Laufen in Irland 2015: Aktiv-Ferien für Läufer

Irland Laufen

Für alle, die etwas schneller unterwegs sein wollen: Erkunden Sie Irland  im Laufschritt— ein schönes Ferienangebot für Läufer. Mit unseren Freunden von LaufKultTour in Augsburg veranstalten wir vom 11. – 18. April 2015 erstmals eine Erlebnislaufwoche für Hobby-Läufer im Südwesten Irlands. Wer eine Woche lang jeden Tag um die 20- 30 Kilometer laufen will und die zehn Kilometer in 1 Stunde schafft, ist hier richtig.  Alle Infos für das Lauf-Highlight im landschaftlich einzigartigen West Cork gibt es hier.

Sonja Landwehr Läuferin

Sonja Landwehr

Und hier geht es zur Reisebeschreibung: Irland Erlebnislaufwoche 2015 mit Wanderlust und LaufKultTour: Reiseinfo Erlebnislaufreise-Irland

Die Führung der Gruppe teilen sich die erfahrene Lauftrainerin Sonja Landwehr (Foto) und der Lauf-Guide vor Ort.

Inis Oirr: Insel-Iren machen Pause am Strand

Inis Oirr Irland

Inis Oirr vor 35 Jahren: Heute beim Stöbern im Archiv fiel mir ein Foto aus den “Good Old Times” in die Hände: Drei Insel-Iren in traditioneller Kleidung machen Pause am Strand von Inis Oirr (Inisheer), Aran Islands, im County Galway.

Hier auf Irlandnews.com haben sich seit Ende 2008 fast 2.000 selbst geschriebene Beiträge über das Leben und Reisen in Irland angesammelt. Auch über die Aran-Inseln und meine einstige Lieblingsinsel Inisheer haben wir mehrfach berichtet. Zum Beispiel in einem Artikel, der über die Veränderungen auf der Insel durch den Tourismus berichtet: Inis Oirr damals und heute.

Foto: Markus Bäuchle

 

Irland Selfie Show: Das Irland-Gewinnspiel

Irish Music

Heike Neumann aus Ballrechten-Dottingen mit Irish Music Makeup

Die Irland Selfie Show geht weiter. Wir haben noch lange nicht genug von den tollen Foto-Einsendungen und haben den Einsendeschluss verlängert. Einsendeschluss ist der 15. September. Schickt uns ein mit Handy oder Kamera selbst gemachtes Foto und gewinnt einen Wanderurlaub in Irland oder aktuelle Irland-Bücher.

Irland Selfies

Familie Neunzig aus Mechernich: Idylle am Inchydoney Beach, Co. Cork

Es ist ganz einfach. Jeder kann teilnehmen. Irland-Erfahrung ist keine Voraussetzung. Ihr müsst dafür nicht in Irland gewesen sein. Wo immer Ihr seid: Nehmt einfach ein Utensil, das an Irland erinnert, und bildet Euch damit ab. Also: Wer es bislang nicht nach Irland geschafft hat, kann kreativ sein und sich im Selfie mit etwas Irischem in Verbindung setzen: einem Menschen (Ich und der Wirt im Irish Pub), einem Poster, einem Buch, einer Irland-Fahne, einem Glas mit brauner Sauce namens Guinness oder Murphy´s — oder dem Buch eines irischen Autoren.  Beispiele von Selfies gibt es hier in diesem Beitrag oder im Artikel von vergangener Woche..

Zu gewinnen gibt es:

Eine Wanderreise im schönen Südwesten Irlands:  Teilnahme an einer Wander-Woche in Irland mit Wanderlust im Jahr 2015 für 1 Person (im Wert von € 900).

Zweimal ein Exemplar der neuen Auflage des Buches “Irland. Ein Länderporträt” von Markus Bäuchle (erschienen am 16. Juli 2014).

Einmal das neue Buch “Fettnäpfchenführer Irland” von Petra Dubilski.

Was müsst Ihr tun, um teilzunehmen und vielleicht zu gewinnen?

1. Schickt Euer Selfie mit Eurem vollen Namen, der Adresse und einem beschreibenden Satz (zum Beispiel: “Günter mit Guinness in Grünstadt”) an: schreibuns@irlandnews.com

1a. Es ist auch möglich, Eure Angaben direkt hier im Post ins Kommentarfeld einzugeben (“Komentar verfassen”) und das Foto als Anhang (“Datei auswählen”) direkt von Eurem Computer hier online zu stellen.

2. Geht zur Website von Wanderlust und gebt ihr ein Like / Share (kann auch Twitter, Google+ etc sein): Hier gehts lang: Wanderlust – Wandern in Irland .

Einsendeschluss ist der 15. September 2014. Die Gewinner werden ausgelost. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter von Wanderlust und Irlandnews können leider nicht teilnehmen.) Teilnehmer sind damit einverstanden, dass ihr Selfie auf Irlandnews und auf der Facebook-Page von Irlandnews veröffentlicht wird.

Dann mal los: Zeigt Euch und huldigt dem schönsten Land Europas: Irland. Viel Spaß, Der Wanderer!

schreibuns@irlandnews.com

 PS: Wie hängen das Webmagazin Irlandnews und der Irland-Wander-Veranstalter Wanderlust zusammen? Ganz einfach: Beide werden von Markus Bäuchle (aka Wanderer) und Eliane Zimmermann in Glengarriff, West Cork, Irland betrieben.

Irland Selfies

In der alten Heimat Kilkenny: Marleen Töpel aus Neustadt an der Orla und Freundin Sandra Vorlen

Irland Selfies

Katja Hilbig aus Köln: 2014 war Irland Premiere. Selfie auf Inishmore, Aran Islands

Irland Selfies

Lisa McKenna aus Gleichen mit allem Mut am Mizen Head

Skellig Michael

Steffi Klein aus Melsungen: Sonne und Sonnenbrand auf Skellig Michael

Selfies Irland

Stephan Remagen aus Baltmannsweiler mit Tochter in der St. Finians Bay

Irland Fotos

Andrea Maier aus Steyer vor Irland-Kulisse

Irland Selfies

Chrissi Döhner und Marcus Rausch aus Wedemerk : In der Heimat, denn Heimat ist da, wo man sich zuhause fühlt…. und man sich Heiratsanträge macht

 

Irland im TV: Mörderisches Dublin

Irland im TIrland-im-TVV Ende August: Der Irland-TV-Überblick auf Irlandnews. In den kommenden Tagen gibt es Impressionen aus den Grafschaften Irlands und noch einmal die Dokumentation “Zu Gast in Irland”, ARD zeigt den ersten Teil des Dreiteilers “Der Pathologe – Mörderisches Dublin”, im Belfast der frühen 80er Jahre lässt sich der junge Martin als Spitzel anwerben, um die IRA auszuspionieren, Regisseur Andreas Pichler schaut sich den Ausverkauf Europas näher an und für die Romantiker gibt es noch einmal “Licht über dem Wasser”.

 

 

 

Sonntag, 24. August 2014, RBB 20:15 Uhr: Irland, ein Geschenk

Irland TV-Tipp, Irland, ein GeschenkImpressionen aus den Grafschaften Irlands – traumhafte Landschaften, Spuren der leidvollen Geschichte und urige Menschen unter dem Motto “bloß kein Klischee vermeiden”. (Senderinformation)

 

 

 

 

Sonntag, 24. August 2014, RBB 21:00 Uhr: Zu Gast in Irland

Irland TV-Tipp, Zu Gast in Irland“Dublin, die quirlige Stadt am Liffey, und die weiten, verwunschenen Landschaften rund um die Donegal Bay gehören zum Reiseprogramm für alle, die möglichst viele verschiedene Seiten Irlands kennen lernen wollen. Im Nordwesten Irlands sind die kargen Torfheiden der Connemara und die Seenlandschaft bei Galway ein lohnendes Ziel. Eine besondere Art, sich in Irland zu bewegen, ist die Fahrt mit einem Hausboot etwa auf dem Shannon.

Sehenswert ist auf jeden Fall die Altstadt von Enniskillen. Der Treffpunkt für Bootsfahrer und Landreisende am Lough Erne beherbergte schon so berühmte Schüler wie Oscar Wilde und Samuel Beckett. Weit weniger gefällig ist die bizarre Landschaft des “Burren”, hellgraues Karstland im Nordwesten von Clare, mit grandiosen Steilküsten wie den “Cliffs of Moher”.

Der Süden, die Region rund um Cork, bietet wieder eigene Eindrücke mit der zerklüfteten Küste und atemberaubenden Wanderrouten in den Regionen Kerry, Beara und Dingle zwischen satten grünen Weiden zur Rechten und tobender Gischt zur Linken.” (Senderinformation)

 

Sonntag, 24. August 2014, ARD 21:45 Uhr: Der Pathologe – Mörderisches Dublin – Nicht frei von Sünde (1/3)

Irland TV-Tipp, Mörderrisches DublinIrland, in den späten 1950er Jahren. Der Pathologe Quirke, manchmal scherzhaft “Dr. Tod” genannt, arbeitet zurückgezogen im Tiefgeschoss des Dubliner Holy Family Hospitals. Normalerweise verirrt sich kein Kollege an diesen Ort, an dem alle irdischen Wege enden.

Mit diesem Noir-Krimi startet Das Erste eine dreiteilige BBC-Filmreihe nach den Bestsellern von Benjamin Black. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich der prominente irische Kritiker und Schriftsteller John Banville, der in seinem ersten Genre-Roman ein komplexes Drama voller dunkler Geheimnisse entfaltet. Stimmungsvolle Bilder, in gedeckten Pastelltönen gehalten, versetzen den Zuschauer in ein düsteres Dublin der Nachkriegszeit, in dem scheinbar nie die Sonne zu sehen ist. In der Titelrolle glänzt der charismatische Ire Gabriel Byrne als eigenbrötlerischer Pathologe, der eine Lebenslüge mit sich herumschleppt, die nicht mehr länger geheim gehalten werden kann.” (Senderinformation)

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Dienstag, 26. August 2014, arte 20:15 Uhr: Ausverkauf Europa

Irland TV-Tipp, Ausverkauf Europa“Von Parks und Kulturdenkmälern bis hin zu Wäldern und Bergen – die Privatisierung von staatlichem Eigentum wird zunehmend zu einem Instrument, das zur Sanierung angeschlagener Haushalte in Europa dienen soll. Warum geben Länder und Städte ihr öffentliches Gut aus der Hand? Und wer sind die Investoren? Die Bürger wehren sich dagegen, und in manchen Fällen haben sie damit Erfolg.

Wem gehören die Berge, Wälder und historischen Stätten Europas? Diese Frage hatte sich der Südtiroler Regisseur Andreas Pichler noch nie gestellt – bis er erfuhr, dass ganz in der Nähe seiner Heimat, im österreichischen Bundesland Tirol, ein Berg zu verkaufen war. Er fand heraus, dass Immobilienmakler in ganz Europa staatliches Eigentum zum Kauf anbieten: nicht nur Berge, sondern auch Wälder, unter Naturschutz stehende Inseln und sogar Denkmäler.

Der Film führt quer durch Europa von Irland über Frankreich, Italien und Spanien bis nach Griechenland. Dort überall wird das Natur- und Kulturerbe Europas Stück für Stück „verscherbelt“. Weder die nationalen Regierungen noch die Regional- und Kommunalverwaltungen schrecken davor zurück, Sehenswürdigkeiten zu verkaufen, Eintritt für öffentliche Parks zu verlangen oder Immobilientransaktionen in Schutzgebieten zu genehmigen. Kritisiert werden unter anderem die von einem Multimillionär gesponserte Restauration des Kolosseums in Rom oder das Geschäft mit öffentlichen Liegenschaften und Arealen in Berlin. Der geplante Verkauf der staatlichen Wälder in Irland scheiterte an Protesten. Doch trotz vieler Demonstrationen gerät immer mehr öffentliches Eigentum in die Hände von Luxuskonzernen, Bauprojektträgern, Finanzunternehmen, Milliardären und anderen privaten Investoren.

Auf seiner Reise begegnet der Regisseur Menschen, die gegen diese Privatisierungen kämpfen und das allgemeine Problembewusstsein dafür schärfen. Sie setzen sich für den freien Zugang aller Bürger zu den wertvollen „Gemeingütern“ und für deren Erhalt für zukünftige Generationen ein.” (Senderinformation)

Wiederholung: Freitag, 29. August 2014, arte 8:55 Uhr
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Dienstag, 26. August 2014, arte 23:50 Uhr: Der Spitzel – 50 Dead Men Waling

Irland TV-Tipp, Der Spitzel, 50 Dead Men Walking“Belfast, in den frühen 80ern: Der junge Herumtreiber Martin (Jim Sturgess) lässt sich von dem englischen Offizier Fergus (Ben Kingsley) als Spitzel anwerben, um die IRA auszuspionieren. Der Plan geht auf: Martin wird bald darauf von der IRA rekrutiert, in deren Hierarchie er rasch aufsteigt. Er liefert wichtige Informationen an die Briten…
Der junge Ire Martin lebt zu Beginn der 80er Jahre im katholischen Teil von Belfast. Mangels beruflicher Perspektiven schlägt er sich als Kleinganove durch. Um Politik und die Belange der IRA kümmert er sich zunächst gar nicht. Der junge Mann will lediglich seinen Spaß. Doch seine respektlose Art, mit der er die englische Polizei immer wieder an der Nase herumführt, erweckt das Interesse des britischen Sicherheitsoffiziers Fergus, der ihn nach einer Verhaftung vernimmt.Fergus rechnet damit, dass die IRA den ungestümen Draufgänger früher oder später rekrutieren wird, und ködert Martin als britischen Spitzel. Der Plan geht auf, und dank eines raschen Aufstiegs in der Hierarchie der Rebellenarmee liefert Martin wertvolle Informationen zur Vereitelung zahlreicher Bombenanschläge. 50 todgeweihten Männern rettet er damit das Leben. Doch die IRA ahnt einen Maulwurf in ihren Reihen und für Martin wird die Luft immer dünner. Der Spitzel führt ein mörderisches Doppelleben, und ausgerechnet jetzt erwartet seine Freundin Lara ein Kind von ihm.
Der Thriller über den nordirischen Bürgerkrieg ist inspiriert von der autobiografischen Lebensgeschichte Martin McGartlands, der aus Angst vor der Rache der IRA bis heute im Untergrund lebt. Den Zuschauer erwartet eine beklemmend realistische Zeitreise: Vermummte Polizisten an Straßensperren, Propagandasprüche an Backsteinwänden und Trennmauern zwischen den Häusern erinnern an Nachrichtenbilder aus den 80er Jahren. Die Genauigkeit, mit der die Konflikte zwischen Loyalität und Entscheidungsnot herausgearbeitet werden, schafft eine perfekte Balance zwischen spannendem Agententhriller und realistisch beobachtendem Sozialdrama.” (Senderinformation)
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Mittwoch, 27. August 2014, BR 14:30 Uhr: Licht über dem Wasser
Irland TV-Tipp“Der Verleger Gravert ist in Panik: Sein erfolgreichster Autor, der eigenwillige Robert Seefeld, hat sich in ein irisches Dorf zurückgezogen und gibt keinerlei Auskunft, wann mit seinem neuen Roman zu rechnen ist. Also beauftragt Gravert die attraktive Psychologin Carolin Merz, nach Irland zu reisen. Mit Geschick und Einfühlungsvermögen soll sie den widerspenstigen Schriftsteller dazu bringen, sich wieder an die Schreibmaschine zu setzen. Als Ornithologin getarnt, findet Carolin heraus, dass ein schwerer Schicksalsschlag der Grund für Seefelds Einsiedler-Dasein ist. Es dauert jedoch nicht lange, bis sich zwischen Carolin und dem grantigen Künstler eine zarte Liebe entwickelt. Mit „Licht über dem Wasser” hat Olaf Kreinsen einen berührenden Liebesfilm inszeniert.
Vor der wildromantischen Kulisse der irischen Küste erzählt der Film von einem Mann, der nach einem schweren Schicksalsschlag durch die Liebe und durch seine Kunst ins Leben zurückfindet, in den Hauptrollen sind Gesine Cukrowski und Filip Peeters als neues Traumpaar zu sehen, in weiteren Rollen spielen Nina Hoger und Michael.” (Senderinformation)
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Zusammenstellung: Antje Wendel

 

 

 

 

 

Nackt Baden in Irland – ja, das gibt es!

Nackt in Irland

Nackt Baden in Irland: Geht das? Im Land, das von viktorianischer Prüderie und katholischer Verklemmtheit gleichzeitig zutiefst geprägt ist?  Tut sich da was im ober-diskreten Irland, wo Traditionalisten noch heute bis zum Hals bedeckt ins Meer steigen, wo der Neopren-Anzug an den herrlichen Stränden der Insel immer noch die Kleiderordnung bestimmt?

Ja, es tut sich was. Mitte September feiert die knapp 50 Jahre alte Naturisten-Vereinigung Irlands INA ihren bislang größten Erfolg: Der 34. Internationale Naturisten-Kongress wird in Drumshambo im Country Leitrim stattfinden — und die Tourismus-Werber von Failte Ireland unterstützen den Event der Nacktbadefreunde aus aller Welt. Das wird das Thema Öffentlichkeit verschaffen  — und möglicherweise mehr Akzeptanz.

Noch immer ist Irland allerdings das einzige Land in der EU, in dem es keine offiziell ausgewiesenen Bade-Zonen für Naturisten gibt, und in dem steinalte Gesetze aus dem 19. Jahrhundert das Nacktsein in der Öffentlichkeit kriminalisieren und unter Strafe stellen.  Die irischen FKK´ler gehen ihrem Freizeitvergnügen deshalb diskret und an wenig frequentierten Stränden nach. Jetzt hoffen die Naturisten Irlands, deren Clubs in Dublin und Cork  sich zunehmender Beliebtheit erfreuen, dass auch auf Gesetzgebungsebene endlich etwas geschieht und dass sich die zunehmend liberale irische Gesellschaft für die Freuden des hüllenlosen Badevergnügens lockert.

Die Veränderungen jedenfalls kommen oft auf leisen Sohlen. Nacktbaden in Irland galt lange als schwere Sünde, als “Schweinerei” und als gesellschaftlich vollkommen inakzeptabel. Nudist, Naturalist oder FKK´ler wollte in einer hochgradig verklemmten Gesellschaft niemand sein – galt das Nacktwandeln an Stränden doch als egozentrisch bis pädophil und pervers. Nur ein kleines Häufchen Aufrechter sammelt sich seit fast 50 Jahren in Vereinen wie der “Irish Nudist Association” und versucht, den Iren auf dem Weg in eine freiere Gesellschaft auf die Sprünge zu helfen. Noch immer exisitieren zahlreiche einschlägige Gesetze auf der Insel, die das nackte Auftreten in der Öffentlichkeit einschließlich des Nacktbadens diskriminieren und kriminalisieren. Selbst das Nacktsein auf dem eigenen Grundstück steht theoretisch unter Strafe, sofern es jemand anderen stört.

Nackt Irland

Auch machen die  altertümlichen Gesetze keinen Unterschied, ob jemand sich entblößt, um sich sexuell zu erregen, um zu pinkeln oder um einfach das Nacktsein am Strand zu genießen. Allerdings gilt in Irland mehr noch als anderswo in Europa: Gesetze sind geduldig, vor allem, wenn sie keinen kümmern. Und die Naturisten-Vereinigung auf der Insel weist stolz darauf hin, dass nie eines ihrer Mitglieder wegen nackter Tatsachen mit dem Gesetz in Konflikt geraten sei.  

“Dip in the Nip”, übersetzt “Frostbad”, nannte sich der Massenauflauf von nackten Menschen im County Sligo im Jahr 2010 – und die vielen Frauen und wenigen Männer entblößten sich für einen guten Zweck: Das nackte Vergnügen fand zugunsten der  Irischen Krebsgesellschaft statt, bereits bei der Premiere im Jahr 2009 hatten die “Naturalisten” über 50.000 Euro Spenden eingesammelt. Dass viele Teilnehmer die gute Sache aus voller Überzeugung unterstützten erkannte, wer genau hin schaute (oder die Reportage in der Irish Times las): Man sah Frauen mit zwei, mit einer und ohne Brust, viele auch mit Narben am Bauch. Als Wohltätigkeits-Geste ist das Nacktbaden nun also akzeptiert und etabliert. Es dauerte nicht lange, bis die Nackten von Sligo Nachahmer in anderen Teilen des Landes fanden – und auch bei politischen Protestaktionen wie für den Kampf um fluor-freies Trinkwasser fallen schon einmal öffentlich die Hüllen. So findet die Freikörperkultur in einem der körperlich zurückhaltendsten Länder der westlichen Welt ganz langsam mehr Akzeptanz. Die Zeit ist reif. Irland bewegt sich – auch ohne Kleider.

PS: Die irischen Naturisten fröhnen ihrem Hobby unauffällig. Die FKK-Freunde kennen die irischen Strände. Von diesen gibt es viele und viele schöne – und die meisten sind meistens einsam und verlassen. Vor allem, wenn der berühmte irische Regen sie vor zu vielen Besuchern schützt. Die Liste, die auch für Freunde des textilen Badens interessant ist, gibt es hier

Fotos: NUCAT ( http://vimeo.com/26942509 ) oben und 2. v. unten; Irish Cancer Society (unten).  

Dies ist die aktualisierte Version eines Beitrags, der erstmals am 6. Juli 2010 auf Irlandnews.com erschienen ist.

 

Das ländliche Irland stirbt langsam und leise

Dorfstraße im County Cork


Post weg, Dorfladen geschlossen: Dorfstraße in Urhan, County Cork

Das ländliche Irland stirbt leise und langsam. Seit einigen Jahrzehnten schon dauert die Abwanderung aus den Dörfern und kleinen Städten auf dem Land an. Die Infrastruktur verschwindet, löst sich in Nichts auf : Gemeinden verlieren ihre Schule, das Postamt, die Polizeistation. Pubs und Dorfladen schließen, die wenigen Arbeitsplätze gehen verloren. Und mit ihnen löst sich die Dorfgemeinschaft langsam auf, all das, was Menschen verbindet, vom Football-Verein über den Stammtisch bis zu den Straßenkeglern, dem Elternkreis und dem Jugendclub.

Während in den urbanen Zentren der Insel nach der jahrelangen Rezession ein Hauch von Aufschwung und Optimismus zu spüren ist, lesen die Leute auf dem Land die guten Nachrichten aus Dublin nur mit einer Mischung aus Verwunderung und Verachtung: Hier auf dem flachen Land, sei es in den Midlands, in Nord-Cork, in Longford, Roscommon, Offaly oder Cavan, ist von der neuen irischen Erfolgs-Story, die in den Medien der Welt  zu lesen ist, nichts, rein gar nichts zu spüren. Die seit 2008 anhaltende schwere Wirtschaftskrise hat die ohnehin dürftige Infrastruktur in Irlands ländlichen Gebieten weiter beschädigt. Viele Dörfer sind nur noch Wohnstätten, Ansammlungen von vereinzelten Häusern. Eingekauft wird in der weit entfernten Stadt, getrunken zu Hause. Der öffentliche Raum ist mehr oder weniger verschwunden, die Stimmung wirkt kraft- und leblos. Einen Menschen auf der Straße zu treffen, ist Glückssache.

Rhetorik der Rettung: Seit einigen Wochen redet man allerdings wieder viel über die Rettung der ländlichen Gebiete. Die Kabinettsumbildung der ins Trudeln geratenen Regierung in Dublin gebar sogar eine Ministerin für ländliche Angelegenheiten. Ann Phelan hat nun im besten Fall bis zu den Neuwahlen in 18 Monaten Zeit, “Rural Ireland” wieder einmal zu retten und den Niedergang zu drehen. Derartige Debatten kehren regelmäßig wieder, vor allem in der Vorbereitungsphase für Wahlkämpfe. Rhetorisch und theoretisch wird das ländliche Irland immer wieder einmal gerettet. Und auch für Rettungskonzepte wird regelmäßig viel Geld ausgegeben. Gerade hat eine Expertengruppe 34 Ratschläge für eine Revitalisierung des ländlichen Raums erarbeitet. Immerhin ein Punkt wurde bereits umgesetzt: Die neue Ministerin ist im Amt. Der Rest ist . . . reden?  Und fordern:

Ein Marshallplan: Irish-Times-Korrespondent Tim O’Brien fordert gar eine irische Version des amerikanischen Marshallplanes, um das am Boden liegende ländliche Irland vor dem völligen Niedergang zu bewahren. O’Brien schreibt:  “Rural Ireland needs more than words: it needs a plan to deliver rural transport, broadband, roads, jobs, and towns and villages that are more attractive places to live than one-off houses.” Sinngemäß: Das ländliche Irland braucht jetzt mehr als Worte, einen funktionerenden Nahverkehr, gutes Internet, gute Straßen, Arbeitsplätze — lebendige Dörfer und Städte, die mehr sind als eine Ansammlung von Einfamilien-Häusern. Ich möchte hinzufügen:  Eine funktionerende Wasserversorgung mit einwandfreiem Trinkwasser,  Kläranlagen zur Reinigung von Land, Flüssen und Meer, eine anständige medizinische, pflegerische und psychologische Versorgung und Betreuung, und  nicht zuletzt die Beseitigung gravierender ökologischer Altlasten . . .

Ein Bad im Atlantik in Irland. Erfrischende 18 Grad.

Wild Atlantic WayNoch einmal im Atlantik in Irland baden, bevor der Herbst kommt: Die Wassertemperatur an Irlands Stränden ist derzeit vergleichsweise angenehm. Viele warme Sommertage haben das Meer gut aufgeheizt. Wer an Freibad-Temperaturen gewöhnt ist, wird enttäuscht sein, aber normal empfindliche Schwimmer, Planscher und Wellenreiter werden mit den 17 oder 18 Grad zufrieden sein und sich erfrischt fühlen.

Wer öfter an bestimmten Stränden in Irland spazieren geht, wird die Veränderungen bemerken, die der vergangene Winter gebracht hat. Vielerorts sind die Schäden der wilden Winterstürme noch gut sichtbar. Im Badeort Kilkee in West Clare etwa ist die Uferpromenade weiterhin nicht passierbar. Sie war vom tosenden Meer unterspült worden und brach ein. Viele Strände sind immer noch mit großen Steinen und Felsbrocken übersät, auch hoch liegende Klippenlandschaften wirken wie Mondlandschaften. In Parknasilla in Kerry sucht man das alte viktorianische Badehaus vergebens: Der Sturm hat es für immer weg gespült.

Doch es ist nur eine Frage der Zeit. Sie wird Gras über die Steine wachsen lassen und die Mondlandschaft allmählich wieder begrünen.

Foto: Markus Bäuchle / Wanderlust

Irischer Sonntag: Am Ende des Sommers

Inselwandern Irland

Irlandnews.comIrischer Sonntag: Das Ende eines langen Sommers ist nah. Gestern abend stand ich an Deck der Inselfähre, noch immer in kurzen Hosen, wie seit Monaten. Aber mir war kühl um die Beine. Die Sonne mühte sich zur Begrüßung auf der Insel noch einmal wie ein Bühnen-Scheinwerfer durch die Wolken. Ich fröstelte leicht, ein untrügliches Zeichen: Der Sommer in Irland geht langsam zu Ende.

Summer is over: Ich brauche nicht auf meine Beine zu achten, um zu verstehen, was die Uhr geschlagen hat. Die Gespräche der Einheimischen haben jetzt nur ein Thema: “Summer is over.” Das muss einfach so sein, denn der August rundet sich, die ersten Kaminfeuer werden gepriesen, die neuen Schuluniformen und Schulbücher gekauft. Die unendlich lange Ferienzeit der Schüler neigt sich dem Ende entgegen, erschöpfte Eltern sehnen sich nach “back-to-routine”, dem Ende des sommerlichen Ausnahmezustands und dem Beginn der herbstlichen Alltagsroutine.

Auch unsere Wandersaison neigt sich bereits langsam dem Ende entgegen. Vier Wochen noch, und das Wanderjahr 2014 ist Geschichte.  Wir reden viel davon, im Hier und Jetzt zu verweilen und den Augenblick zu leben — und doch drehen sich unsere Gedanken bereits wieder um Vergangenes, Vergehendes — und vor allem um die Zukunft. Wir von Wanderlust (Markus Bäuchle) und AiDA (Eliane Zimmermann) werden im kommenden Jahr ein neues Wanderhaus betreiben und  unsere Gäste dann im ehrwürdigen Ballylickey Manor House & Chalets begrüßen.

Langsam verabschieden wir uns von unserer alten Bleibe Ardnagashel House und freuen uns auf das schöne neue Ambiente mit Pool in einem gepflegten alten Park am Fluß und am Meer. Die Vorarbeiten im Country House in der Bantry Bay laufen bereits, erste Fotos von Ballylickey House und Chalets gibt es auf unserer neuen Wanderhaus-Website www.wildatlanticway.reisen. (Ja, richtig, die Website hat eine dieser modernen neuen Endungen, “.reisen” statt “.de”).

Wanderhaus Wanderlust

Zeit der Fotografen: Wir wollen das Jahr aber nicht vorzeitig für “gelaufen” erklären. Nach einem sonnigen, trockenen Sommer freuen uns auf einen schönen Herbst. Jetzt wird die Sonne tiefer stehen und im Zusammenspiel mit Wolken und Regen dieses abwechslungsreiche Licht kreieren, das Irland so einzigartig macht: Gewaltige Kulissen am Himmel und über dem Meer. Irland — mehr als Sonne. Es ist die Zeit der Fotografen.

Auch wir sind mit der Kamera unterwegs und fotografieren endlich, was wir schon immer einmal fotografieren wollten. Zum Beispiel diese Steinreihe in den weiten Bergen hinter unserem neuen Wanderhaus. Sie wurde vor fast 4000 Jahren aufgestellt und richtet sich nach dem nördlichsten Punkt am Horizont aus, an dem der Mond jemals aufgeht — und das tut La Luna nur alle 18,5 Jahre.

Steinreihe Irland

Diese steinalten Monolithe standen schon in der Landschaft, als die Kontinental-Kelten auf der Insel ankamen. Sie gehören zu den ersten architektonischen Manifestationen, die Menschen in der Landschaft Irlands hinterlassen haben.

Kelten in Irland

Welch faszinierende Vergangenheit. Doch zurück in die Gegenwart. Genießen wir diesen sonnigen Sommer-Sonntag Mitte August, als wäre es unser erster, oder unser letzter.

Euch allen einen schönen Sonntag! Der Wanderer.

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