Beara Stories: Das Schicksal eines Dorfes

Goulane Beara

Das Dörfchen Goulane in den 80-er Jahren

Geschichten von der Beara-Halbinsel im Süd-Westen Irlands (Teil 1)

von Peter Bernhardt* 

Heute beginnen wir auf Irlandnews mit einem Geschichten-Zyklus über das ländliche Irland an der Atlantikküste, geschrieben von unserem Freund Peter Bernhardt. Er liebt es, in der Vergangenheit zu forschen und lässt ein Stück „altes Irland“ lebendig werden.

(Edit 31. Mai 2016: Wer diese Geschichte schon zu kennen glaubt: Er/sie hat Recht. Denn sie erschien erstmals am 5. April 2016 hier auf Irlandnews. Und dann folgte trotz Ankündigung bis heute kein Teil 2. Sorry, Peter! Der „lästige“ Alltag, Reisen, die beginnende Wander-Saison, ließen kaum Zeit übrig. Irlandnews zu publizieren bleibt das schönste Hobby und muss bisweilen hinter der Tages-Arbeit zurückstehen. Nun aber geht es wirklich los mit den Beara Stories. Heute noch einmal Teil 1 von Peters Geschichten, und morgen dann schon Teil 2. Gruß aus dem irischen Sommer, der Wanderer.)

In der Mitte der Beara-Peninsula liegt das Townland (Gewann) mit dem Namen Goulane. Etwa sechs Kilometer von Castletownbere und vier Kilometer von Eyeries. Eingerahmt von den Bergen Maulin und Lackawee. In der irischen Sprache hat Goulane zwei Bedeutungen. Zum einen bezeichnet es einen „großen Stein“ – das kann man aber in diesem Falle ausschließen, weil es zwar viele Felsen, aber keinen markanten Stein gibt, der es Wert wäre, dieses Townland danach zu benennen. Die andere Bedeutung ist eine „Gabel“ oder „Forke“. Und da es zwei Bäche gibt, die links und rechts vom Berg Maulin herunter kommen und sich am Fuße zum „Stil“ vereinen, darf man davon ausgehen, daß das Townland davon seinen Namen hat.

Goulane Beara

Das Murphy-Haus in Goulane im Jahr 1987

In Goulane gab es einst elf Cottages. Hier wohnten elf Familien. Heute ist nur noch eines der schlichten alten Häuser bewohnt. Zwei weitere sind in einem bedauernswürdigen Zustand, ein drittes nicht mehr zu retten. Alle anderen sind verfallen, abgetragen und nicht mehr zu lokalisieren. Nur die alten Landkarten des Ordnance Survey aus den Jahren 1840 und ein Update um 1900 zeigen noch die Orte, wo Menschen gelebt und ihre Häuser und Ställe und Schuppen gehabt haben. Goulane war damals ein richtig kleines Dörfchen, was zu der Zeit recht selten war. Die englischen Landlords sahen es lieber, wenn ihre Pächter weit verstreut wohnten. Es ist einfacher, Menschen unter Kontrolle zu halten, wenn sie wenig Kontakt haben.

Der Baustil dieser Cottages war bei fast allen gleich, eben: das typisch irische Cottage. Man benutzte die in der Umgebung gefundenen Feldsteine, die lediglich mit Erdmörtel verbaut wurden. Die Mauern konnten bis zu 70 Zentimeter dick sein. Die Fenster waren in der Regel klein, denn Glas war teuer und zu große Fenster bedeuteten Wärmeverlust. Im Erdgeschoß gab es zwei gleich große Räume. Ein Raum war die Küche mit einer großen offenen Feuerstelle. In späteren Jahren nahm dort ein gusseisener Ofen den Platz ein. Der zweite Raum war das Zimmer der Großeltern, wenn es die noch gab,  und hatte oft auch eine weitere offene Feuerstelle. 

In der Mitte führte eine Treppe in den ersten Stock, der in den meisten Cottages keine richtige Stockhöhe hatte. In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts konnten die Bewohner einen günstigen Kredit beantragen, um ihr Haus auszubauen und zu vergrößern. Das geschah manchmal dadurch, daß man das Dach vorsichtig abtrug, die Stockhöhe bis zu einer vollen Stehhöhe anhob und anschließend das alte Dach wieder drauf setzte. Im Obergeschoß schlief dann die Familie, die nicht selten aus acht bis zehn Personen bestand. In den wenigen Betten schliefen, je nach Alter und Geschlecht, jeweils zwei bis drei Kinder.

In den fünfziger Jahren begann Goulane auszusterben. Die alten Leute starben und die Jungen zog es in die größeren Städte, wenn sie nicht sogar emigrierten – vor 1900 meistens in die USA, danach eher nach Großbritannien. Zum Glück aber haben die zuletzt verbliebenen Söhne zwei neue Häuser gebaut und zwei von deren Kindern haben auch wieder gebaut. Keiner von ihnen war interessiert daran, eines der alten Cottages auf heutigen Standard zu modernisieren.

In Irland gab es regelmäßig Volkszählungen. Angefangen im Jahre 1821 und dann regelmäßig alle 10 Jahre. Leider sind die Beara-Unterlagen von 1821 bis 1851 einem Feuer in The Four Courts  in Dublin zum Opfer gefallen und die Unterlagen von 1861 und 1871 wurden durch eine „bürokratische Entscheidung“ vernichtet. Die Volkszählungen von 1881 und 1891 sind unvollständig, denn ich habe die Unterlagen von Goulane im Internet nicht finden können.

Der Volkszählunges-Bogen aus dem Jahr 1911 für das Murphy-Haus in Goulane

Der Volkszählunges-Bogen aus dem Jahr 1911 für das Murphy-Haus in Goulane

Dafür sind die Zählungen 1901 und 1911 vollständig einzusehen. Offensichtlich hat man auch schon damals getrickst und getäuscht. Denn so manche Angabe darin ist nicht logisch, obwohl unter jedem Formular die Unterschrift des Volkszählers steht. Erfaßt wurden damals der Name, das Alter, das Geschlecht, das Verhältnis zum Familienoberhaupt, die Religion, der Geburtsort, der Beruf, ob die Person lesen und schreiben und ob sie neben Englisch auch Irisch sprechen konnte. Darüber hinaus wollte der Staat auch noch den Ehestand, näher beschriebene Krankheiten, die Ehedauer und die Zahl der lebenden wie der toten Kinder wissen.  Erhebenswert war den Behörden auch ein grober Zustand des Hauses. Hatte es Steinmauern? Welche Dachdeckung? Wieviele Räume? Wieviele Fenster? Auch die Anzahl der Ställe und Schuppen wurde abgefragt.

Goulane und die nähere Umgebung müssen schon zu Zeiten besiedelt gewesen sein, als noch niemand an Schreiben und Volkszählen dachte. Man findet zahlreiche archäologische „Beweisstücke“, darunter ein Hill Fort, ein ungewöhnlich großes Ring Fort mit einem Durchmesser von rund 200 Metern. Eingeschlossen darin findet man die Grundmauern einer Kirche, ein frühchristlichen Steinkreuz und ein Cillin. Ein Cillin (auch Caldragh, oder Lisheen) ist ein ungesegneter Friedhof. Vom Frühmittelalter bis in die Neuzeit waren Cillins der traditionelle Begräbnisort ungetaufter Kinder. Allerdings wurden hier auch Erwachsene beerdigt. So wurde speziell während der Hungersnot eine größere Anzahl Erwachsener auf diesen Plätzen beigesetzt.

Berge Beara

Die Berge über Goulane geben den Blick frei auf Beara und über die Bucht nach Kerry

 Dazu gesellen sich etliche Standing Stones (stehende Steine) ein Wedge Grave (Hühnengrab) und eine ancient Copper Mine (eine Kupfermine aus dem Beginn der Bronzezeit). Diese Kupfermine wurde im Jahre 1999 vom Archäologen Billy O’Brian ausgegraben und anhand von drei Holzkohle-Proben datiert: Sie war zwischen 1750-1530 vor Christus in Benutzung.

Noch Anfang 1900 mußten die Einheimischen in Irland befürchten, von ihrem Grund und Boden vertrieben zu werden, wenn sie die Pacht nicht bezahlen konnten. Schließlich gehörte das ganze Land damals englischen Grundbesitzern. Und es traf auch einige Bewohner von Goulane. Aber das ist eine andere Geschichte . . .


Peter in Clogher 2013_IMG_1710Der Autor: 
Peter Bernhardt lebt seit dem Jahr 2000 in Eyeries auf der Beara Peninsula in West Cork. Bis zu seinem Ausscheiden aus seinem Arbeits-Leben war er Art Direktor und Werbeleiter. Seine Liebe zu Irland hat er 1967 auf einer 5-wöchigen Fahrradtour durch den Süden entdeckt. Danach folgten mehrere Irland-Urlaube mit Familie, bis 1987 ein altes Cottage seine Aufmerksamkeit weckte und darum warb erworben zu werden. Peters Interessen sind unter anderem Archäologie, lokale Geschichte und Storytelling

Peters Geschichten von der Beara Peninsula werden künftig alle zwei Wochen jeweils dienstags hier auf Irlandnews erscheinen.

Fotos: Peter Bernhardt (3); Markus Bäuchle (1, unten)

Sláinte! Das Pint muss beim Wegtragen tropfen

Irland Pint

Wann ist ein Pint ein Pint? Foto: Peter Zoeller

Wer zum ersten Mal Irland besucht, mag die Iren für großzügig und spendabel halten. Er mag damit recht haben und dennoch falsche Schlüsse gezogen haben. Wer etwa denkt, das Bier-Glas im Pub sei immer über die Maßen ordentlich gefüllt, weil es fast überläuft, der verkennt: In das traditionelle Pint-Glas passt bis zum Rand genau ein Pint, das sind 20 flüssige imperiale Unzen, was genau 0,568 Litern entspricht.

Wer also in Irland ein Pint trinkt, trinkt meist aus einem bis zum Rand gefüllten Halbliterglas — und er trinkt über zehn Prozent mehr als bei einer bayrischen „Halbe“ (dafür hat das irische Dunkelbier Stout mit 4,2 Prozent deutlich weniger Alkohol als das deutsche Export-Bier mit über fünf Prozent). Ist das Pint-Glas (Foto unten) normal eingeschenkt, wie man es aus deutschen Wirtshäusern kennt, dann enthält es allenfalls einen halben Liter — was jeden biertrinkenden Iren empören würde  — im Gegensatz zum Bayern, der sich in vielen Brauhäusern schaumige 45o Mililiter unwidersprochen als halben Liter andrehen lässt. Deshalb: Das Pint Guinness oder Murphy’s muss im Zweifelsfall beim Wegtragen tropfen, sonst ist es keines. Zumindest kein Pint.

Pint Glas in Irland

Es sei denn, es kommt im feschen Import-Glas daher, wie es neuerdings in den Pubs auftaucht: etwa im etxtra-großen Weißbierglas von Paulaner (Foto oben), das deutlich unter dem Rand voll ist und das nur bis zum Eichstrich eingeschenkt wird. Am Strich ist zu lesen: „Pint to Line“. Sinngemäß:  Wenn Strich erreicht, dann Pint!

Das wäre also geklärt. Und übrigens: Wenn Sie von einem Iren im Pub aus heiterem Himmel zum Pint eingeladen werden, dann ist das auch kein Zeichen von Großzügigkeit. Er wartet dann darauf, dass Sie ihm das zweite Pint bezahlen, während er das dritte wieder übernehmen würde. So trinkt man sich gemeinschaftlich per Wechselzahlung in einer berauschenden Nacht der Sperrstunde entgegen.

In diesem Sinne: Sláinte. Prost. Zum Wohl.

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Madeleine Webers Foto-Woche: In Portmagee

Irland Portmagee

Portmagee im County Kerry im Südwesten Irlands. Fotografiert von Madeleine M. Weber

Madeleine Webers Foto-Woche:  Wir touren mit der Profi-Fotografin Madeleine Maria Weber durch das County Kerry und machen heute Halt im idyllischen Örtchen Portmagee an der Spitze des Skellig-Rings.

 Madeleine WeberMadeleine Maria Weber (Foto) kam nach Portmagee, um die Essenz eines irischen Fischerdorfes im Bild zu verewigen. Über diese Arbeit sagt sie:

„An windstillen Tagen ziehe ich Wasseroberflächenbilder vor. Die Reflektionen erzeugen solch eine malerische Stimmung und Harmonie, dass jene Bilder Harmonieträger für mich sind. Portmagee ist ein farbenfrohes Dorf mit einem kleinen Hafen, von dem die Boote zu den Skelligs starten. Es wird sehr oft und von allen Richtungen fotografiert. Dieses Licht an jenem Tag war wohlig warm und die Ruhe im Wasser und der Torf-Rauch der Häuser erzeugte eine Stimmung des Nach-Hause-Kommens. Dieses Bild ist eines meiner am meist verkauften Bilder, da es die Essenz eines irischen Fischer-Dorfes enthält und viele Geschichten versteckt erzählt. Die Geschichte eines Bildes ist der Kern jeder Fotografie und erzeugt im besten Fall eine Fülle, die weit über den Farbenreichtum und die graphischen Elemente and deren Tragkraft hinaus weist.“

Madeleine Weber ist die Frau, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Weil sie warten kann. Auf den richtigen Zeitpunkt. Auf das perfekte Motiv. Fotografieren ist gutes Auge, gute Technik und viel, viel Geduld, Warten, Warten. Seit elf Jahren fotografiert Madeleine die einmalig schönen Landschaften Südwest-Irlands.

Wir begleiten Madeleine, die in Emlaghdrinagh, Waterville, im County Kerry lebt, in diesen Monaten bei der Arbeit, zeigen hier auf Irlandnews.com  jede Woche ein Foto aus ihrer Arbeitswoche. Uns gefällt, dass in ihren Fotografien die Landschaft erkennbar bleibt, wie sie das Auge wahrnimmt, und dass sie in ihren Fotos dennoch eine ganz eigene unverkennbare künstlerische Ästhetik schafft.

Madeleine Weber Studio Irland Madeleine Weber FotografieÜbrigens: Madeleine Webers Fotos könnt Ihr vor Ort in Irland in ihrem Studio am Skellig-Ring im Original anschauen. Die Fotografin präsentiert ihre Landschafts- und  Meeres-Aufnahmen täglich von 11 bis 17 Uhr als hochwertige Kunstdrucke in verschiedenen Größen. Die Ausstellungsräume liegen an der R567 in Emlaghdrinagh zwischen Waterville und Ballinskelligs am Wild Atlantic Way (Telefon: +353 (0)85 780 3273). Sie versendet ihre Fotos weltweit: www.madeleinemariaweber.com.

 

Madeleines Foto-Woche erscheint immer samstags hier auf Irlandnews.com. Diese Woche aus technischen Gründen am Dienstag.

Irland im TV: Irlands Küsten und Wilde Gärten

Irland TV-Tipp, Die wilden Gärten Irlands

Bantry House – bekanntes Herrenhaus mit Garten im Südwesten Irlands.

Irland imIrland TV-Tipp von irlandnews TV – die Irland-Fernseh-Woche auf Irlandnews. In den kommenden Tagen gibt es im deutschen TV eine Trickfilm-Folge mit Paddington Bär in Irland und bei der Sendung Tracks geht es unter anderem um die irische Band Outcasts. ServusTV zeigt den Agententhriller Shadow Dancer und es geht in die wilden Gärten Irlands sowie auf die Aran Islands, in den rauen Westen nach Connemara und an die raue Küste am Rande Europas. Bear Grylls lässt sich an der Steilküste Irlands aussetzen und Wissenschaftler versuchen das Geheimnis der Moorleiche Worsley Man zu lüften. Zum Wochenabschluss ist 3sat mit einer 5teiligen Dokumentation an Irlands Küsten unterwegs.

 

Samstag, 28. Mai 2016, KiKa 7:05 Uhr: Die Abenteuer von Paddington Bär – Paddington als Kobold

Irland TV-Tipp, Paddington als Kobold„Paddington und Mr. Gruber sind zu Besuch in Irland, dem Land der Mythen und Legenden. Die Enkelin von Mr. Grubers irischem Freund glaubt leider nicht mehr an Kobolde und Gespenster. Sie verrät Paddington auch warum: Sie glaubt nur an das, was sie sieht. Das bringt Paddington auf eine Idee.“ (Senderinformation)

 

Sonntag, 29. Mai 2016, arte 1:15 Uhr: Tracks – Outcasts

Irland TV-Tipp, Tracks - Outcasts„(1): The Outcasts: Irische Außenseiter: 1977, mitten im Nordirlandkonflikt, gründeten die Brüder Colin, Greg und Martin Cowan aus Belfast The Outcasts (auf Deutsch: Parias). Der Name passte hervorragend, denn die Punkband ergriff in den „Troubles“ nicht Partei und hatte in mehreren Pubs ihrer Heimatstadt Hausverbot. Ihre ersten Konzerte waren katastrophal und endeten oft in Saalschlachten. Die Lokalpresse verpasste ihnen das Label „The Band you love to hate“, und eine Zeit lang erfreuten sie sich in Irland einer gewissen Popularität – bis zu Colins Unfalltod im Jahr 1982, der zur Auflösung der Band führte. Greg und Martin übernahmen daraufhin erst mal den väterlichen Malerbetrieb. Doch der Reiz des Punk war doch zu stark, und so stiegen die beiden Brüder 2010 wieder gemeinsam auf die Bühne.

Weitere Themen: (2): Criolo: Die Stimme der Favelas, (3): Bug-Art: The Limits of Control, (4): Selfie-Fetischisten: Organ-Spende, (5): Tab Hunter: Ein Mann, zwei Leben, (6): Roy Andersson: Ein komischer Vogel

 

Sonntag, 29. Mai 2016, ServusTV 1:15 Uhr: Shadow Dancer

Irland TV-Tipp, Shadow Danceer„Mitte der 1990er-Jahre ist der Nordirland-Konflikt noch in vollem Gange. Die von England unterstützten Protestanten liefern sich brutale Straßenschlachten mit den irisch-nationalistischen Katholiken. Eine besondere Rolle kommt dabei der paramilitärischen IRA zu, die mit Terroranschlägen die Unabhängigkeit gegenüber Großbritannien erreichen will. Bei einem Anschlag in London wird die IRA-Kämpferin Collette (Andrea Riseborough) vom englischen Geheimdienst verhaftet. Der britische Agent Mac (Clive Owen) überredet sie, als Informatin nach Belfast zurückzukehren. Als nach einem gescheiterten Angriff die IRA-Mitglieder Verdacht schöpfen, muss Mac einschreiten, um Collette zu retten.

„Shadow Dancer“ von James Marsh ist ein intelligenter, hervorragend gespielter Agententhriller um das Thema Treue und Verrat. Clive Owen als Geheimdienstagent und Andrea Riseborough als IRA-Mitglied liefern eine der besten Leistungen ihrer Karriere.“ (Senderinformation)

 

Sonntag, 29. Mai 2016, HR 8:40 Uhr: Zwischen den Fronten – Die wilden Gärten Irlands

Irland TV-Tipps, Reisewege, Richard N. Hutchins„Irland, das sind grüne Wiesen, Schafe, Whiskey und bewegte Geschichte, kaum jemand denkt an schöne Gärten, Palmen und tropische Blütenpracht. Dabei gibt es diese kleinen Paradiese zuhauf im Südwesten der Insel, wo der Golfstrom das irische Klima milde macht. Sie sind das Werk begeisterter Gartenfreunde, die ihre Freizeit und ganzen Enthusiasmus in die wilden Gärten Irlands investieren.

Da gibt es den jungen Familienvater exotischer Herkunft, sein Großvater war pakistanischer Botschafter in Irland, der sich durch den Rhododendrendschungel einer ehemaligen Jagdresidenz kämpft. Oder den 95-jährigen englischen Gentleman im Tweed, der sich entschlossen hat, auf seine alten Tage auf den Familiensitz in West Cork zurückzukehren. Dort residiert er ganz selbstverständlich im Campingwagen und pflegt eigenhändig seinen historischen Baumpark.“ (Senderinformation)

Wiederholung: Sonntag, 29. Mai 2016, EinsPlus 14:45 Uhr

 

Sonntag, 29. Mai 2016, DMAX 10:15 Uhr: Ausgesetzt in der Wildnis – An der Steilküste Irlands

Irland TV-Tipp, Ausgetzt in der Wildnis„Im Westen steile, bis zu 600 Meter hohe Felswände, im Osten der riesige Atlantik: In dieser Episode beginnt Bear Grylls Survival-Abenteuer im stürmischen Ozean vor der irischen Westküste. Bei Wassertemperaturen von kaum zehn Grad muss der Ex-Elitesoldat den letzten Kilometer bis zum Festland schwimmend zurücklegen – und das möglichst schnell. Denn hier droht die akute Gefahr einer Unterkühlung. Als er endlich festen Boden unter den Füßen hat, steht Bear Grylls schon vor der nächsten Herausforderung. Vor ihm erheben sich felsige Klippen, die er ohne Ausrüstung überwinden muss. Als erste Nahrungsquelle dient dem Überlebens-Experten eine Suppe aus Muscheln, Seetang und Maden aus dem Kadaver eines verendeten Seehunds. Eine Stärkung, die der Abenteurer gut gebrauchen kann, denn vor ihm liegen viele Kilometer Fußmarsch durch eine verlassene, feuchte Moorlandschaft. Ein Messer, ein Feuerstein und eine Flasche Wasser ist alles, was Ex-Soldat Bear Grylls zum Überleben braucht. Der 34-jährige Engländer hat bereits den Mount Everest erklommen und die Arktis durchquert. Jetzt stellt er sich neuen Herausforderungen: Nur mit dem Nötigsten ausgestattet, durchquert der Survival-Experte Gletschergebiete, Wüsten und reißende Flüsse, kämpft sich durch tiefe Regenwälder, Sümpfe oder Treibsand. Per Fallschirm oder Helikopter in den extremsten Regionen der Welt ausgesetzt, sucht Grylls ganz auf sich allein gestellt seinen Weg zurück in die Zivilisation. In der Dokumentar-Serie „Ausgesetzt in der Wildnis“ verrät der Abenteurer seine ganz persönlichen Überlebens-Strategien.“ (Senderinformation)

 

Sonntag, 29. Mai 2016, EinsPlus 13:15 Uhr: Inseln – Aran Islands

Irland TV-Tipp, Aran Islands„Auf den Aran-Islands vor Irlands Westküste wohnt die reine irische Seele: der Wind ist dort noch stürmischer, die Sprache noch gälischer, das Leben noch archaischer. Der nächste Hafen Richtung Westen ist New York. Die Gruppe der Aran-Inseln umfasst die drei zerklüfteten und spärlich bewohnten Inseln Inishmore, Inishmaan und Inisheer. Sie liegen vor der Westküste Irlands in der Einfahrt zur Galway Bay und werden von unzähligen Steinmauern durchzogen. Auf einer Mischung aus Sand, Meerespflanzen und Dung werden dort Roggen und Kartoffeln angebaut. Der Boden eignet sich eher als Weideland für Vieh, das die Haupteinnahmequelle der Inseln bildet. Auf den irischen Aran-Inseln, die durch den von Robert Flaherty gedrehten Film ‚The Man of Aran‘ (1934) bekannt wurden, sind zahlreiche steinerne Zeugnisse aus früheren Kulturen überliefert.“ (Senderinformation)

 

Sonntag, 29. Mai 2016, EinsPlus 14:00 Uhr: Irlands rauer Westen – Connemara

Irland TV-Tipp, Irlands rauer Westen - Connemara“Maurice O´Scannail ist der Tierarzt von Connemara. Sein Arbeitstag führt ihn in alle Winkel der westirischen Region: zur Pony-Impfung an die Südküste, zum Schwangerschaftstest bei einer Kuh im Moor, zur Notgeburt eines Kalbes am Strand von Ballyconneely. Zwischendurch operiert er in seiner kleinen Tierklinik einen Hund. Oder er besucht seinen Bruder Brendan in dessen Zeitungsladen in Clifden. Connemara liegt im äußersten Westen der Provinz Galway. Die Landschaft besteht aus sanften Bergketten, weißen Sandstränden, dunklen Torfmooren und Seen. Etwa 10.000 Menschen leben hier, an einer tausendfach zerklüfteten Küste mit Irlands einzigem Fjord, Killary Harbour. Der ehemalige Elektriker John Kilcoyne hat hier seinen Traumberuf als Muschel-Farmer gefunden. Bauer Tom Joyce dagegen sorgt sich um die Zukunft seines Hofs. Zur Entspannung baut er Steinmauern. Rob Holloway ist Ranger im Connemara National Park und würde am liebsten ganz in der Wildnis leben.

Die Bewohner wissen um die Schönheit ihrer Heimat, obwohl es die Menschen in Connemara nie leicht hatten. Viele Einheimische sind nach Amerika oder aufs europäische Festland ausgewandert, wenn es in Irland schlechte Zeiten wie die Hungersnot gab oder auch nach dem schrecklichen Fischerei-Desaster im Februar 1927. Dutzende Fischer kamen in einem Sturm um, viele der Hinterbliebenen verließen daraufhin die Region. Bis heute hat sich der Fischfang an den Küsten von Connemara davon nicht erholt. In “der heimlichen Hauptstadt” Clifden lässt sich zugleich der Vormarsch des neuen Irland beobachten, das Irland der Baukräne und der Frühaufsteher. Auch wenn viele diese Entwicklung für bedenklich halten, lässt die moderne Zeit keinen Platz mehr für Irlands alte Seele. Tierarzt Maurice sieht das gelassener. Er hat jahrelang auf Malta und im Sultanat Oman praktiziert, doch jetzt ist er gerne wieder in seiner Heimat. Connemara ist der Mikrokosmos, der dem Traum von Irland am nächsten kommt.” (Senderinformation)

 

Sonntag, 29. Mai 2016, EinsPlus 15:30 Uhr: Irland – Raue Küste am Rande Europas

Irland TV-Tipp, Irland - Raue Küste am Rand Europas“Weitab der üblichen Touristenströme: Eine der spektakulärsten Küstenlandschaften Europas, einsame Landstriche mit rostroten Mooren. Mystische, heilige Plätze, die Spuren der ersten Mönche. Um Naturschönheiten wie die atemberaubenden Steilklippen von Slieve League ranken sich Legenden und Geschichten. Und die Menschen hier: offen und warmherzig, tatkräftig, Individualisten, die an ihre Träume glauben.

Schon als Junge wollte Roderic Perceval einmal der Herr von Templehouse werden, eines der einstmals mächtigen, reichen Landgüter der Vasallen der Engländer. Doch viele der achtzig Räume sind in jämmerlichem Zustand. Die Landwirtschaft reicht schon lange nicht mehr. Bed and Breakfast für reiche Amerikaner, das Landgut als feudaler Ort für Märchenhochzeiten bringen dringend benötigte Einnahmen. Roderic hofft auf den Erfolg eines großen Musikfestivals in Templehouse.

Armut und mangelnde Perspektiven haben Joe McGowan wie Hunderttausende anderer Iren aus dem Land getrieben. Doch im fernen Amerika wurde Joe nicht glücklich. Er kehrte zurück, war Fischer und begann als Schriftsteller. Joe hat einige wichtige Bücher über das Leben der kleinen Leute geschrieben, will festhalten, was endgültig zu verschwinden droht. Als Einwanderer im Auswanderer-Land Irland hat der Deutsche Tilman Anhold sein Glück gefunden. In den siebziger Jahren war er als Student auf einem Irland-Trip, verliebte sich in das Land und seine Menschen. Der Pferdenarr gründete einen Reiterhof – mit großem Erfolg.

Irland ist das ideale Terrain für Outdoor-Aktivitäten – so auch fürs Caving: Über fünfzig Kilometer lange Höhlensysteme gibt es im Norden Irlands. Lorcan O’Toole führt im Glenveagh Nationalpark einen fast aussichtslosen Kampf um den Aufbau einer stabilen Steinadler-Population. Früher gab es viele der großartigen Raubvögel auf der grünen Insel. Elf Kilometer vor der Nordwestküste liegt Tory Island, die Insel der malenden Fischer, regiert von Irlands letztem Monarchen. Vor anderthalb tausend Jahren begannen die Menschen auf Touraigh, die fähigsten Männer der Insel zum König auf Lebenszeit zu wählen. Der aktuelle König heißt Patsy Dan Rodgers. Er hat sich das Überleben des rauen Eilands mit seinen 120 Bewohnern zur Aufgabe gemacht. Abends geht es im Social Club hoch her. Die Henry-Girls machen Irish-Folk-Musik, und auch die Finger des Inselkönigs fliegen über die Knöpfe des Akkordeons.” (Senderinformation)

 

Dienstag, 31. Mai 2016, ZDFinfo 4:45 Uhr: Das Geheimnis der Moorleichen

Irland TV-Tipp, Das Geheimnis der Moorleiche„1958 entdeckten Torfarbeiter in einem Moor einen menschlichen Schädel und riefen die Polizei. Die ging damals davon aus, dass der Kopf etwa ein Jahr lang im Moor gelegen habe.

Rund 30 Jahre und viele Untersuchungen später stand jedoch fest: Der „Worsley Man“ war brutal ermordet worden – vor 2000 Jahren. Der Film zeigt, wie diese und eine weitere jahrtausendealte Moorleiche in Irland mit Hilfe moderner forensischer Methoden untersucht werden.“ (Senderinformation)

Wiederholung: Dienstag, 31. Mai 2016, ZDFinfo 14:15 Uhr

 

Donnerstag, 2. Juni 2016, 3sat 14:50 Uhr: Irlands Küsten – Dublin und der Osten

Irland TV-Tipps, Irlands Küsten, Dublin und der Osten„Im Osten Irlands liegt Dublin, die Hauptstadt der Republik Irland. Rund um die Stadt sieht man, was das Land einzigartig macht. In der Bucht von Carlingford werden Austern gezüchtet, die weltweit für ihren einzigartigen Geschmack bekannt sind. Bei Ebbe wenden der Fischer Kian Louet-Feisser und seine Helfer die Austern mit ihren Traktoren. Anschließend wird ein Teil der reifen Delikatessen zu Spezialitätenrestaurants in der Nähe gebracht, der Großteil wird jedoch in alle Welt verschickt. In der Hauptstadt Dublin trifft das Filmteam den Literaturprofessor Joseph O’Gorman, der stolz den „Long Room“ des Trinity College präsentiert. Hier lagern unter anderem Werke von Samuel Beckett oder Oscar Wilde. Für Joseph O’Gorman ist die irische Literatur der größte Schatz. Am Abend öffnen die berühmten Pubs im Temple Bar District. In den gemütlichen Kneipen wird oft zu Livemusik getanzt und gefeiert. So zeigt im Johnnie Fox‘s Pub der Stepptänzer Joey Comerford sein Können. Folk-Tanz gehört zum kulturellen Selbstverständnis. Jeder Ire, der etwas auf sich hält, kann auch tanzen.

Geruhsamer geht es außerhalb Dublins zu. Der Historiker Pat Power und die Energetikerin Jane Donald untersuchen einen alten Steinkreis. Monumente vorchristlicher Zivilisation finden sich an vielen Orten in Irland. Eines der bekanntesten, die Grabanlage Newgrange, ist sogar älter als Stonehenge im Süden Englands und die ägyptischen Pyramiden. Nahe der Küste findet sich eine der schönsten Gartenanlagen Irlands, die Powerscourt Gardens. Gärtner Michael Byrne kümmert sich dort mit Leidenschaft um die Rosen und einen Friedhof der besonderen Art. Hier ruhen die ehemaligen Lieblingstiere früherer Herrschaften. Im House of Storytelling scheint die Zeit stillzustehen. Hier lebt in gemütlicher Atmosphäre die Tradition des Geschichtenerzählens fort, um das kulturelle Erbe Irlands niemals zu vergessen.“ (Senderinformation)

Wiederholung: Freitag, 3. Juni 2016, 3sat 2:05 Uhr

 

Donnerstag, 2. Juni 2016, 3sat 15:30 Uhr: Irlands Küsten – Die irische Riviera

Irland TV-Tipps, Irlands Küsten, Die irische Riviera„In keinem Teil Irlands ist deutlicher zu merken, warum es die „Grüne Insel“ heißt. Lebendige Gärten und dichte Wälder lösen im Süden die eher raue Landschaft ab. Exotische Pflanzen aus der ganzen Welt – selbst Palmen – gedeihen in den Gärten. Ursache für das milde Klima und die mediterrane Atmosphäre ist der warme Golfstrom, der von Westen die Südküste entlang fließt. So ungewöhnlich wie das Klima sind auch die Bewohner der „Irischen Riviera“. Phemie Rose zum Beispiel hat einen der charmantesten Landschaftsgärten der irischen Insel geschaffen. Besucher fühlen sich ans Mittelmeer, in den Fernen Osten oder einen subtropischen Farnwald versetzt. Experimentierfreudigkeit hat Riesenlilien aus dem Himalaya, Hibiskus aus Neuseeland und dem taiwanesischen Reispapierbaum eine neue Heimat geboten.

Das Ehepaar Steele hat vor Jahren das hektische Leben in der Stadt gegen eine eigene Käserei auf dem Land eingetauscht. Inzwischen gibt es landesweit zahlreiche Nachahmer. Paul O‘Sullivan ist ein besonderer Touristenführer. Er bringt Besuchern die Legende um das mittelalterliche Schloss Blarney Castle nahe. Es heißt, wer den berühmten Blarney-Stein küsse, erhalte die Gabe der Eloquenz. Doch den Stein erreicht man nur, wenn man sich auf den Rücken legt und mit dem Kopf voran über die Brüstung beugt. Westlich von Blarney Castle liegt der Killarney-Nationalpark, in dem sich die wohl letzten Eichenwälder Irlands befinden. Das milde Klima lässt dort aber den Rhododendron so stark wuchern, dass dadurch der Eichenbestand bedroht ist. Paddy Sheehan ist Wärter der einzigen Seilbahn Irlands, die vom Festland nach Dursey Island führt. Sue Redican lebt als einzige Bewohnerin auf Great Blasket Island; hier verbringt sie den Großteil des Jahres in einem umgebauten Kuhstall und genießt Einsamkeit, Natur und ein einfaches Leben.“ (Senderinformation)

Wiederholung: Freitag, 3. Juni 2016, 3sat 2:50 Uhr

 

Donnerstag, 2. Juni 2016, 3sat 16:15 Uhr: Irlands Küsten – Der wilde Westen

Irland TV-Tipps, Irlands Küste, Der wilde Westen„Im Westen Irlands formten Meer und Wind beeindruckende Steilküsten. Gewaltig erheben sich die Cliffs of Moher über den Ozean. So ursprünglich wie die Küstenlandschaft ist auch das Leben der Menschen hier. Bei Ebbe sammelt Edward Kilkullen mit seinem Traktor Algen für sein Badehaus, das direkt am Strand steht. Ein Bad in Algen und warmem Meerwasser verspricht besondere Entspannung. Im Hinterland erstreckt sich kilometerweit Karstland. Für Michael Hanrahan ist diese karge, fast unbewachsene Landschaft gerade Inspiration. Für den Maler zählt der Westen Irlands zu den schönsten Landschaften der Welt. Liebevoll hält er die Wucht der Wellen an der Felsküste auf Aquarellen fest. Selbst die englische Königin kennt seine Werke.

Der kleine Ort Lisdoonvarna in der Grafschaft Clare zieht jedes Jahr im Spätsommer Tausende Besucher an. Das Matchmaking-Festival ist eine der größten Heiratsbörsen der Welt. Als Matchmaker vermittelt Willy Daly heiratswillige Männer und Frauen. Und dank jahrzehntelanger Erfahrung findet er für fast jeden Topf den passenden Deckel. Die Wellen an der Küste des County Mayo sind wie geschaffen für das Surfen. Ciaran Schult ist leidenschaftlicher Wellenreiter. In seinem Gasthaus empfängt er Menschen aus der ganzen Welt und bringt ihnen das Surfen bei. Connemara ist das urtypische Herz von Irlands Westen. In der felsigen Berglandschaft leben die letzten Wildpferde der Insel, die Connemara-Ponys. Der Ranger und Connemara-Experte Willy Leahy weiß so ziemlich alles über die geheimnisumwitterten und scheuen Tiere, die schwer zu finden sind. Wenige Kilometer vor der Küste des County Clare liegt die Insel Inishturk. Viele Bewohner sind in den letzten Jahrzehnten aufs Festland gezogen, doch einige Dutzend Menschen leben immer noch gern hier. Für sie ist Jack Heanley, der Insel-Postbote, die zuverlässige Verbindung zur Welt.“ (Senderinformation)

Wiederholung: Freitag, 3. Juni 2016 3sat 3:35 Uhr

 

Donnerstag, 2. Juni 2016, 3sat 17:00 Uhr: Irlands Küsten – Der stürmische Nordwesten

Irland TV-Tipps, Irlands Küsten, Der stürmische Nordwesten„Im nördlichsten Teil der Irischen Republik trifft man auf Zeugen der alten Kultur, auf Burgruinen, aufgegebene Kirchen und Friedhöfe. Vielleicht pflegen die Bewohner dieses entlegenen Winkels Irlands deshalb die alten Traditionen. In Donegal halten Fiddler wie Vincent Campbell eine aussterbende Musikrichtung am Leben: das Geigenspiel mit einer ganz speziellen Technik. Früher zogen sie von Haus zu Haus, heute gibt es kaum noch hauptberufliche Fiddler. Vincent lebt als Schafsfarmer in den Bergen von Donegal. Doch die Musik liegt ihm so am Herzen, dass er regelmäßig Kinder in der Stadt das Fiddle-Spiel lehrt und seinen Beitrag zum Erhalt der Zunft leistet.

Auch Laura Spellman pflegt ein typisch irisches Hobby: Sie spielt Rugby. Mit ihrem Team hat sie sogar schon eine Meisterschaft gewonnen. Im Training misst sich die junge Rechtsanwältin auch mit Männern – eine optimale Vorbereitung für ihre Arbeit im Gerichtssaal, denn auch dort wird oft aggressiv gekämpft. Im dünn besiedelten Landstrich um Sligo, Leitrim und Donegal sind die Menschen oft auf sich selbst angewiesen. Das macht erfinderisch. So reparieren George Kelly und Philip Slaroy – Lokführer des Fintown-Train, der letzten Eisenbahn in diesem County – ihre alte Lok selbst, sollte etwas nicht funktionieren. Weiter im Norden liegt der Glenveagh Nationalpark. Im größten Reservat Irlands betreut Ranger Lorcan O’Toole ein einzigartiges Auswilderungsprojekt. Der Steinadler soll hier eine neue Heimat finden. Ivan Scott aus dem unscheinbaren Örtchen Kilmacrennan hat schon mehrmals einen neuen Weltrekord aufgestellt: Mehr als 730 Schafe in acht Stunden scheren? Kein Problem für ihn. Um seinen Status als Nummer eins zu behaupten, tritt er bei einem Wettbewerb gegen Konkurrenz aus ganz Irland an. Der Koch Brian McDermot will im Zuge der Gleichbehandlung der Geschlechter den Männern des Countys die Liebe für die Zubereitung von Fisch und Fleisch näherbringen. Kein einfaches Unterfangen, denn viele Iren fürchten sich regelrecht vor dem Herd. Doch nachdem sie einen Kochkurs von Brian besucht haben, wissen sie auch den kulinarischen Teil der irischen Kultur zu schätzen.“ (Senderinformation)

Wiederholung: Freitag, 3. Juni 2016, 3sat 4:15 Uhr

 

Donnerstag, 2. Juni 2016, 3sat 17:45 Uhr: Irlands Küsten – Belfast und der Norden

Irland TV-Tipps, Irlands Küsten. Belfast und der Norden„Irland ist eine geteilte Insel. Das protestantische Nordirland ist von der katholischen Republik getrennt. Der Konflikt zwischen den Anhängern Großbritanniens und der gälischstämmigen Bevölkerung prägt die Geschichte des Landes. Und in Nordirland ist er noch immer gegenwärtig. An den Häusern erinnern Wandmalereien an die „Troubles“ genannten Auseinandersetzungen und Straßenschlachten, zu denen jeder Bewohner Nordirlands eine persönliche Beziehung hat. Inzwischen verstehen die Menschen, dass sie aus der Vergangenheit lernen müssen, um die Wunden heilen zu lassen. Tom Kelly und Kevin Hasson restaurieren in Derry/Londonderry die Wandmalereien an den Hauswänden. Die beiden Künstler begannen in den 90er Jahren ihre Bilder zu malen, begleitend zum Friedensprozess. Sie möchten die Malereien für die nachfolgenden Generationen erhalten und ihren Beitrag zur Versöhnung leisten.

Von Derry/Londonderry im äußersten Norden Irlands geht es die schroffe Küste entlang. Sie bietet einzigartige Felsformationen. Sechseckige Steilsäulen ragen am Giant’s Causeway aus dem Wasser. Der Legende nach wurden die bis zu zwölf Meter hohen Basaltsäulen von einem Riesen geformt, heute weiß man von ihrem vulkanischen Ursprung. Die Küste bietet Lebensraum für unzählige Seevögel. Papageientaucher nisten in riesigen Kolonien auf den Felsen nahe der Brandung. Selbst Alpenkrähen kann man hier beobachten. Die seltenen Vögel waren lange Zeit aus Nordirland verschwunden. Dank der Bemühungen von Vogelwart Liam McFaul brüten sie wieder auf der Insel Rathlin. Zum Schluss der Reise steht Nordirlands Hauptstadt Belfast auf dem Programm. Hier sind große Schiffe kein seltener Anblick. Vor mehr als hundert Jahren wurde hier die „Titanic“ gebaut, das größte Schiff seiner Zeit. In der Werft von Ingenieur James Stevenson gibt es ein ganz besonderes Projekt – die Restauration der „SS Nomadic“, dem letzten existierenden Schwesterschiff der „Titanic“.“ (Senderinformation)

Wiederholung: Freitag, 3. Juni 2016, 3sat 5:00 Uhr

 

Zusammenstellung: Antje Wendel

 

Das Wetter in Irland: Barfuß im Regen

Farmer John. Barfuss zum Gipfel.

Farmer John. Barfuß zum Gipfel.

Das Wetter in Irland. Ich habe Glück, ich mag meine Arbeit (hier in Irland sagt man: Ich liebe sie). Es fühlt sich nicht an wie Arbeit, wenn ich Menschen auf Berge, ans Meer, durch irische Dörfchen und am Ende des Tages ins Pub führe. Nur ganz ab und zu leide ich ein wenig – genauer: Ich leide mit. Das kann geschehen, wenn ein Schauer einen Wandergast vollkommen aus der Balance wirft, wenn eine Regenwolke den Tag eines Wanderers völlig zu verderben droht, wenn ein Sonnenanbeter verzweifelt die ewige spanische Sonne in irischen Gefilden sucht, wenn die Stimmung im Nieselregen baden geht, wenn gefallene Engel reisen . . . Dann leide ich manchmal mit dem Unglücklichen mit.

Es gibt dann und wann Ferienreisende, die nach Irland kommen und eine Sonnenscheingarantie gebucht haben. Es gibt Menschen, die das ewige Sonnenlicht stets dort wähnen, wo sie sich gerade aufhalten, und die ein Sonnenbad für eine tiefe Naturerfahrung halten. Sie empfinden die Schönheit und die Vielfalt des atlantischen irischen Wetters als ein persönliches Unglück.

Barfuss zum Gipfel. Vor einigen Tagen bestiegen wir einen der prominenten Berge in Irlands Südwesten, einen felsigen, widerspenstigen und steil zulaufenden Gipfel in den Caha Mountains. Wir, das waren ein gutes Dutzend Wanderer aus Deutschland, ich – und Farmer John. Die Wanderer seriös und gut vorbereitet, sicher eingepackt in wasserdichtes Goretex, im Rucksack Proviant, Wasser und allerlei Rüstzeug für alle Fälle. John der Farmer im Alltagslook: Hemd, Hose, kein Rucksack, ein Stock nur – und barfuß. Keine Schuhe, keine Socken. Kein Proviant. Kein Regenschutz.

John, ein Mann von 60 Jahren, steigt leichtfüssig und singend zum Gipfel. Er macht es wie sein Vater, sein Großvater, genießt das schmatzende Geräusch des nassen Moores unter seinen nackten Füßen. Wir erleben einen wundervollen Tag mit Sonnenbrand-Risiko. Am Ende ein Schauer. Ein, zwei Leidende. Ein gutes Dutzend gut Geschützte. John empfängt die feuchte Erfrischung von oben im offenen Hemd. Wir ziehen, vermummt und behütet im funktionalen Ganzkörper-Schutz unter Kapuzen und Schirmen dem wartenden Bus entgegen. Oh happy day . . . 

 

Irland 2016: Verriegelt, privat und verschlossen

Private Property

Irland 2016, wie geht´s Dir? Fast auf den Tag genau vor 16 Jahren, am 26. Mai 2000, zogen wir von München nach Irland um. Obwohl wir das Land gut kannten, war alles aufregend, neu und inspirierend, als wir an einem Sonntagmorgen, dem 28. Mai, hier ankamen. In den ersten Jahren genoss ich vor allem das Privileg der Vergleichbarkeit: Umziehen schafft Distanz zum Bekannten und Vertrauten, es wird für einen dadurch besser sichtbar. So veränderte sich in Irland mein Blick auf Deutschland.

Zäune-klettern_xs-635x367Im Lauf der Jahre wandelt sich das Bezugssystem der Wahrnehmung: Das Neue wird vertraut, das Bekannte langsam fremd. Neulich scheiterte ich in einem deutschen Supermarkt kläglich beim Versuch, ein paar Pfandflaschen in die richtigen Pfandautomaten zu stecken. Erst ein aufgeregt herumfuchtelnder Profi-Pfandflaschen-Entsorger und dessen Kurzbelehrung gaben mir Orientierung und Gewissheit: Ich bin in der alten Heimat ( und manche Charakter-Eigenschaften ändern sich nie).

Wanderweg_gesperrt-635x331Die neue Heimat wurde derweil zur Heimat, das Überraschende gewöhnlich, das Ungewöhnliche langsam normal. Die Wiederholung versucht permanent, unsere Sinne einzulullen und abzustumpfen. Ich helfe mir regelmäßig mit einem Trick (ein deutsches Trend-Wort nennt das heute Achtsamkeit): Ich stelle mir vor, ich sei zum ersten Mal an diesem Ort, in dieser Situation, in dieser Lage, versuche mit den Augen des Fremden zu sehen, neu, neutral und unbefangen.

In den vergangenen Tagen war ich viel zu Fuß in der Heimat im irischen Südwesten unterwegs und stellte meine Wahrnehmung auf Neustart. Ich versuchte zu sehen, was ist und das mit meinen Eindrücken vor eineinhalb Jahrzehnten zu vergleichen, um so zu erkennen: Was hat sich verändert in Irland? Irland 2016, wie geht´s Dir?  Bei diesem Gedankenexperiment, das natürlich bewusst übersieht, dass sich meine Wahrnehmung als solche im Lauf der Jahre geändert hat, fiel mir unter anderem auf:

Verriegelt, privat, verschlossen: Das ländliche Irland ist ein verbarrikadiertes Land, ein hermetisch abgeriegeltes Land, ein verschlossenes Land, in dem das Privateigentum regiert wie nirgendwo sonst in Europa. Überall Zäune, Tore, Stacheldraht, Verbots-Schilder, die einen Ausflug in die Tiefe der Landschaft verhindern. Wir bewegen uns zwischen Zaunpfosten und Draht wie auf Gleisen. Abbiegen unmöglich. Wer es doch versucht, darf mit einschlägigen Erfahrungen rechnen, die die engen Grenzen der sprichwörtlichen irischen Gastfreundschaft aufzeigen. Ein Gast beschrieb mir vor kurzem, dass er auf seiner Autoreise durch das ländliche Irland wegen eines kleinen menschlichen Bedürfnisses dringend anhalten musste. Der Mann brauchte peinigende 20 Minuten, um schließlich eine geeignete Stelle zum Anhalten und Austreten zu finden. Keine Ausnahme.

BewareSelbst vermeintlich öffentliche oder semi-öffentliche Orte wie kleine Parkplätzchen am Straßenrand (so es sie gibt) stehen unter ständiger Beobachtung. In Irland haben die Büsche Augen und Ohren, sagt man. Gestern stand ich nach Feierabend für einige Minuten mit dem Auto auf einem kleinen einsamen Pier am Meer und genoss die sich langsam senkende Sonne. Es sollte nicht lange dauern, bis der erste Aufpasser wie zufällig vorbei kam und sich demonstrativ an einem Haufen Fischereimüll zu schaffen und sich damit sichtbar machte . . .

Ein befreundeter irischer Arzt wollte vor 14 Tagen nach langer Fahrt ein kurzes Nickerchen im Auto machen. In der Pampa von Nord-Cork stellte er sich in eine breite Feldeinfahrt, achtete genau darauf, dass er das (mit einem Vorhängeschloss gesicherte) Tor nicht zuparkte. Nach wenigen Minuten wurde er vom aufgebrachten Landbesitzer jäh geweckt, bedroht und davon gejagt. Das ist mein Land, Irland 2016!

Vor einigen Jahren las ich in der Irish Times die selbstkritische Headline: „Landbesitz ist eine irische Obsession“. Man darf hinzufügen: Eine sich verschärfende. Ausgeprägter Besitzerstolz, eine destruktive Agrar-Subventions-Politik, die angstgetriebenen Eigentumsansprüche von Bauern und eine Regierung, die sich vor der Aufgabe weg duckt, die Wegerechte für die Öffentlichkeit zu schützen, haben die Verriegelung und Verbarrikadierung und Verrammelung der Landschaft in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten drastisch verschärft; und die Farmer mit dem alten Ethos, demzufolge man einen Mann (!) nie daran hindern darf, über Land zu gehen, diese Farmer sterben langsam aber sicher aus.

Irland-Fans und irland-Fahrer: Was sind Eure Erfahrungen, wenn Ihr in Irland unterwegs wart und das Land abseits der Straße und der ausgeschilderten Wege erkunden wolltet?     

Fortsetzung folgt . . . 

 

Madeleine Webers Foto-Woche: Valentia Sunset

Valentia Island

Sonnenuntergang an den Klippen von Valentia Island, County Kerry, Irland

Madeleine Webers Foto-Woche:  Wir touren im County Kerry mit der Profi-Fotografin Madeleine Maria Weber und machen erneut Station auf  Valentia Island. Die Insel, die von Portmagee über eine Brücke zu erreichen ist, liegt an der Westküste Kerrys in direkter Nachbarschaft zu den Skelligs.

 Madeleine WeberMadeleine Maria Weber (Foto) kam dieses Mal nach Valantia Island um einen perfekten Sonnenuntergang zu fotografieren. Über diese Arbeit sagt sie:

„Ein wunderschöener Sonnenuntergang an den Klippen von Valentia Island. Mit viel Ablichtungen und schneller Belichtungszeit über 1/1000 bekommt man sehr dynamische Wellenformationen und findet darunter dann einige harmonische Kompositionen.“

Madeleine Weber ist die Frau, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Weil sie warten kann. Auf den richtigen Zeitpunkt. Auf das perfekte Motiv. Fotografieren ist gutes Auge, gute Technik und viel, viel Geduld, Warten, Warten. Seit elf Jahren fotografiert Madeleine die einmalig schönen Landschaften Südwest-Irlands.

Wir begleiten Madeleine, die in Emlaghdrinagh, Waterville, im County Kerry lebt, in den kommenden Monaten bei der Arbeit, zeigen hier auf Irlandnews.com  jeden Samstag ein Foto aus ihrer Arbeitswoche. Uns gefällt, dass in ihren Fotografien die Landschaft erkennbar bleibt, wie sie das Auge wahrnimmt, und dass sie in ihren Fotos dennoch eine ganz eigene unverkennbare künstlerische Ästhetik schafft.

Madeleine Weber Studio Irland Madeleine Weber FotografieÜbrigens: Madeleine Webers Fotos könnt Ihr vor Ort in Irland in ihrem Studio am Skellig-Ring im Original anschauen. Die Fotografin präsentiert ihre Landschafts- und  Meeres-Aufnahmen täglich von 11 bis 17 Uhr als hochwertige Kunstdrucke in verschiedenen Größen. Die Ausstellungsräume liegen an der R567 in Emlaghdrinagh zwischen Waterville und Ballinskelligs am Wild Atlantic Way (Telefon: +353 (0)85 780 3273). Sie versendet ihre Fotos weltweit: www.madeleinemariaweber.com.

 

Madeleines Foto-Woche erscheint immer samstags hier auf Irlandnews.com. Diese Woche aus technischen Gründen am Dienstag.

Dublin-Tipps: Eine Woche der Literatur

Das Dublin-Literatur-Festival läuft während er gesamten Woche

Das Dublin-Literatur-Festival läuft während er gesamten Woche

Dublin im Mai. Besuchern von Irlands Hauptstadt empfehlen wir in der aktuellen Woche diese Events und Termine: 

:: International Literature Festival Dublin, (Montag, 23. Mai), ganztags und während der gesamten Woche, verschiedene Veranstaltungsorte in Dublin; Das Internationale Literaturfestival, im Jahr 1998 gegründet, ist Irlands literarische Veranstaltung Nummer eins und versammelt die besten Schriftsteller der Welt um zu diskutieren, zu provozieren und zu begeistern. Beschrieben von den Medien als eine „Talentschmiede für Literaten“, ist das Internationale Literaturfestival ein absolutes muss für alle Leseratten. Mit Diskussionen, Debatten, Workshops, Performances und Lesungen, schafft das Festival an diesem Tag eine einzigartige Veranstaltung voller Ideen und Kreativität. Mehr Informationen gibt es hier.

:: Anam, (Dienstag, 24. Mai), 19:30 Uhr bis 20:30 Uhr, Trinity College, Dublin 2; Das Dublin Dance Festival ist eine wunderbare Gelegenheit, in die Welt des Tanzes einzutauchen. Sowohl irische als auch internationale Talente zeigen hier ihr Können. Anam ist ein Stück, das sehr viel der einzigartigen Kultur Irlands in sich trägt. Anam kommt aus dem Irischen und bedeutet Seele. Diese einzigartige Show bringt Tänzer aus Irland, Kanada und den Vereinigten Staaten auf einer Bühne zusammen.

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Junge Zebras im Zoo von Dublin


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 Dublin Zoo, (Mittwoch, 25. Mai), 9:30 Uhr bis 18:00 Uhr, Phoenix Park, Dublin 8; Der Dublin Zoo, wunderschön gelegen inmitten des berühmten Phoenix Park, ist der größte Zoo Irlands und zweifelsohne eine von Dublins meistbesuchten Sehenswürdigkeiten. Gegründet wurde er 1830 und ist nach Wien, London und Paris der viertälteste Zoo der Welt. Über 500.000 Besucher besuchen die Attraktion im Jahr. Ein Ausflugsziel für die ganze Familie!

IMG_0668:: Trinity College – Old Library, (Donnerstag, 26. Mai), 19:30 Uhr bis 17:00 Uhr, Trinity College, Dublin 2; Das Trinity College ist eines der großen Highlights für Dublin-Besucher. Ziel der meisten Gäste ist die berühmte Old Library. Die alte Bibliothek mit ihrem spektakulären Long Room beherbergt an die 200.000 wertvollen Bücher und dürfte das Herz eines jeden Bücherfreundes höher schlagen lassen. Größter Schatz der Bibliothek ist das in einem Sonderraum ausgestellte berühmte Book of Kells. Es ist eine illuminierte Handschrift aus dem achten Jahrhundert, die die vier Evangelien des Neuen Testaments enthält.

:: Dublin Midnight Run, (Freitag, 27. Mai), 22:30 Uhr bis 04.00 Uhr, Yacht Pub, Clontarf; Alle Nachtaktiven aufgepasst, hier kommt der ultimative Tipp: Der Dublin Midnight Run ist ein einzigartiges Erlebnis, das Leute jeden Alters begrüßt. Die einzigen Voraussetzungen: Etwas Mut und Ausdauer. Der 5k Kurs, der um Mitternacht am Eastpoint in Clontarf beginnt, ist eines der flachsten Marathonstrecken in Irland. Der Lauf beginnt mit einer Disco um 22.30 Uhr. So können sich die Teilnehmer vorher schon einmal aufwärmen. Details zur Anmeldung können hier nachgelesen werden.

:: City Soul Festival, (Samstag, 28. Mai), 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Merrion Square Park, Dublin; Das Dublin City Soul Festival ist ein wahres Fest für alle Einwohner, die Dublin zu solch´ einer geschäftigen und einladenden Stadt machen und das Stadtleben prägen. Es geht darum, die verschiedenen Menschen und Gemeinschaften in der irischen Hauptstadt zusammenzubringen und die City gemeinsam zu feiern.

.:: Josh Groban, (Sonntag, 29. Mai), 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr, Bord Gáis Energy Theatre, Grand Canal Square, Dublin 2; Das US-amerikanische Multitalent ist endlich wieder zu Gast in Dublin. Mehrere Millionen Tonträger hat er bereits verkauft und und er schwimmt weiter auf der Erfolgwelle. Josh wird das Publikum im Bord Gáis Energy Theatre mit den Songs aus seinem siebten Studioalbum unterhalten.

Allen Besuchern wünsche ich eine aufregende Zeit in der Hauptstadt, Eure Nadine.

Nadine EckmannDie Autorin: Nadine Eckmann hat Theologie und Medienwissenschaften studiert. Sie lebt seit September 2015 in Dublin und absolviert einen Europäischen Freiwilligen-Dienst bei der Organisation „Friends of the Elderly Ireland“. Mit ihrem plüschigen Reisebegleiter „Zoe“ erkundet sie die Insel und vor allem die Hauptstadt Dublin.

Fotos: ILFD und Nadine Eckmann (2)

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