Irland im TV: Rätselhafte Moorleichen und Philomena

Irland TV-Tipp, Philomena

Judi Dench und Steve Coogan in dem Film „Philomena – Eine Mutter sucht ihren Sohn“

Irland imIrland TV-Tipp von irlandnews TV – die Irland-Fernseh-Woche auf Irlandnews. In den kommenden Tagen geht es im deutschen TV in 80 Steaks um die Welt und Wissenschaftler versuchen, das Geheimnis von Moorleichen zu lüften. Judi Dench sucht als Philomena ihren Sohn und Garfield kommt der irische Kobold Paddy bei seinen Strandplänen in die Quere.

 

Samstag, 24. September 2016, N-TV 5:15 Uhr: In 80 Steaks um die Welt

Irland TV-Tipps, In 80 Steaks um die Welt„Hochwertiges Fleisch hat seinen Preis und immer mehr Menschen sind bereit ihn zu bezahlen. Doch was genau ist ‚gutes‘ Fleisch? Wie werden die Tiere gehalten und wer sind die Bauern dahinter? Um diese und andere Fragen zu beantworten, reisen Bio-Landwirt Lucki Maurer und Fleischexperte Wolfgang Otto durch Irland und besucht Top-Züchter. Die n-tv Dokumentation begleitet ihn auf seinem spannenden Trip und blickt hinter die Kulissen der Produktion.“ (Senderinformation)

Wiederholungen: Samstag, 24. September 2016, N-TV 15:05 Uhr und Sonntag, 25. September 2016, N-TV 2:10 Uhr

 

Montag, 26. September 2016, ZDFinfo 18:45 Uhr: Das Geheimnis der Moorleichen

Irland TV-Tipp, Das Geheimnis der Moorleiche„1958 entdeckten Torfarbeiter in einem Moor einen menschlichen Schädel und riefen die Polizei. Die ging damals davon aus, dass der Kopf etwa ein Jahr lang im Moor gelegen habe.

Rund 30 Jahre und viele Untersuchungen später stand jedoch fest: Der „Worsley Man“ war brutal ermordet worden – vor 2000 Jahren. Der Film zeigt, wie diese und eine weitere jahrtausendealte Moorleiche in Irland mit Hilfe moderner forensischer Methoden untersucht werden.“ (Senderinformation)

 

Montag, 26. September 2016 ZDFinfo 20:15 Uhr: Rätselhafte Tote – Die mysteriöse Moorleiche

Irland TV-Tipp, mysteriöse Moorleiche„Clonycavan Man – eine 2500 Jahre alte Moorleiche – und dafür sehr gut erhalten. Doch was ist ihr Geheimnis? Warum ist die Moorleiche entzweit gefunden worden?

Begleiten Sie uns in das Irland der Eisenzeit. Clonycavan Man fiel den damaligen Strukturen und dem Glauben zum Opfer – er starb einen gewaltvollen Tod. Wir rekonstruieren das bewegende Leben des Mannes, der auch der Erfinder des Irokesenschnittes ist.“ (Senderinformation)

 

Montag, 26. September 2016, One ARD 20:15 Uhr: Philomena – Eine Mutter sucht ihren Sohn

Irland TV-Tipp, Philomena„Von „human interest stories“ und trivial menschelnden Schicksalsgeschichten hält der britische Journalist Martin Sixsmith so gar nichts. Oder besser: Er ist sich dafür zu fein. Doch nachdem er seinen prestigeträchtigen Regierungsauftrag durch eine unglückliche Formulierung verloren hat, muss er sich neu umschauen. Dabei gerät er zufällig an die fast 70-jährige Philomena Lee. Die gläubige Katholikin aus einfachen Verhältnissen ist nicht der Umgang, den der etwas blasierte, zum Zynismus neigende Medienprofi sonst pflegt.

Aber ihre tragische Geschichte, die sie 50 Jahre lang mit sich herumgetragen hat, klingt vielversprechend genug für eine Reportage in der Boulevardpresse: Als junges Mädchen hat sie Akkord in der Wäscherei einer irischen Schwesternschule gearbeitet. Durch eine flüchtige Liebelei schwanger geworden, zog sie sich den Unmut der autoritär herrschenden Ordensschwestern zu, die ihr den kleinen Sohn Anthony schließlich wegnahmen und zur Adoption freigaben. Hilflos und verzweifelt musste die junge Philomena mit ansehen, wie ihr Kind an eine wohlhabende amerikanische Familie gegeben wurde.

Jetzt, zu Anthonys 50. Geburtstag, entschließt sie sich, ihr Schweigen endlich zu brechen und nach ihm zu suchen. Sixsmith lässt sich darauf ein, der in seinen Augen erschreckend gutmütigen Frau auf der Suche nach dem verlorenen Sohn zu helfen. Bei den Ordensschwestern in Irland stoßen die beiden auf eine Mauer des Schweigens. Dennoch schaffen sie es, in den USA Anthonys aktuellen Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Dessen „neue“ Identität sorgt aber für einen Schock, der die gesamte Mission infrage stellt.

Unter der Regie von Stephen Frears bietet „Philomena“ ein Spiel mit starken Emotionen und feiner Ironie. Von Hauptdarsteller Steve Coogan, der auf die wahre Geschichte gestoßen ist, stammt das Drehbuch nach dem Roman „The Lost Child of Philomena Lee“ von Martin Sixsmith. Oscar-Preisträgerin Judi Dench läuft dabei als Philomena zu Hochform auf. Neben einem spannenden Plot bietet das Drama humorvolle Seitenhiebe auf das britische Klassendünkel und subtile Gesellschaftskritik. (Senderinformation)

Wiederholung: Montag, 26. September 2016, One ARD 23:45 Uhr

Dienstag, 27. September 2016, KiKa 12:25 Uhr: Garfield – Gutes Wetter, schlechte Stimmung

Irland TV-Tipp, Garfield„Da die Wetteraussichten blendend sind, beschließt Jon mit Liz einen Kurzurlaub am Strand zu verbringen. Garfield und Odie sollen solange bei Tante Ivy leben. Beide sehen schon Tage der Knechtschaft auf sich zukommen. Da kommt unverhofft der Kobold Paddy aus Irland durch ein unterirdisches Tunnelsystem in Jons Haus, samt dem schlechten irischen Wetter.

Der Strandurlaub fällt aus, bis Jon erfährt, dass in Irland traumhaftes Sommerwetter herrscht. Kurzerhand fährt er mit Liz nach Irland. Garfield, Odie und Paddy flüchten vor Tante Ivy durch das Tunnelsystem nach Irland und nehmen dabei leider gleich das schlechte Wetter wieder mit.“ (Senderinformation)

Wiederholung: Donnerstag, 29. September 2016, HR 5:00 Uhr

 

Zusammenstellung: Antje Wendel
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Die Geschichte der Puxley-Familie auf Beara

Das Puxleys Mansion in seiner ganzen Pracht. als Postkartenmotiv

Puxleys Mansion auf Dunboy in seiner ganzen Pracht als Postkartenmotiv

Geschichten von der Beara-Halbinsel im Süd-Westen Irlands (Teil 10)

von Peter Bernhardt* 

Wir setzen den Geschichten-Zyklus über das ländliche Irland an der Atlantikküste fort. Geschrieben von unserem Freund Peter Bernhardt. Er forscht gern in der Vergangenheit und lässt ein Stück „altes Irland“ lebendig werden. Heute erzählt uns Peter die Geschichte einer interessanten Familie, die das Leben auf Beara 200 Jahre lang mit geprägt hat: Die Puxleys. 

Dies ist die Geschichte einer Familie, die fast 200 Jahre eine wichtige Rolle auf der Beara Peninsula spielte: Die Puxleys. Ursprünglich stammt die Familie aus England, vermutlich aus der Gegend um Passenham/Northamptonshire. Immerhin findet man dort ein Townland und eine Straße mit dem Namen Puxley. Henry Puxley (geboren 1685) kam zunächst nach Galway, wo er Edward Eyre als Land Agent diente. Zwei seiner Söhne, Henry und John, machten sich um 1723 auf den Weg, um auf der Beara-Peninsula ihr „Glück“ zu finden.

Henry der Jüngere, der ebenfalls Gutsverwalter wie sein Vater war, pachtete hier Land zur eigenen Nutzung. Schon recht bald gingen Henry und John mit dem lokalen Clan der O’Sullivans geschäftliche Verbindungen ein, die auf hoch-profitablem Schmuggelhandel basierte. Wolle wurde exportiert, das war verboten. Brandy, Wein und Tabak wurden illegal eingeführt. Das Geschäft florierte. Doch Morty Og O’Sullivan hatte neben seiner Tätigkeit auch noch eine andere Einnahmequelle. Er rekrutierte arme Bauernjungen für die französische Armee, und das geschah nicht immer auf die feine Art. Und so häuften sich die Beschwerden der Eltern bei den Puxleys, die aus ihrer Loyalität zur englischen Krone keinen Hehl machten und Morty Og bei der Obrigkeit in Cork anzeigten. Das führte schließlich zur Todfeindschaft der beiden „Handels-Partner“.

Das Mansion als Ruine im späten 20. jahrhundert

Das Mansion als Ruine im späten 20. Jahrhundert

Henry ging zurück nach Galway aufs Altenteil, John blieb. Übrigens: John kämpfte in der englischen Armee in der Schlacht bei Culloden (Schottland) im Jahre 1746 gegen die Schotten. Angeblich ist er aus Schottland geflohen – auf einem Schiff, das Morty Og O’Sullivan gehörte. Die Auseinandersetzung zwischen John und Morty Og jedenfalls fand im März 1754 ihren Höhepunkt. Als sich John mit seiner Familie auf dem Weg zur Kirche befand, wurde er von Morty Og erschossen. Morty Og war danach ein „Vogelfreier“ und wurde von nun an gejagt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Johns Sohn, wiederum ein Henry, erbte das Land von Dunboy bei Castletownbere und tat alles, um den Besitz zu vergrößern. 1771 heiratete er Sarah Lavallin. Seither tragen die Puxleys auch den Namen Lavallin. Das Paar bekam einen Sohn, John Lavallin Puxley (1772 – 1856), später bekannt als Copper John.

Copper John Puxley

Copper John Puxley

Copper John heiratete Sarah Hobbs und bekam mit ihr acht Kinder. Es ist überliefert, daß nur eine Tochter die Eltern überlebte, alle anderen starben wohl recht früh. John beglich alle Schulden, die auf dem Lavallin-Besitz lasteten und erwarb darüber hinaus auch das Annesley-Anwesen in Berehaven. John war außerdem auch „High Sheriff of the County of Carmarthenshire (Wales) im Jahre 1832. Dort hatte er auch ein großes Georgian Herrenhaus erworben.

Schon zur Bronze-Zeit hatte man auf der Beara-Halbinsel Kupfer gefunden, und da dieses Metall im 19. Jahrhundert ein begehrter Rohstoff wurde, erwarben vier Männer die Schürfrechte für die Berge von Allihies, um von diesem Boom zu profitieren.

John gehörten nur 4/21 der Schürfrechte in den Kupferminen von Allihies. Die Mehrheit besaß ein Robert Hedges-Eyre, doch im März 1812 konnte Copper John die Anteile von Eyre pachten und hatte damit freie Hand. Als Fachleute holte John erfahrene Minen-Arbeiter aus Cornwall. Einer der ersten Manager war der walisische Minen-Captain Edward Nettle, mit einem Jahresgehalt von 100 englischen Pfund, während die irischen Arbeiter mit dem damals weniger wertigen irischen Pound abgefunden wurden.

Im Mai 1812 listet das account book der Minengesellschaft 18 Arbeiter, 2 Bergleute,1 Jungen und 6 Handwerker  auf – Zimmermann, Fassbinder, Steinmetz, Maurer und Schmied. Schon im Oktober des gleichen Jahres gabs den ersten Unfall. Der Schmied John Harrington verunglückte tödlich. Seine Witwe wurde mit einer monatlichen Rente von 1 pound und 2 Shillingen für ein Jahr abgespeist. Danach mußte sie, so ist es in den Dokumenten festgehalten, das Handwerkszeug ihres Mannes verkaufen, um mit dem Erlös ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Im Juni 1813 verunglückte wieder ein Arbeiter und dessen Witwe bekam den gleichen Betrag für ein Jahr. Schon im März 1813 stellte man 25 Frauen ein, um das geförderte Erz aufzuarbeiten. Das Geschäft begann aber erst richtig zu laufen, als man in der Mountain Mine auf eine außergewöhnlich dicke Erz-Ader stieß. Das brachte eine tiefgreifende Veränderung für das Leben der Leute auf der Beara Halbinsel. Doch das könnte eine andere Geschichte werden. Copper John, so wurde berichtet, nahm täglich den beschwerlichen Weg von Dunboy nach Allihies auf sich, um in den Minen selbst die Aufsicht der Förderung des Kupfers zu übernehmen. Trotzdem wird er als umsichtiger Arbeitgeber beschrieben. Die Puxleys waren für viele Jahre der größte Arbeitgeber in der Region.

John, der zweite Sohn von Copper John, wuchs in Wales auf und wurde in Eton und Oxford ausgebildet. Er heiratete Fanny Rosa Maria White, Tochter von Simon White of Glengarriff und Nichte des 1. Earl of Bantry. Aus dieser Ehe stammen fünf Kinder.

henry-puxley

Henry Lavallin Puxley

Henry, der Zweitälteste, übernahm die Geschäfte nach dem frühen Tode seines älteren Bruders John.  Auch er wurde „High Sheriff 1864 in Carmarthenshire“ und ein Jahr später auch “High Sheriff in Cork“. Er hatte die Idee, der Burg in Dunboy einen repräsentativen Anbau zu geben. Den Plan dazu entwarf der Architekt John Christopher. Und 1866 begann man mit der Ausführung. Die Bauaufsicht hatte der Architekt E.H. Carson, der Vater des später umstrittenen Politikers und Staatsmanns Sir Edward Carson. Schon im Oktober 1867 bekam der Anbau sein Dach und der ältere Teil der Burg wurde dem Neubau angepaßt. Es entstand das Gebäude, das heute als Puxleys Mansion und als eine der größten Bau-Ruinen im Westen Irlands bekannt ist. Doch auch das ist eine andere Geschichte . . .  

Henry Puxley heiratete Katherine Ellen Waller, doch sie starb 1872 im Alter von gerade einmal 36 Jahren und wurde auf dem protestanischen Friedhof in Adrigole beerdigt. Einige Quellen berichten, sie sei im Kindbett gestorben, doch andere verschweigen dies. Die Geschichte ist überliefert, daß John traurig und depremiert nach der Beerdigung vom Friedhof kommend seinem Kutscher den Befehl gab, nicht nach rechts zum Castle nach Dunboy abzubiegen, sondern nach links, um Irland zu verlassen. Er kam nie wieder nach Irland zurück. Henry „tröstete“ sich später mit Adeline Nepean, der jüngsten Tochter von General Charles W. Nepean. Sie bekamen acht Kinder.

Das fünfte Kind, Henry Edmund Lavallin (1866-1900) heiratete Eliza (Jane Elza) Halahan. Sie hatten zwei Kinder: Henry Walter und John Paul. John Paul war gerade ein halbes Jahr alt, als der Vater starb. Er und sein Bruder verbrachten jeweils ein halbes Jahr in der Schweiz und ein halbes Jahr bei den Großeltern von Eliza in The Glebe, einem Haus ganz in der Nähe von Dunboy. John hat einmal geäußert, daß diese sechs Monate in Glebe zu den glücklichsten in seinem Leben gehörten. Mutter Eliza heiratete ein zweites Mal und fortan lebte die Familie in Dublin. Eliza starb 1965 im Alter von 93 Jahren. Kurz vor ihrem Tod hat sie Dunboy noch einmal besucht, zusammen mit ihrem Sohn John Paul, Mitglied der Royal Navy. John Paul war der Letzte aus dem Puxley-Dunboy-Familien-Zweig.


Tipp: Mehr über Dunboy, Puxleys Mansion und Dunboy Castle gibt es hier zu lesen. Klick.


1921 war das Ehepaar Thomas als Hausmeister ins Puxleys Mansion nach Dunboy gekommen. Das war während des Unabhängigkeits-Krieges und es gab das Gerücht, das schlossähnliche Herrenhaus solle Basis der Britischen Armee werden. Daraufhin setzte die Irish Republican Army am 9. Juni 1921 das stattliche Gebäude in Brand. Kein Wunder, die O’Sullivans hatten Puxleys Mansion mit einem Fluch belegt. Es hieß lange: „Eines Tages werden Kühe durch die Hallen wandeln“! Und so ist es gekommen. Albert Thomas, der Hausmeister, war gerade ein paar Wochen im Amt, als er mit ansehen mußte, wie das Herrenhaus in Flammen aufging. Er bedauerte später in seinen Memoiren, daß all das wertvolle Silber und die Glaswaren mit verbrannten.

Die schönste Ruine Südwest-Irlands – bis sich der Fluch der O'Sullivans wiederholen sollte . . .

Die schönste Ruine Südwest-Irlands – bis sich der Fluch der O’Sullivans wiederholen sollte . . .

Die Puxleys bekamen 50.000 Pfund Sterling als Entschädigung, gefordert hatten sie allerdings 130.000.  Im Mai 1926 kam dann der gesamte Besitz unter den Hammer. Interessiert war die C.I.E. (Ireland’s national public transport provider), die das Herrenhaus zu einem Hotel umbauen wollten. Das stieß aber auf keine Gegenliebe und so waren sie schnell aus dem Geschäft. Übrig blieben zwei Bewerber: Ein junger, noch unmündiger Jesuit, hatte von seinen Eltern etwas geerbt und wollte Puxleys Mansion für seinen Orden erwerben. Sein Vormund limitierte allerdings die Erwerbsumme auf 2000 Pfund Sterling. Damit hatte Maurice D. Power, ein Einheimischer, die Chance, mit 20 Pfund mehr Einsatz das Anwesen zu ersteigern.

Von der IRA 1921 angezündet, zierte das Herrenhaus lange ohne Dach als schöne Ruine die Landschaft von Dunboy.

Von der IRA 1921 angezündet, zierte das Herrenhaus lange ohne Dach als schöne Ruine die Landschaft von Dunboy.

Und noch eine kleine Anekdote: Die späteren Mitglieder der Familie Powers haben erkannt, daß das Mansion und die nahegelegenen Ruinen des O’Sullivan Castles eine Touristen-Attraktion sind und gaben es gegen einen geringen Eintritts-Preis zur Besichtigung frei. Dazu hatten sie am Eingangs-Tor eine Box aufgehängt, wo man den Obolus ehrlich entrichten konnte. Eines Tages befand sich darin das geforderte Eintritts-Geld mit einem Zettel, auf dem stand: “Ich bezahle diesen Eintritt nur unter Protest, denn das Castle war einst im Besitz meiner Familie.“

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Die Neu-Erfindung von Puxleys Mansion in den Celtic-Tiger-Jahren: Es bleibt bis heute eine Bau-Ruine . . .

Es heißt, daß die Ruine von Puxleys Mansion zu den schönsten in Irland gehörte. Heute strahlt das Äußere des Gebäudes in neuem Glanz. Es wurde für viele Millionen restauriert. Doch dann ging das Geld aus und das Innere ist „hohl“ und die Appartement-Bauten im Hintergrund verschandeln die schöne Landschaft am Meer. Wiederholt sich damit der Fluch der O’Sullivans und Puxleys Mansion verfällt ein weiteres Mal? 

Der Stammbaum der Puxleys

Der Stammbaum der Puxleys

Zum Schluss ein Buch-Tipp: Die Geschichte der Puxleys hat die Schriftstellerin Daphne du Maurier in ihrer Novelle Hungry Hill verarbeitet. Das Buch gibt es auch auf Deutsch und heißt dort: Die Erben von Clonmere. Die bekannte Schriftstellerin, die eine Affäre mit einem Puxley hatte, kommt mit der Erzählung der Realität verblüffend nahe – obwohl sie Dunboy und die Beara Halbinsel nie bereist hatte.

Peter in Clogher 2013_IMG_1710Der Autor: Peter Bernhardt lebt seit dem Jahr 2000 in Eyeries auf der Beara Peninsula in West Cork. Bis zu seinem Ausscheiden aus seinem Arbeits-Leben war er Art Direktor und Werbeleiter. Seine Liebe zu Irland hat er 1967 auf einer fünfwöchigen Fahrradtour durch den Süden entdeckt. Danach folgten mehrere Irland-Urlaube mit Familie, bis 1987 ein altes Cottage seine Aufmerksamkeit weckte und darum warb erworben zu werden. Peters Interessen sind unter anderem Archäologie, lokale Geschichte und Storytelling

Peters Geschichten von der Beara Peninsula erscheinen regelmäßig hier auf Irlandnews.

Fotos: Peter Bernhardt (5), André Bernhardt (1). Stammbaum:Peter Bernhardt.

Irland im TV: Musik in Clare und das perfekte Steak

Irland TV-Tipp, In 80 Steaks um die Welt

Irland imIrland TV-Tipp von irlandnews TV – die Irland-Fernseh-Woche auf Irlandnews. In den kommenden Tagen gibt es im deutschen TV den historischen Spielfilm Wenn die Ketten brechen und das Magazin pur+ begleitet die 13jährige Maria zu einem Boxwettkampf nach Dublin. Es geht zum Matchmaking Festival nach Lisdoonvarna und mit Max Moos in Europas Norden.  Im County Clare spielt die Musik und mit dem Film P. S. Ich liebe Dich wird es Mitte der Woche romantisch. Es geht auf legendären Routen entlang des Golfstroms und auf der Suche nach dem perfekten Steak durch Irland.

 

Samstag, 17. September 2016, ZDF 1:55 Uhr: Wenn die Ketten brechen

Irland TV-Tipp, Wenn die Ketten brechen„Irland, 19. Jahrhundert: Ein hitzköpfiger junger Mann wird zum Helden der Widerstandsbewegung der Iren gegen die englische Krone und gewinnt das Herz der Tochter des Rebellenführers.

Eine durchgehend spannende Abenteuer-Unterhaltung, lebendig und schauprächtig inszeniert nach den klassischen Regeln des Genres. Rock Hudson spielt den Mantel-und Degen-Helden Michael Martin, Barbara Rush die eigensinnige Aga Doherty.

Michael Martin (Rock Hudson) kämpft auf seine eigene Art für die Freiheit des Landes – durch Überfälle. Das erbeutete Geld soll in die Kassen der Rebellen fließen. Doch eines Tages wird er beinahe gestellt und muss aus der ihm vertrauten Umgebung, dem Ort Ballymore, flüchten. Ein vermeintlicher Pfarrer nimmt ihn auf seinem Pferdewagen mit und gewährt ihm Schutz und Unterschlupf in Dublin.

Doch der Gottesmann ist kein Geringerer als John Doherty (Jeff Morrow), der unter dem Tarnnamen Captain Thunderbolt als einer der größten irischen Freiheitskämpfer agiert. Als Captain Lightfoot wird Michael in die Familie und die gesellschaftlichen Kreise um Doherty eingeführt und macht so auch die Bekanntschaft von Dohertys eigenwilliger Tochter Aga (Barbara Rush).

Doherty betreibt in Dublin einen Spielsalon, doch erhält er Konkurrenz durch den englischen Lord Sir George. Als John und Michael dessen Angebot, sich aufkaufen zu lassen, ablehnen, kommt es bald darauf zu einem Überfall auf Dohertys Etablissement, in dessen Folge Michael gefangen genommen wird. Als Doherty ihn befreien will, geraten sie in eine Falle. Doch beide können fliehen, und Doherty muss sich fortan verstecken.

Selbst Aga soll nicht wissen, wo ihr Vater sich aufhält. Doch als sie und Michael sich näherkommen und dieser sich erweichen lässt, ihr den Aufenthaltsort des Vaters preiszugeben, führt sie in ihrer naiven und stürmischen Art die Engländer auf die Fährte Dohertys und Michaels und bringt das Leben der beiden Männer, die sie am meisten liebt, in große Gefahr.“ (Senderinformation)

 

Samstag, 17. September 2016, ZDF 6:20 hr: pur+ – Eric im Boxring

Irland TV-Tipp, pur+ Eric im Boxring„Voll auf die Zwölf! Boxweltmeisterin Christina Hammer trainiert „pur+“-Moderator Eric Mayer. Wie schmerzhaft ist das Training? Kann er im Abschlusskampf auch nur einen einzigen Treffer landen?

Zwei Tage trainiert Eric mit der viermaligen Weltmeisterin im Mittelgewicht. Wie schnell macht sie ihn körperlich und mental fit? Welche Angriffs- und Abwehrtechniken lernt er? Und traut er sich überhaupt, seine Faust in die Richtung ihres Gesichtes zu lenken?

Boxen ist mehr als nur Aggressionen abbauen. Der Sport hilft auch dabei, Selbstbewusstsein und mentale Stärke aufzubauen. So wie bei Maria. Die 13-Jährige boxt erst seit einem Jahr. Dabei zeigt sie einen so starken Kampfeswillen, dass ihr Trainer sie ermutigt, an einem internationalen Wettkampf teilzunehmen. „pur+“ hat Maria zu ihrem Kampf nach Dublin begleitet. Wie wird das Mädchen gegen größere und erfahrenere Boxerinnen bestehen?“ (Senderinformation)

Wiederholung: Sonntag, 18. September 2016, KiKa 19.25 Uhr

 

Samstag, 17. September 2016, arte 14:00 Uhr: Yourope – Big Love – Wie junge Europäer zueinander finden

Irland TV-Tipp Yourope„Dem Internet und mittlerweile unzähligen Online-Dating-Portalen zum Dank, kann der nächste Flirt nur einen Wisch weit weg sein – die Auswahl an potentiellen Partnern scheint endlos. Die Suche nach Zweisamkeit mag für viele Großstädter zu einem Spiel geworden zu sein, für manche ist sie bitterernst. Denn für sie geht es nicht um unverbindliches Chatten oder Flirten, sie suchen nach einer Braut oder einem Bräutigam. Zum Beispiel die Singles, die sich bei „Muzmatch“ angemeldet haben, einer Dating-App aus London speziell für Muslime. Hier geht es nicht allein um Äußerlichkeiten, sondern auch darum in Fragen der Religiosität zu matchen.

 

Sonntag, 18. September 2016, SWR 6:45 Uhr: Fjorde, Felsen und Eisbeger – Europas Norden

Irland TV-Tipp, Europas Norden„Ausgangspunkt dieser Reise zu UNESCO Welterbestätten in Europas Norden ist Deutschlands nördlichster Punkt. Der Ellenbogen. So genannt nach der Form einer Halbinsel im Norden von Sylt. Von hier aus reist Max Moor über Irland, Schottland und Norwegen nach Island. Enden wird die Reise in Grönland, dem Geburtsland der Eisberge.

„Es ist eine Stätte, deren Magie weit aus Raum und Zeit, weit aus dieser Welt hinaus führt !“, so der irische Schriftsteller George Bernard Shaw über die irische Insel Skellig Michael. Diese Insel kann man vom kleinen Ort Portmagee nur erreichen, wenn sicher ist, dass dort angelegt werden kann. Stündlich kann hier im äußersten Südwesten Irlands die Witterung wechseln. Skellig Michael ist nach dem Erzengel Michael benannt, dem Bekämpfer des Teufels und Fürsprecher der Menschen bei Gott. Niemand lebt auf dieser Insel. Stein auf Stein haben irische Mönche die dicken Mauern ihres Klosters gebaut das von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Es gibt wenig Überliefertes. Ein paar Schriften. Eintragungen. Die Gründer des Klosters aber sind unbekannt. Warum die Mönche das Kloster verlassen haben weiß man auch nicht. Wie muss man sich die Mönchsgemeinschaft vorstellen? Wie haben sie hier gelebt? Wie lange ist der Einzelne hier geblieben? Wie viele waren es? Es gibt viele Fragen zu Skellig Michael, auf die es keine Antworten gibt.“ (Senderinformation)

 

Mittwoch, 21. September 2016, ARD 1.05 Uhr: County Clare – Hier spielt die Musik

0708_BR_Clare„Irland in den späten 1970er-Jahren: Wie jedes Jahr probt der Folk-Musiker John Joe mit seiner Amateurband für den großen Dubliner Ceilidh-Wettbewerb, den er schon mehrmals hintereinander gewonnen hat. Diesmal muss der Virtuose allerdings gegen einen besonders erbitterten Konkurrenten antreten: Ausgerechnet sein kleiner Bruder Jimmy hat sich für die Endausscheidung angemeldet. Eine ausgesprochen brisante Wiederbegegnung, denn Frauenheld Jimmy hat vor 18 Jahren John Joes große Liebe, die Klavierspielerin Maisie, verführt. Anschließend wanderte er nach Liverpool aus und ließ die schwangere Maisie allein zurück. Bis heute hat Jimmy sich nicht zu seiner Tochter Anne bekannt. Und Anne, die ihren Vater noch nie gesehen hat, ist mittlerweile zu einer begabten jungen Musikerin herangewachsen und spielt Geige in John Joes Band. Als sie sich in den mit Jimmy angereisten Flötisten Teddy verliebt, sind dementsprechend weitere familiäre Konflikte vorprogrammiert. Während John Joe und Jimmy sich mit allen Mitteln bekämpfen, taucht obendrein plötzlich ein weiterer Konkurrent auf, der ihnen die Show stiehlt: ihr jüngster Bruder Padjo.

Der britische Regisseur John Irvin hat sich in seiner bislang mehr als 20 Kinofilme umfassenden Karriere mit Kriegsfilmen wie „Die Hunde des Krieges“ (1980) und „Hamburger Hill“ (1987) einen Namen als Genrespezialist gemacht, aber auch eine Reihe von subtilen, eher introvertierten Melodramen wie „Ozeanische Gefühle“ (1985) und „Ein Sommer am See“ (1995) inszeniert. Mit der stimmungsvollen Komödie „County Clare – Hier spielt die Musik“ schuf er eine sympathische Familienkomödie, die besonders durch die atmosphärische Zeichnung eines traditionellen Ceilidh-Wettbewerbs und seine skurrilen Musiker-Figuren überzeugt. In den Hauptrollen sind die beiden Charakterköpfe Colm Meaney und Bernard Hill zu sehen.“ (Senderinformation)
Mittwoch, 21. September 2016, RBB 22:45 Uhr: P. S. ich liebe Dich

Irland TV-Tipp, P.S. Ich liebe Dich“Holly (Hilary Swank) und Gerry (Gerard Butler) haben jung geheiratet. Nach zehn bewegten Jahren, in denen das Paar sich leidenschaftlich geliebt und gestritten hat, schlägt das Schicksal zu: Gerry stirbt an einem Hirntumor. Die trauernde Witwe will sich für immer in der gemeinsamen Wohnung verkriechen, auch Barkeeper Daniel (Harry Connick jr.), der sie mit seinem rauen Charme aus dem Schneckenhaus herauslocken will, kann sie nicht erreichen. Zum 30. Geburtstag bekommt Holly unverhofft eine Torte geschenkt, die von Gerry geschickt wurde. Sein Versprechen, sie nie zu verlassen, löst er auch posthum ein und wird so zu ihrem Begleiter in ein neues Leben. Über ein Jahr hinweg erhält sie nun seine Briefe, in denen er ihr ermunternde kleine Aufgaben stellt: Sie soll mit ihren Freundinnen einen draufmachen, ein sexy Kleid kaufen oder endlich eine neue Nachttischlampe besorgen. Jede dieser mit Bedacht ausgewählten Aufforderungen schließt mit dem Postskriptum “Ich liebe dich”. Auch einen Urlaub mit ihren beiden besten Freundinnen in Irland, Gerrys Heimat, setzt er auf die heimlich angefertigte To-do-Liste. Dort wird sie – nicht ohne Hintergedanken – über ein paar Umwege seinen Jugendfreund William (Jeffrey Dean Morgan) kennenlernen. Ist Holly bereit für einen Neuanfang?

Die Romanze entstand nach einem Bestseller von Cecelia Ahern, der Tochter des ehemaligen irischen Ministerpräsidenten Bertie Ahern. Regisseur Richard LaGravenese, aus dessen Feder die Drehbücher für “Die Brücken am Fluss” und “Der Pferdeflüsterer” stammen, verlegt den Schauplatz von Dublin nach New York und gibt der bewegenden Lektion über Trauerarbeit damit eine weitere Facette. Aus Rückblenden erfährt man, wie die temperamentvolle New Yorkerin auf einem Europatrip nach Irland kommt, dort den kernigen Gerry kennenlernt und sich auf der Stelle verliebt. Im Laufe der Geschichte wird der Verstorbene immer lebendiger, um sich schließlich wieder ins Reich der schönen Erinnerungen zu verabschieden. Die zweifache Oscar-Preisträgerin Hilary Swank und Frauenschwarm Gerard Butler geben das tragische Liebespaar; namhafte Nebendarsteller wie die Oscar-Preisträgerin Kathy Bates als Hollys Mutter sorgen für burleske Momente.” (Senderinformation)

 

Freitag, 23. September 2016, ServusTV 7:55 Uhr: Auf legendären Routen – Im Kielwasser des Golfstroms

Irland TV-Tipp, Auf legendären Routen - Golfstrom„Der Golfstrom ist eine der mächtigsten Meeresströmungen der Welt. Er wärmt das Wasser zahlreicher Küsten und dient unzähligen Spezies als Lebensraum. Von Irland nach Neufundland, Kanada, vorbei an den Azoren, den Kanarischen Inseln, dem afrikanischen Inselstaat Kap Verde und Florida, zeigt die Dokumentation die tatsächlichen Auswirkungen dieser mächtigen Meeresströmung und begegnet dabei den Menschen, die an seinen Ufern leben. Fischer, Wissenschaftler, Fischzüchter, Segler – sie alle leben vom Golfstrom.“ (Senderinformation)

 

Freitag, 23. September 2016, N-TV 21:05 Uhr: In 80 Steaks um die Welt

Irland TV-Tipps, In 80 Steaks um die Welt„Hochwertiges Fleisch hat seinen Preis und immer mehr Menschen sind bereit ihn zu bezahlen. Doch was genau ist ‚gutes‘ Fleisch? Wie werden die Tiere gehalten und wer sind die Bauern dahinter? Um diese und andere Fragen zu beantworten, reisen Bio-Landwirt Lucki Maurer und Fleischexperte Wolfgang Otto durch Irland und besucht Top-Züchter. Die n-tv Dokumentation begleitet ihn auf seinem spannenden Trip und blickt hinter die Kulissen der Produktion.“ (Senderinformation)

Zusammenstellung: Antje WendelMerken

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Die Geschichten von Darby, Tadhg und Maggie

Kirche Eyeries

Saint Kentigern war im 19. Jahrhundert das Zentrum des Lebens der Menschen von Eyeries

Geschichten von der Beara-Halbinsel im Süd-Westen Irlands (Teil 9)

von Peter Bernhardt* 

Wir setzen den Geschichten-Zyklus über das ländliche Irland an der Atlantikküste fort. Geschrieben von unserem Freund Peter Bernhardt. Er forscht gern in der Vergangenheit und lässt ein Stück „altes Irland“ lebendig werden. Heute erzählt uns Peter weitere wahre Geschichten, die das Leben im Dörfchen Eyeries auf Beara im 19. Jahrhundert schrieb. 

Darby und Mary heirateten im April 1849. Selbst nach vielen Jahren stellte sich kein Nachwuchs ein. Der Priester von Eyeries ermunterte Darby, doch endlich einmal etwas an seinem Anwesen zu verbessern, das inzwischen schon ein wenig heruntergekommen war. Doch Darby meinte, es hätte keinen Sinn, zumal er ja keinen Erben hätte, dem er die Farm übergeben könne. Doch der Priester ließ nicht locker und drängte Darby immer wieder, etwas an der Farm zu verbessern und versprach ihm, er würde schon irgendwann ein Kind bekommen. Darby tat, was ihm der Priester geraten hatte, und im März 1865, 16 Jahre nach der Hochzeit, wurde ihnen der ersehnte Sohn geboren.

Die neuen Kirchenfenster – erst vor einigen Jahren gestiftet von Familien im Dorf.

Die neuen Kirchenfenster – erst vor einigen Jahren gestiftet von Familien im Dorf.

Dan war ein Champion im Mähen von Heu mit der Sense, und seine Dienste waren bei den größeren Farmern sehr gefragt. Eine Zeitlang war er bei der Dunboy Farm eingestellt und es sollte zu einem Wettkampf mit einem anderen Mann kommen. Wer von ihnen würde in einer vorgegebenen Zeit das meiste Heu mähen? Als die Dinner Time heranrückte, hatte Dan schon einen guten Vorsprung vor seinem Herausforderer. Der machte sich Gedanken, wie er Dan stoppen könnte und mischte in einem günstigen Augenblick ein bestimmtes Salz in Dans Getränk. Gegen Abend tat das Getränk seine Wirkung. Dan mußte jetzt öfters unterbrechen und über den Zaun hinweg der Natur freien Lauf lassen. Der „Ruf der Natur“ wurde aber immer schlimmer und so kam, was kommen mußte: Dan konnte nicht mehr rechtzeitig die Hosen runter lassen und „beschmutzte“ sich. Der Herausforderer hatte inzwischen gut aufgeholt. Doch er sollte sich täuschen: Dan zog einfach seine Hose aus, mähte nackt weiter und gewann der Wettbewerb!

Big Patrick war ein großartiger Charakter mit wunderbarem Gefühl für Humor. Es ergab sich, daß Patrick Vater von Zwillingen wurde (ca. 1900). Nach der Tauf-Zeremonie übergab Patrick dem Priester einen Umschlag mit dem üblichen Obolus für ein Kind. Als der Priester den Umschlag öffnete und sah, daß da nur das Geld für ein Kind war, rief er Patrick zu sich: „Komm her Patrick, hast Du nicht Zwillinge bekommen? Du hast nur für ein Kind bezahlt“. „Das ist richtig, Vater“ antwortete Patrick: „Zwei kamen – aber es war nur eins von mir bestellt.“

Tadhg Riobard war als exzellenter Athlet bekannt. Es wird erzählt, daß er einstens in der Mitte des 19. Jahrhunderts einen Hasen im Lauf gefangen hat. Er war aber auch als hervorragender Springer bekannt. Eines Tages arbeitete Tadhg für Gillman, einen Hotelbesitzer, der zu diesem Zeitpunkt ein paar Gäste hatte, von denen sich einer brüstete, ein guter Springer zu sein. Gillman wettete fünf Pfund, daß er einen Mann kenne, der aber noch viel besser sei. Der Test sollte ein sechs Fuß, also etwa 1,80 Meter (!) hohes Eisentor sein, das auf der Oberseite auch noch mit spitzen Zacken versehen war. Tadhg Riobard wurde gerufen, als er gerade dabei war, den Torf zu stechen. Spät am Abend kam Tadhg in seiner gewöhnlichen Arbeitskleidung, den Spaten über der Schulter, und übersprang das Tor um einige Inches souverän. Gillman gewann die fünf Pfund, gab aber Tadhg noch nicht einmal keinen Half-Penny ab. Jahre später wanderte Tadhg in die USA aus. Eines Nachts brach ein Feuer im Haus aus. Um den Brand zu entkommen, sprang Tadhg aus dem oberen Fenster – in den Tod.

Eyeries IrlandMaggie (geb. 1870) wanderte nach Butte (Montana) aus, wo sie einen Armagh-Mann heiratete. Später zogen sie weiter in ein Bergbau Camp nach British Columbia, Canada. Eines Nachts, während die Männer unter Tage arbeiteten, wurde das Camp von einem Erdrutsch verschüttet und begrub alle schlafenden Frauen und Kinder im Schlaf – auch Maggie, deren Tochter und eine Nichte.

Mike war auf dem Rückweg vom Sein Fishing, damals eine häufig angewendete Form des Fischfangs, als sein Boot ganz in der Nähe von Caherkeem auf einen knapp unter der Wasseroberfläche ruhenden Felsen auffuhr und kenterte. Mike konnte sich nicht retten und ertrank – und mit ihm vier weitere Männer. Nur ein Mann überlebte den Unfall, der sich Mitte des 19. Jahrhunderts ereignet hatte. Mikes Frau rief den Priester und bestürmte ihn, er möge doch alles daransetzen, den Leichnam Mikes zu finden. Darauf hin nahm der Priester sich an einem ruhigen Tag ein Boot, zündete eine gesegnete Kerze an, platzierte sie in einem Bündel Stroh, setzte es aufs Wasser und überließ es der Strömung. Nach einer Weile begann das Bündel Stroh mit der gesegneten Kerze darin sich zu drehen. Das nahm der Priester als Zeichen und verkündete Mikes Frau, daß der Körper ihres Mannes mit Sicherheit gefunden wird. Und so geschah es auch. Mikes Leichnam war von der Strömung abgetrieben worden und wurde in der Nähe von Travara gefunden. Die Leichname der vier anderen Männer blieben spurlos verschwunden.

Darby war Schreiner und ein Mann mit viel Sinn für Humor. Er lebte in der Zeit der großen Hungersnot, der Famine. Als er wieder einmal den Auftrag für einen Sarg bekam, entschied er, diesen Sarg selbst einmal auf Größe und Komfort auszuprobieren. Er trug den Sarg hinaus vor seine Werkstatt, legte sich in voller Länge hinein und rauchte sein Pfeifchen. Johanna, seine Frau, kam des Weges und sah den Qualm und dachte, der Sarg hätte sich entzündet. Sie rannte ins Haus und kam mit einem Eimer voll Wasser, den sie über den Sarg schüttete und ihren Darby damit fast ertränkte. Eine bemerkenswerte Fügung: Die nächste Person, die in diesen Sarg gelegt wurde, war tatsächlich Darby selbst – diesmal allerdings tot.

Fortsetzung folgt . . . 

Peter in Clogher 2013_IMG_1710Der Autor: Peter Bernhardt lebt seit dem Jahr 2000 in Eyeries auf der Beara Peninsula in West Cork. Bis zu seinem Ausscheiden aus seinem Arbeits-Leben war er Art Direktor und Werbeleiter. Seine Liebe zu Irland hat er 1967 auf einer fünfwöchigen Fahrradtour durch den Süden entdeckt. Danach folgten mehrere Irland-Urlaube mit Familie, bis 1987 ein altes Cottage seine Aufmerksamkeit weckte und darum warb erworben zu werden. Peters Interessen sind unter anderem Archäologie, lokale Geschichte und Storytelling

Peters Geschichten von der Beara Peninsula erscheinen regelmäßig hier auf Irlandnews.

Fotos: Peter Bernhardt

Die Story von Paddy und dem Apfel-Monster

Apple Irland

Irlands Regierung führt uns gerade klar wie nie vor Augen, warum so viele Menschen in Europa die Schnauze gestrichen voll haben von der etablierten Politik. Die Europäische Union bringt endlich die Courage auf und fordert von Apple, einem der mächtigsten Unternehmen der Welt, ein Teil des Geldes zurück, dass der Tech-Konzern mit Hilfe der irischen Regierung seit dem Jahr 1991 an allen Finanzämtern Europas vorbei schleusen konnte: Die EU verlangt nun, dass Apple dafür 13 Milliarden Euro an den irischen Staat zahlt. Denn Apple hat in mehr als 20 Jahren auf die in Europa erwirtschafteten Gewinne so gut wie keine Steuern bezahlt. Steuerquote nahe null Prozent. Und was macht die Regierung Irlands? Sie lehnt das Geld ab und will sich gegen diese Entscheidung juristisch wehren. Verbrämt wird dieses sture Festhalten an grob un-ethischem Verhalten mit vermeintlich nationalem Interesse und nationaler Souveränität. Verteidigt wird die zwar legale, aber heute völlig illegitime irische Spezialität des Baus von Steuerschlupflöchern gigantischen Ausmaßes.

Sieben Jahre lang quälte sich die Mehrheit der Menschen auf der grünen Insel durch die tiefste Finanz- und Wirtschaftskrise, die das Land seit Jahrzehnten gesehen hatte.Der Staat hatte im September 2008 eine komplette Garantie für alle Bankeinlagen gegeben und war quasi über Nacht in die Zahlungsunfähigkeit gestürzt. Um Banken zu retten, Spekulanten und Hasardeure auszuzahlen und die europäische Finanzwelt zu befriedigen, wurde Mary und Paddy seit 2008 Milliarden Euros vom Mund abgespart: Durch immer neue Gesetze, Verordnungen, Steuer- und Abgabenerhöhungen – und viele Menschen haben das Tal der Tränen bis heute nicht verlassen, auch wenn die offizielle Hymne davon singt, dass Irland es längst wieder „geschafft hat“. Ungeschoren davon kamen Big Business und Big Finance. Die Multinationals dürfen weiterhin jährlich zig Milliarden Euro in wenige private Taschen schaufeln, die ganz klar den Staaten, den Gemeinwesen und den Gemeinden zustehen.

Menschen, mit denen ich in diesen Tagen spreche, kämpfen angesichts der Haltung ihrer Regierung im Fall Apple mit Übelkeit, Wutkrämpfen und Brechreiz: Ministerpräsident Enda Kenny und seine Kabinettskollegen – es gibt nur wenige rühmliche Ausnahmen – lassen die Bürger gerade völlig im Regen stehen: Sie schlagen sich erneut auf die Seite der globalen Konzerne, sie verteidigen eine 25 Jahre alte unmoralische Steuer-Vermeidungspraxis, die damals nach Art der Viehhändler unter der Ägide des korrupten Regierungschefs Charley Haughey für Apple (und andere Konzerne) handgestrickt wurde.

Was könnten 13 Milliarden Euro ändern in einem Land, das sich vor einer Dekade mal kurz als das reichste Land Europas feierte, aber infrastrukturell noch immer daher kommt wie ein Schwellenland? Mit der Weigerung, reinen Tisch zu machen und das den Menschen auf der Insel zustehende Geld treuhänderisch sinnvoll zu investieren, enthält die Regierung ihren Bürgern das Recht vor, endlich ordentliche Schulen, Krankenhäuser, Straßen, Wasserwerke und Kläranlagen zu bekommen, indem sie trotzig an den Fehlern der letzten Jahrzehnte festhält und sich erneut auf die Seite der anscheinend übermächtigen Konzerne schlägt – mit dem Argument, Arbeitsplätze hätten eben ihren Preis . . .  Und ja, sie festigt damit das üble Image Irlands als einem Finanz-Schurkenstaat, in dem noch immer alles möglich ist, was den profitgierigen Multis andernorts verwehrt bleibt. Es mag sein, dass diese Weigerung, den Status der mächtigsten Steuer-Oase für Multinationals in Europa aufzugeben, den überfälligen Reinigungsprozess noch ein paar Jahre verzögert. Stoppen kann sie ihn nicht. Wir werden noch viele dieser wahren Gruselgeschichten zu lesen bekommen – und der Schaden, der mit dem Verzögern und Verschleppen gesellschaftlich angerichtet wird, wird dadurch nicht kleiner.

Es stimmt. Apple hat Irland viele Arbeitsplätze und damit Wohlstand gebracht. Es stimmt: Die Globalisierung hat ihre Vorteile. Doch genauso stimmt, dass  die von Technik-Konzernen und Finanzkapital rasend schnell vorangetriebene Globalisierung die Ungleichheit in Europas Gesellschaften drastisch vergrößert hat, dass sie den sozialen Frieden erschüttert und dass sie viele Millionen Menschen mental wie materiell nicht mitgenommen hat. Ob in Irland, in Frankreich, in Klein-Britannien oder in Mecklenburg-Vorpommern: Zurück bleiben desorientierte, verunsicherte, ratlose und oft auch wütende Menschen, die sich in ihrer Welt nicht mehr auskennen, die sich in ihrer Existenz bedroht sehen und die sich von ihren Regierungen nicht mehr wahrgenommen fühlen. Auch die politische Führung in Irland ist gerade dabei, sich um Kopf und Kragen zu regieren . . .

Wie sie wohl weiter geht, die wahre Grusel-Geschichte von Paddy und dem Apfel-Monster?

Irland im TV: In Fear – Im Strudel des Grauens

Irland TV-Tipp, The Fear Horrorfilm

Im Horrofilm „In Fear“ geraten Lucy und Tom immer mehr in den Strudel des Grauens.

Irland imIrland TV-Tipp von irlandnews TV – die Irland-Fernseh-Woche auf Irlandnews. In den kommenden Tagen gibt es im deutschen TV den effektvollen Horrorthriller In Fear und sowohl Bibi Blocksberg als auch die Simpsons begeben sich nach Irland. Eine Dokumentation führt uns an die Raue Küste am Rande Europas und zum Bend of Boyne. Sandra Speichert und Erol Sander suchen den Zauber des Regenbogens und am Freitag gibt es bei 3sat einen irischen Nachmittag mit fünf Folgen Irlands Küsten.

 

Samstag, 3. September 2016, ZDF 9:03 Uhr: Bibi Blocksberg – Der Kobold aus dem Briefkasten

Irland TV-Tipp, Bibi Blocksberg„Bibi Blocksberg und ihr Vater Bernhard sind allein zuhause. Als Bibi morgens beim Frühstück die Post aus dem Briefkasten auf den Tisch hexen möchte, passiert ein Unglück. Sie verhext sich. Statt der Briefe landen all die Gegenstände, die Inhalt der Briefe sind, auf dem Tisch. So auch der Kobold Hush Hush, über den Bibis irische Cousine Margie in ihrem Brief berichtet. Der Kobold will auf der Stelle zurück nach Irland. Weil Bibi nicht den richtigen Rückhexspruch findet, stellt Hush Hush das ganze Haus auf den Kopf.“ (Senderinformation)

 

Samstag, 3. September 2016, ZDFneo 23:40 Uhr: In Fear

Irland TV-Tipp, The Fear„Tom überredet Lucy, mit ihm zu einem Konzert in Irland zu fahren und hat als besondere Überraschung für die Nacht vor dem Konzert ein Zimmer in einem abseits gelegenen Landhotel gebucht.

Der Weg zu dem Hotel entpuppt sich allerdings als äußerst verschlungen. Lucy fühlt sich von einem gesichtslosen Mann mit weißer Maske verfolgt, und kurz darauf fährt Tom auf der Straße Max an. Max glaubt zu wissen, wer hinter den beiden her ist.

Das Paar nimmt den verletzten Max im Auto mit. Er behauptet, sich gut in der Gegend auszukennen. Doch anstatt einen Ausweg aus dem furchterregenden Labyrinth zu finden, geraten sie immer tiefer in den Strudel des Grauens.

Regisseur Jeremy Lovering gelang mit seinem Debütfilm „In Fear“ ein beachtenswerter Einstand in die Kinowelt. Entsprechend wurde der effektvolle Horrorthriller bei seiner Premiere auf dem Gerardmer Fantasy Film Festival von einem begeisterten Publikum gefeiert.“ (Senderinformation)

Wiederholung:  Sonntag, 4. September 2016, ZDFneo 3:50 Uhr

 

Dienstag, 6. September 2016, Pro7 18:40 Uhr: Die Simpsons – Im Namen des Großvaters

Irland TV-Tipp, Die Simpsons“Die Simpsons vergessen den Familientag im Altenheim. Um den Fauxpas wieder gut zu machen, versprechen sie Grampa, ihm etwas zu ermöglichen, was er vor seinem Tod unbedingt noch erleben möchte. Auf einer langen Liste von Dingen, die er noch vorhat, findet sich der Punkt “noch ein Bier in O’Flanagan’s Pub zu trinken”. Homer schlägt vor, Grampa diesen Wunsch zu erfüllen, ohne zu ahnen, dass sich O’Flanagan’s Pub in Irland befindet. Also machen sich die Simpsons auf nach Irland…” (Senderinformation)

 

Mittwoch, 7. September 2016, BR 11:15 Uhr: Irland – Raue Küste am Rande Europas

Irland TV-Tipp, Raue Küste am Rande Europas“Weitab der üblichen Touristenströme: Eine der spektakulärsten Küstenlandschaften Europas, einsame Landstriche mit rostroten Mooren. Mystische, heilige Plätze, die Spuren der ersten Mönche. Um Naturschönheiten wie die atemberaubenden Steilklippen von Slieve League ranken sich Legenden und Geschichten. Und die Menschen hier: offen und warmherzig, tatkräftig, Individualisten, die an ihre Träume glauben.

Schon als Junge wollte Roderic Perceval einmal der Herr von Templehouse werden, eines der einstmals mächtigen, reichen Landgüter der Vasallen der Engländer. Doch viele der achtzig Räume sind in jämmerlichem Zustand. Die Landwirtschaft reicht schon lange nicht mehr. Bed and Breakfast für reiche Amerikaner, das Landgut als feudaler Ort für Märchenhochzeiten bringen dringend benötigte Einnahmen. Roderic hofft auf den Erfolg eines großen Musikfestivals in Templehouse.

Armut und mangelnde Perspektiven haben Joe McGowan wie Hunderttausende anderer Iren aus dem Land getrieben. Doch im fernen Amerika wurde Joe nicht glücklich. Er kehrte zurück, war Fischer und begann als Schriftsteller. Joe hat einige wichtige Bücher über das Leben der kleinen Leute geschrieben, will festhalten, was endgültig zu verschwinden droht. Als Einwanderer im Auswanderer-Land Irland hat der Deutsche Tilman Anhold sein Glück gefunden. In den siebziger Jahren war er als Student auf einem Irland-Trip, verliebte sich in das Land und seine Menschen. Der Pferdenarr gründete einen Reiterhof – mit großem Erfolg.

Irland ist das ideale Terrain für Outdoor-Aktivitäten – so auch fürs Caving: Über fünfzig Kilometer lange Höhlensysteme gibt es im Norden Irlands. Lorcan O’Toole führt im Glenveagh Nationalpark einen fast aussichtslosen Kampf um den Aufbau einer stabilen Steinadler-Population. Früher gab es viele der großartigen Raubvögel auf der grünen Insel. Elf Kilometer vor der Nordwestküste liegt Tory Island, die Insel der malenden Fischer, regiert von Irlands letztem Monarchen. Vor anderthalb tausend Jahren begannen die Menschen auf Touraigh, die fähigsten Männer der Insel zum König auf Lebenszeit zu wählen. Der aktuelle König heißt Patsy Dan Rodgers. Er hat sich das Überleben des rauen Eilands mit seinen 120 Bewohnern zur Aufgabe gemacht. Abends geht es im Social Club hoch her. Die Henry-Girls machen Irish-Folk-Musik, und auch die Finger des Inselkönigs fliegen über die Knöpfe des Akkordeons.” (Senderinformation)

 

Mittwoch, 7. September 2016, HR 13:05 Uhr: Der Zauber des Regenbogens

Irland TV-Tipp, Der Zauber des Regenbogens„Für die attraktive Architektin Lea Winter geht ein beruflicher Traum in Erfüllung. Als Projektleiterin bietet sich ihr die Möglichkeit, ihren eigenen Entwurf zu realisieren, einen prachtvollen Prestigebau in Dubai. Auch privat scheint alles zu passen: Ihr verheirateter Chef Klaus Arnheim, mit dem sie eine heimliche Affäre hat, wird ebenfalls vor Ort sein, so dass die beiden sich öfter als bisher sehen können. Doch da wird Lea unerwartet von Klaus schwanger. Ihr kommen plötzlich Zweifel an ihrer perfekt geplanten Zukunft.

Für ihren Zwiespalt hat Klaus jedoch kein Verständnis. Er erwartet, dass sie ihren Job erfüllt, und außerdem will er seine Familie nicht für Lea riskieren. Um Abstand zu gewinnen, reist Lea spontan für einige Tage nach Irland. Die ersehnte Ruhe findet sie aber auch auf der grünen Insel nicht. Der charmante Fischer Brian O’Casey, der in ihrem Hotel nebenher als Musiker arbeitet, und sein kleiner Sohn Patrick kreuzen immer wieder ihren Weg. Obwohl es zunächst nicht danach aussieht, kommen die beiden sich näher. Als ob sie nicht schon genug Probleme hätte, stellt Lea erschrocken fest, dass sie beginnt, sich in Brian zu verlieben und sich nach einem normalen Familienleben zu sehnen. Doch plötzlich steht Klaus vor der Tür und will Lea zurückerobern. Und dann taucht auch noch Brians Exfrau Rebecca unerwartet in dem irischen Dorf auf.

Sandra Speichert brilliert in diesem gefühlvollen Liebesdrama als aufstrebende Architektin, die sich plötzlich zwischen Karriere, Kind und zwei Männern entscheiden muss. Erol Sander spielt den liebenswürdigen Fischer Brian O’Casey und Pierre Besson Leas langjährigen Liebhaber Klaus, gedreht wurde vor der wundervollen Naturkulisse Irlands.“ (Senderinformation)

 

Donnerstag, 8. September 2016, SWR 7:35 Uhr: Schäte der Welt – Bend of Boyne

Irland TV-Tipp, Bend of Boyne„Newgrange ein Hügelgrab aus der Jungsteinzeit, 5.000 Jahre alt. Ein Bauwerk – ein Kunstwerk, in des Wortes wahrstem Sinne. Älter als die ägyptischen Pyramiden. Älter als das antike Babylon, die Mutter aller Städte. In der Umgebung finden sich noch zwei Grabstätten die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Knowth, das Hauptgrab ist umgeben von Satellitengräbern und Dowth. Die dritte Anlage zeigt sich so wie die Grabhügel im Mittelalter wahrgenommen wurden, als scheinbar natürlich gewachsener Teil der Landschaft. Die Gräber gehören zu den wichtigsten archäologischen Landmarken dieser Erde.“ (Senderinformation)

 

Freitag, 9. September 2016, 3sat ab 14:50 Uhr: Irlands Küsten

Irland TV-Tipps, Irlands Küsten, Dublin und der Osten„Im Osten Irlands liegt Dublin, die Hauptstadt der Republik Irland. Rund um die Stadt sieht man, was das Land einzigartig macht. In der Bucht von Carlingford werden Austern gezüchtet, die weltweit für ihren einzigartigen Geschmack bekannt sind. Bei Ebbe wenden der Fischer Kian Louet-Feisser und seine Helfer die Austern mit ihren Traktoren. Anschließend wird ein Teil der reifen Delikatessen zu Spezialitätenrestaurants in der Nähe gebracht, der Großteil wird jedoch in alle Welt verschickt. In der Hauptstadt Dublin trifft das Filmteam den Literaturprofessor Joseph O’Gorman, der stolz den „Long Room“ des Trinity College präsentiert. Hier lagern unter anderem Werke von Samuel Beckett oder Oscar Wilde. Für Joseph O’Gorman ist die irische Literatur der größte Schatz. Am Abend öffnen die berühmten Pubs im Temple Bar District. In den gemütlichen Kneipen wird oft zu Livemusik getanzt und gefeiert. So zeigt im Johnnie Fox‘s Pub der Stepptänzer Joey Comerford sein Können. Folk-Tanz gehört zum kulturellen Selbstverständnis. Jeder Ire, der etwas auf sich hält, kann auch tanzen.

Geruhsamer geht es außerhalb Dublins zu. Der Historiker Pat Power und die Energetikerin Jane Donald untersuchen einen alten Steinkreis. Monumente vorchristlicher Zivilisation finden sich an vielen Orten in Irland. Eines der bekanntesten, die Grabanlage Newgrange, ist sogar älter als Stonehenge im Süden Englands und die ägyptischen Pyramiden. Nahe der Küste findet sich eine der schönsten Gartenanlagen Irlands, die Powerscourt Gardens. Gärtner Michael Byrne kümmert sich dort mit Leidenschaft um die Rosen und einen Friedhof der besonderen Art. Hier ruhen die ehemaligen Lieblingstiere früherer Herrschaften. Im House of Storytelling scheint die Zeit stillzustehen. Hier lebt in gemütlicher Atmosphäre die Tradition des Geschichtenerzählens fort, um das kulturelle Erbe Irlands niemals zu vergessen.“ (Senderinformation)

danach gibt es die weiteren Teile:

15:35 Uhr: Die irische Riviera

16:15 Uhr: Der wilde Westen

17:00 Uhr: Der stürmische Nordwesten

17:45 Uhr: Belfast und der Norden

 

Zusammenstellung: Antje Wendel

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Madeleine Webers Woche: Nimbostratus in 3-D

Sturm Irland

Tief hängende Nimbostratus-Wolken über dem Atlantik, fotografiert von Madeleine Maria Weber.

Madeleine Webers Foto-Woche:  Wir sind wieder mit der Profi-Fotografin Madeleine Maria Weber unterwegs. Wir fahren entlang der wild-romantischen Atlantik-Küste im County Kerry und halten Ausschau nach Wind, Wolken und Wetter.

 Madeleine WeberMadeleine Maria Weber (Foto) fotografiert eine tief hängende Regenwolke. Die Expertin für Regen kommentiert:

„Nimbostratus-Wolken sind ein sehr attraktives Fotomotiv. Umso besser wenn man sie in Aktion erlebt. Wenn man das Glück hat, eine Regenwolke am Horizont zu finden und wenn gleichzeitig ein Sonnenuntergang der Wolke eine 3-D-Tiefe verleiht, erhält man solch ein dynamisches Bild.“

Madeleine ist die Frau, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Weil sie warten kann. Auf den richtigen Zeitpunkt. Auf das perfekte Motiv. Fotografieren ist gutes Auge, gute Technik und viel, viel Geduld, Warten, Warten. Seit elf Jahren fotografiert Madeleine die einmalig schönen Landschaften Südwest-Irlands.

Wir begleiten Madeleine, die in Emlaghdrinagh, Waterville, im County Kerry lebt, in diesen Monaten bei der Arbeit, zeigen hier auf Irlandnews.com  jede Woche ein Foto aus ihrer Arbeitswoche. Uns gefällt, dass in ihren Fotografien die Landschaft erkennbar bleibt, wie sie das Auge wahrnimmt, und dass sie in ihren Fotos dennoch eine ganz eigene unverkennbare künstlerische Ästhetik schafft.

Madeleine Weber Studio Irland Madeleine Weber FotografieÜbrigens: Madeleine Webers Fotos könnt Ihr vor Ort in Irland in ihrem Studio am Skellig-Ring im Original anschauen. Die Fotografin präsentiert ihre Landschafts- und  Meeres-Aufnahmen täglich von 11 bis 17 Uhr als hochwertige Kunstdrucke in verschiedenen Größen. Die Ausstellungsräume liegen an der R567 in Emlaghdrinagh zwischen Waterville und Ballinskelligs am Wild Atlantic Way (Telefon: +353 (0)85 780 3273). Sie versendet ihre Fotos weltweit: www.madeleinemariaweber.com.

 

Madeleines Foto-Woche erscheint (fast) jede Woche hier auf Irlandnews.com. 

Irland im TV: Ondine – Das Mädchen aus dem Meer

Irland TV-Tipp, Ondine

Irland imIrland TV-Tipp von irlandnews TV – die Irland-Fernseh-Woche auf Irlandnews. In den kommenden Tagen gibt es im deutschen TV die Band Dropkick Murphys live beim Hurricane Festival 2016 und Wallis Bird beim ZDF Bauhaus. Daniel Day-Lewis ist als junger Gerry im Belfast von 1974 im Film Im Namen des Vaters zu sehen und Colin Farrel fischt Ondine aus dem Meer. Und mit der 16jährigen Jessice werfen wir einen Blick hinter die Kulissen einer irischen Filmproduktion.

 

Samstag, 27. August 2016, arte 23:40 Uhr: Hurricane Festival 2016 – Dropkick Murphys

Irland TV-Tipp, Dropkick Murphys Hurricane 2016Seit nunmehr 20 Jahren beweisen die Dropkick Murphys, dass eine Mischung aus Punkrock und Irish Folk kein Widerspruch sein muss – auch dann nicht, wenn diese Musik von der amerikanischen Ostküste kommt. Denn Boston ist die Stadt in Amerika mit dem höchsten irisch-stämmigen Bevölkerungsanteil in den Staaten, und die Dropkicks sind dort natürlich auch Stammgäste beim St. Patrick’s Day. In Amerika werden die neuen Platten immer erfolgreicher, die letzten beiden waren auch Charterfolge in Europa.

 

Sonntag, 28. August 2016, ZDFkultur 6:00 Uhr: zdf@bauhaus – Wallis Bird

Irland TV-Tipp, Wallis Bird“Das geschichtsträchtige Bauhaus in Dessau ist Bühne und Produktionsort für die Konzertreihe “zdf@bauhaus”. Internationale Künstler geben in einem intimen Rahmen exklusive Konzerte vor Live-Publikum. Präsentiert werden die Konzerte von Moderator Jo Schück.

Wallis Bird mag man leicht übersehen, aber die 1,60 Meter große Sängerin, Gitarristin und Songwriterin ist ein unvergleichliches Temperamentsbündel, “eine der energetischsten Performer dieser Tage”, so der britische Daily Express. Wallis verfügt über eine enorm ausdrucksvolle Stimme, deren Spektrum von zartem Flüstern bis hin zum explosiven Schreien reicht. Sie ist ein wahrer Derwisch an der Gitarre und hat mit ihrer linkshändig seitenverkehrt gespielten Rechtshändergitarre zudem ihren ganz eigenen Stil entwickelt. Für ihr drittes Album – schlicht “Wallis Bird” genannt – hat sich die 29-jährige Singer/Songwriterin, die 2010 den Meteor Award, Irlands Pendant zum Echo, als beste irische Künstlerin gewann, viel Zeit gelassen.

Wallis entwirft poetische Songtexte voller Doppeldeutigkeiten, alltagsphilosophischer Anspielungen und metaphorischer Fallstricke. Auch die Begegnungen und Gespräche mit anderen Menschen, seien es Alkoholiker oder Priester, Obdachlose oder Drogenabhängige, sind in den Entstehungsprozess des neuen Albums eingeflossen. Bei ihren Songs meint man förmlich, die unterschwellige Kraft zu spüren, die innere Spannung, mit der Bird nach neuen musikalischen Ausdrucksweisen gesucht hat. Man muss Wallis Bird einfach live gesehen haben. Ihr Album “Wallis Bird” bildet in diesem Sinne das optimale Entree in das farbenfrohe künstlerische Kaleidoskop einer der vitalsten Künstlerinnen unserer Zeit.” (Senderinformation)

 

Mittwoch, 31. August 2016, arte 1:20 Uhr: Im Namen des Vaters

Irland TV-Tipp, Im Namen des Vaters„Belfast 1974: Der junge Gerry (Daniel Day-Lewis) hat Probleme mit der IRA und wird von seinem Vater aus Sicherheitsgründen nach London geschickt. Nach einem Attentat mit mehreren Toten wird Gerry als Ire zu einem Verdächtigen. Es beginnt ein fast aussichtsloser Kampf gegen die Justiz. – Jim Sheridans Film (1993) erhielt mehrere Oscar- und Golden-Globe-Nominierungen.

Nordirland 1974: Gerry Conlon und sein Freund Paul Hill schlagen sich als Gelegenheitsgauner durchs Leben. Mit ihren Aktivitäten bringen sie sowohl die britischen Besatzer als auch die Freiheitskämpfer der IRA gegen sich auf. Gerrys Vater Giuseppe nimmt die beiden aus der Schusslinie und schickt sie nach London. Dort kommen sie in der heruntergekommenen Wohngemeinschaft von Paddy Armstrong und dessen Lebensgefährtin Carole unter. Ihr unkonventionelles Dasein finanzieren sie durch kleine Einbrüche und andere Gaunereien. Mit dem Einbruch in die Wohnung einer Prostituierten nimmt das Unglück seinen Lauf.Mit dem erbeuteten Geld kleiden sich Gerry und Paul neu ein und fahren nach Belfast, um Eindruck zu schinden. Doch in der Nacht vor ihrer Ankunft explodieren in zwei Pubs im englischen Guildford Bomben der IRA. Gerry und Paul geraten in den Kreis der Verdächtigen. Unter dem Druck massiver Einschüchterung und Folter unterschreiben sie ein Geständnis. Auch Gerrys Familienangehörige geraten unter Tatverdacht. So landet sein Vater Giuseppe, der Beihilfe bezichtigt, ebenfalls im Gefängnis. Für beide lautet das Urteil: lebenslänglich.Erst 15 Jahre später stößt die junge Anwältin Gareth Peirce auf Akten, die die Machenschaften der Ermittlungsbehörden beweisen. Damit beginnt ein zäher Kampf gegen die Mühlen der britischen Justiz.“ (Senderinformation)
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Mittwoch, 31. August 2016, Tele5 20:15 Uhr: Ondine – Das Mädchen aus dem Meer

Irland TV-Tipp, Ondine„Syracuse, von allen nur „Circus“ genannt, lebt als Fischer in einem kleinen Ort an der irischen Küste. Früher war er ein haltloser Trinker, heute aber arbeitet er hart, um seine kranke, bei der Mutter lebende Tochter Annie finanziell zu unterstützen. Sein einfaches, aber zufriedenes Leben gerät durcheinander, als er eines Tages eine bewusstlose junge Frau aus dem Wasser fischt: Die verwirrt und hilflos wirkende Ondine scheint weder zu wissen, wie sie in seinem Netz gelandet ist, noch will sie ihm sagen, woher sie kommt. Vom ersten Moment an übt sie eine seltsame Faszination auf Syracuse aus. Da sie jedoch trotz ihres Zustandes nicht ins Krankenhaus will und auch sonst von keinem anderen Menschen gesehen werden möchte, versteckt der Fischer sie kurzerhand im Haus seiner verstorbenen Mutter.

Die Einzige, der er in Andeutungen von dem „Fang“ erzählt, ist Annie. Das aufgeweckte Mädchen, wegen eines schweren Nierenleidens auf einen Rollstuhl angewiesen, durchschaut das Spiel und ist fest überzeugt, dass es sich bei Ondine um einen Selkie handeln muss: ein mythisches Robbenwesen, das sein Fell ablegen und Menschengestalt annehmen kann. Tatsächlich scheint Ondine ihrem Retter auf magische Weise Glück zu bringen. Auf einmal gehen ihm wertvolle Hummer und Lachse ins Netz. Je mehr Zeit der Fischer mit der geheimnisvollen Frau verbringt, desto stärker werden seine Gefühle für sie. Auch Annie schließt Ondine tief ins Herz. Die beiden ahnen nicht, dass es für deren mysteriöse Menschenscheu einen anderen Grund gibt, der nicht nur sie selbst, sondern auch Syracuse und Annie in höchste Gefahr bringen könnte.

Neil Jordan hat sich mit Filmen wie „Die Zeit der Wölfe“, „Monal Lisa“ oder „The Crying Game“ einen Namen als einer der besten Regisseure Irlands gemacht. Wie in vielen seiner Werke verbindet er auch in „Ondine – Das Mädchen aus dem Meer“ märchenhafte Motive mit einer realistischen Rahmengeschichte – und erschafft damit ein Filmerlebnis von ganz eigener Poesie. Für die stimmungsvollen Bilder zeichnet Kameramann Christopher Doyle verantwortlich, der vor allem durch seine Arbeit mit Wong Kar-wai („In the Mood for Love“) berühmt wurde. Hauptdarsteller Colin Farrell wurde für seine Leistung für den Irischen Filmpreis nominiert.“ (Senderinformation)
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Wiederholung: Donnerstag, 1. September 2016, Tele5 2:40 Uhr
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Donnerstag, 1. September 2016, WDR 7:50 Uhr: Behind the Scenes – A Film Production in Ireland
1009_RBB_ReportIch will was mit Medien machen“ – das ist der 16jährigen Jessica schon klar. Doch was genau, weiß sie noch nicht und freut sich, als Praktikantin bei einer Filmproduktion zuzuschauen. Jessica besucht verschiedene Arbeitsbereiche – vom Bühnenbildner bis zum Produzenten und erfährt, wie viel Arbeit in so einem Film eigentlich steckt. Ein großer Tag beim Dreh der Tudors: Die 16jährige Jessica darf heute als Praktikantin bei einem Filmdreh mit dabei sein – sie besucht die Ardmore Studios in der Nähe von Dublin. Sie möchte später im Bereich Medien arbeiten und freut sich auf den Blick hinter die Kulissen. Als erstes besucht sie die Kostümbildnerin. Während der vier Tudors-Stafeln haben sich inzwischen über 2000 Kostüme angesammelt! Eines davon darf Jessica anprobieren. (Senderinformation)

 

Zusammenstellung: Antje Wendel

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