführung entgegen. Die Nachfrage war derart groß, dass die Damen gebeten wurden, ohne Reifröcke zu erscheinen, und die Kavalliere ohne ihre Degen, damit möglichst viele Zuhörer in der kleinen Musikhalle Platz finden konnten. Über 700 begeisterte Zuhörer erlebten eine grandiose Aufführung und brachen in Beifallsstürme aus, als am Ende der Vorstellung der völlig hingerissene Händel sein Dirigentenpult verließ, auf die Bühne stürmte und persönlich in den “Halleluja”-Chor mit einstimmte.

Die Fishamble Street heute: Wo heute das Büro von Kennan & Sons steht, stand früher die "New Musick Hall", Schauplatz der Uraufführung von Händels "Messiah"

Die Fishamble Street heute: Wo heute das Büro von Kennan & Sons steht, stand früher die “New Musick Hall”, Schauplatz der Uraufführung von Händels “Messiah”

Händels “Messiah” war eine musikalische Sensation, und die Aufführung ein Ereignis, von dem die Stadt noch lange schwärmte. Die wohltätigen Stiftungen, die Nutznießer der Aufführung, freuten sich über reichlich Einnahmen. Händel selbst feierte mit seinem umjubelten “Messiah” seine musikalische Wiederauferstehung. Er blieb noch einige Monate in Dublin, gab noch weitere Konzerte, bis er im August 1742 nach London zurückkehrte, wo er noch viele weitere musikalische Triumphe feiern sollte. Obwohl er es sicherlich vorhatte, sollte er vor seinem Tod im Jahr 1759 Dublin nicht noch einmal besuchen.

Die Uraufführung von Händels “Messiah” im Jahr 1742 ist ein historisches Ereignis, das die Stadt Dublin heute noch feiert. Die “New Musick Hall” in der Fishamble Street ist inzwischen längst den Weg alles Irdischen gegangen. Doch an derselben Stelle führt heute jedes Jahr am 13. April die “Our Lady’s Choral Society” unter freiem Himmel Auszüge aus dem “Messiah” auf. Jahr um Jahr steigt erneut das jauchzende “Halleluja! Halleluja!” zum Himmel empor — und lässt so diesen glorreichen Moment in der Geschichte der Stadt Dublin wieder aufleben.

 Erinnerungstafel am Gebäude von Kennan & Sons in der Fishamble Street

Erinnerungstafel am Gebäude von Kennan & Sons in der Fishamble Street

 

Dirk Logo

Der Autor: Dirk Huck, Journalist und Systemberater. Dirk lebt seit 2007 in Dublin, wo er hauptberuflich als technischer Systemberater für Datenbanksysteme arbeitet. In seiner Freizeit schreibt Dirk in einem bunten Mix über sein neues Heimatland Irland, seine Menschen, seine Geschichte und seine Sehenswürdigkeiten. Dirk hegt eine Vorliebe für interessante und ausgefallene Orte und Geschichten.

Hohe Maut soll Autofahrer von M50 vertreiben

Irland AutobahnDie M50, Irlands bekannteste Autobahn, sorgt wieder einmal für Schlagzeilen: Die Nord-Süd-Tangente, die eigentlich eine Umfahrung von Dublins City sein soll und doch nur zum Zubringer taugt, wurde erst vor wenigen Jahren mit einem Aufwand von einer Milliarde Euro ausgebaut. Jetzt stößt der Motorway 50 offensichtlich schon wieder an seine Kapazitätsgrenzen. Kein Problem, sagt sich die Nationale Straßenverwaltung NRA und skizziert eine irische Lösung für ein irisches Problem: Die NRA will die Mautgebühren durch die Einrichtung von zusätzlichen elektronischen Zahlstationen mehr als verdoppeln. Die geplante Mautgebühr von 6,50 Euro würde nach Ansicht der Straßenbehörde genügend Autofahrer abschrecken und sie künftig davon abhalten, die M50 zu benutzen*.

Toller Vorschlag, oder? Er folgt derselben Logik wie die Abfallentsorgunspolitik im Land: Wer in Parks und öffentlichen Anlagen Abfalleimer aufstellt, zieht den Müll an und muss die Eimer regelmäßig leeren. Deswegen lässt man sie vorsichtshalber vielerorts weg (und baut sie dort ab, wo sie zuviel Müll produzieren . . . ). Nur  Verkehrsminister Leo Varadkar hat noch Probleme mit der Maut-Verdoppelung. Er fürchtet, dass sich der Verkehr dann von der als Entlastung gedachten M50 zurück in die Wohnviertel verlagert. Er könnte recht haben.

Irland-Reisende fragen sich immer wieder, wie das elektronische Mautsystem auf der M50 funktioniert, wie sie bezahlen können und wieviel die Benutzung der Autobahn kostet. Die Website von Eflow gibt Auskunft: www.eflow.ie

Mautstation Irland

Mautstation auf der M7. Auf der M50 wírd die Maut elektronisch abgerechnet.

* Bericht des Irish Independent vom 5. Juni 2013

 

 

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