Irland im TV: Ondine, der Pathologe und Bye-Child

Irland TV-Tipp, Ondine

Irland im TIrland-im-TVV Ende August und Anfang September: Der Irland-TV-Überblick auf Irlandnews. In den kommenden Tagen versucht die in London lebende Georgina mit allen Mitteln ein Baby zu bekommen, während ihr Freund auf den Aran Inseln ist und Syracruse fischt Ondine aus dem Meer. Es geht an Irlands wilde Küste und in die Tiefe zum Wrack der HMS Audacious und der Pathologe ermittelt im mörderischn Dublin. Es gibt den Kurzfilm „Bye-Child“ und der Mathematiker Marcus du Sautoy versucht, die Welt zu entschlüsseln.

 

Samstag, 29. August 2015, ZDF 3:30 Uhr: Last Minute Baby

Irland TV-Tipp, Last Minute BabyLondon. Georgina (Heather Graham) und Zak (Tom Ellis) sind eigentlich ein glückliches Paar. Sie betreibt erfolgreich eine kleine Baufirma, er arbeitet für einen privaten TV-Sender. Sie haben ein schönes Zuhause, doch ihre Meinungen, wie sich die Zukunft gestalten sollte, gehen weit auseinander. Georgina möchte endlich ein Kind, doch Zak, selbst noch ein Kind, möchte weiterhin sein freies Leben genießen.

Nach einem Besuch bei Zaks Schwester, die gerade wieder Mutter geworden ist, kommt es zu einer ernsten Auseinandersetzung. Und die Lage spitzt sich weiter zu: Eine Untersuchung bei dem Fruchtbarkeitsexperten Dr. Dupompe (Nicholas LePrevost) ergibt, dass Georgina aufgrund eines genetischen Defekts nur noch eine einzige Eizelle bleibt – und wenige Tage, um diese befruchten zu lassen. Ausgerechnet jetzt reist Zak, dank einer kleinen Intrige seiner oberflächlichen Assistentin, die selbst ein Auge auf den smarten Reporter geworfen hat, auf die abgelegen irischen Aran-Inseln, um dort zu drehen – und ohne sich vorher mit Georgina versöhnt zu haben.

Das Ei in London, das Sperma auf den Aran-Inseln – das stellt Georgina und ihre treue Freundin Clem (Mia Kirshner) vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Sie entwerfen einen Plan, um einen anderen potenziellen Erzeuger und Kindsvater zu finden, doch die Unwägbarkeiten des Lebens produzieren einen Fehlschlag nach dem anderen. Als sie aufgeben will, besinnt sich Zak eines Besseren. Wird er es rechtzeitig von Irland nach Hause schaffen?“ (Senderinformation)

 

Montag, 31. August 2015, ARD 0:05: Ondine – Das Mädchen aus dem Meer

Irland TV-Tipp, Ondine„Syracuse, von allen nur ‚Circus‘ genannt, lebt als Fischer in einem kleinen Ort an der irischen Küste. Früher war er ein haltloser Trinker, heute aber arbeitet er hart, um seine kranke, bei der Mutter lebende Tochter Annie finanziell zu unterstützen. Sein einfaches, aber zufriedenes Leben gerät durcheinander, als er eines Tages eine bewusstlose junge Frau aus dem Wasser fischt: Die verwirrt und hilflos wirkende Ondine scheint weder zu wissen, wie sie in seinem Netz gelandet ist, noch will sie ihm sagen, woher sie kommt.

Vom ersten Moment an übt sie eine seltsame Faszination auf Syracuse aus. Da sie jedoch trotz ihres Zustandes nicht ins Krankenhaus will und auch sonst von keinem anderen Menschen gesehen werden möchte, versteckt der Fischer sie kurzerhand im Haus seiner verstorbenen Mutter. Die Einzige, der er in Andeutungen von dem „Fang“ erzählt, ist Annie. Das aufgeweckte Mädchen, wegen eines schweren Nierenleidens auf einen Rollstuhl angewiesen, durchschaut das Spiel und ist fest überzeugt, dass es sich bei Ondine um einen Selkie handeln muss: ein mythisches Robbenwesen, das sein Fell ablegen und Menschengestalt annehmen kann. Tatsächlich scheint Ondine ihrem Retter auf magische Weise Glück zu bringen. Auf einmal gehen ihm wertvolle Hummer und Lachse ins Netz. Je mehr Zeit der Fischer mit der geheimnisvollen Frau verbringt, desto stärker werden seine Gefühle für sie. Auch Annie schließt Ondine tief ins Herz. Die beiden ahnen nicht, dass es für deren mysteriöse Menschenscheu einen anderen Grund gibt, der nicht nur sie selbst, sondern auch Syracuse und Annie in höchste Gefahr bringen könnte.“ (Senderinformation)

 

Montag, 31. August 2015, ARD alpha 16:00 Uhr: Irlands wilde Küste

Irland TV-Tipp, Insel der Kontraste„Das Meer tost, meterhoch spritzt die Gischt, wenn die Wellen gegen die Felsen prallen. Die Westküste Irlands ist der Gewalt des Atlantiks ungeschützt ausgesetzt. Das Meer formt bizarre Klippen und Sandstrände, eine wilde Landschaft von faszinierender Schönheit. Die Menschen hier sind es gewohnt, die Widrigkeiten des Lebens, der Natur und des Wetters auszuhalten. Krise war gestern. Heute ist Aufbruch! An der Westküste Irlands folgt ARD-Korrespondent Frank Jahn dem spektakulären, 2500 Kilometer langen “Wild Atlantic Way” und besucht Menschen, die längs der Küstenstraße leben.

Iain Miller, der Abseil-Profi, kennt die Klippen des Atlantiks genau und geht mit Touristen ausgerechnet hier auf Klettertour. Etwas weiter südlich ist der Ort Mullaghmore. Eine echte Hoffnung für das ganze Land. Denn hier in der Nähe birgt das Felsgestein vermutlich einen wahren Schatz. Schlägt man den Stein auf, funkelt er im Sonnenlicht. Gold in großen Mengen. Das Gold ist die Hoffnung Irlands – aber das wirtschaftliche Rückgrat sind die Farmer. Sie sollen die grüne Insel aus den roten Zahlen bringen. Und ganz nebenbei schaffen sie mit ihrer Arbeit die sanften grünen Hügel und weiten Felder, für die die Insel berühmt ist. In Limerick ist alles in Butter … ein Exportschlager.

Von Limerick gelangt Frank Jahn auf dem Wild Atlantic Way zum Ring of Kerry. Einer der schönsten und berühmtesten Landstriche Irlands. Stimmung pur: alte Klöster und urige Pubs am Wegesrand. In einem der Pubs treffen sich regelmäßig Joseph und Tom. Für sie ist die Stimmung Arbeitsgrundlage: Mit Mikrofon und Aufnahmegerät zeichnen sie die Töne ihrer Heimat auf. Die Live-Musik im Pub, das Knistern des Kaminfeuers, das Peitschen der Wellen – und die Melancholie der irischen Geschichtenerzähler. Ein Zukunftsprojekt. Und die Antwort auf die Frage: Wie klingt Irland?“ (Senderinformation)

 

Dienstag, 1. September 2015, ZDFinfo 12:45 Uhr: Geheimnis in der Tiefe – HMS Audacious

Irland TV-Tipp, Geheimnis der Tiefe„Vor der Nordküste von Irland liegt ein riesiges Schiffswrack, das über Jahrzehnte unberührt blieb. Für Freizeit-Taucher ist die See hier zu tief, und auch Expeditionen haben es lange nicht erforscht. Erst in den vergangenen Jahren konnten sich Profis in seine Nähe wagen. Sie fanden die HMS Audacious: eines der größten und besterhaltenen Kriegsschiffe aus dem Ersten Weltkrieg. Ergänzt werden die einzigartigen Filmaufnahmen vom Meeresgrund durch erläuternde Computer-Animationen sowie Interviews mit Zeitzeugen, Unterwasser-Archäologen und Militärhistorikern.“ (Senderinformation)

 

Mittwoch, 2. September 2015, MDR 0:00 Uhr: Der Pathologe – Mörderisches Dublin (1/3)

Irland TV-Tipp, Der Pathologe„Irland, in den späten 1950er Jahren. Der Pathologe Quirke, manchmal scherzhaft „Dr. Tod“ genannt, arbeitet zurückgezogen im Tiefgeschoss des Dubliner Holy Family Hospitals. Normalerweise verirrt sich kein Kollege an diesen Ort, an dem alle irdischen Wege enden. Umso überraschender ist das Auftauchen seines Stiefbruders Malachy, zu dem Quirke nicht das beste Verhältnis hat. Warum studiert der angesehene Chef der Geburtsklinik mitten in der Nacht die Akte einer kürzlich verstorbenen jungen Mutter?

Neugierig obduziert Quirke deren Leichnam und stellt fest, dass die junge Frau nicht an einer Embolie starb, sie verblutete bei der Entbindung: Sein ehrenwerter Bruder hatte den Totenschein gefälscht, doch damit nicht genug. Das Kind der Unglücklichen kam angeblich tot zur Welt, doch warum gibt es nirgendwo ein Grab?

Quirke geht der Sache mit Hilfe von Inspector Hackett nach. Auf versteckte Drohungen, sich herauszuhalten, reagiert er nicht, bis er eines Nachts krankenhausreif geprügelt wird. Um sich zu erholen, reist er zu seinem wohlhabenden Schwiegervater Josh Crawford nach Boston und findet dort eine Spur des verschwundenen Babys. Das Schicksal des Kindes lässt selbst den hartgesottenen Pathologen erschauern.“ (Senderinformation)

 

Donnerstag, 3. September 2015, WDR 8:05 Uhr: Planet Schule – Bye-Child

1510_WDR_ByeChild„Bye-Child“ ist ein englischsprachiger Kurz-Spielfilm, der das gleichnamige Gedicht des irischen Nobelpreisträgers Seamus Heaney filmisch umsetzt: Im ländlichen Irland trägt eine junge Frau schwer an einem Geheimnis. Sie hat ihr eigenes Kind in einem Verschlag versteckt, um es vor ihrem Vater zu schützen. So wächst das Kind auf – ohne Kontakt zu Menschen, ohne Zuwendung und ohne Sprache. Autor und Regisseur des Films ist der irische Schriftsteller Bernard MacLaverty („Cal“).“ (Senderinformation)

 

Donnerstag, 3. September 2015, Servus TV 10:55 Uhr: Der Code – Die Entschlüsselung der Welt

Irland TV-Tipp, Der Code - Die Entschlüsselung der Welt„Der Mathematiker Marcus du Sautoy deckt Muster auf, die die uns umgebenden Formen erklären. In Nordirland zeigt er uns die außergewöhnliche Ordnung, welche in der Natur in Felsformationen oder Honigwaben, aber auch Salzkristallen und Seifenblasen vorzufinden sind. Berge, Wolken und Bäume folgen in ihrer scheinbar offensichtlichen Zufälligkeit einer Ordnung. Auch die heutige Zeichentrickfilm-Animation folgt diesen versteckten Gesetzen.“ (Senderinformation)

 

Wiederholung: Freitag, 4. September 2015, Servus TV 2:05 Uhr

 

 

Dicke Überraschung in Schlemmer-Irland

Dicke in Irland

Dicke Überraschung mit Trendsetter Irland. Die Menschen in Europa werden immer dicker — und die Iren futtern und loungen ganz an der Spitze. Drei von vier Irinnen und Iren sind nach Daten der Weltgesundheitorganisation WHO derzeit dick, übergewichtig oder fettleibig – Indikator ist der umstrittene Body Mass Index. Bis zum Jahr 2030 soll sich der Anteil der allzu gewichtigen Männer in Schlemmer-Irland laut WHO-Prognose auf 89 Prozent und der der Frauen auf 85 Prozent der Gesamtbevölkerung erhöhen.

Die Überernährungs- und Fettleibigkeits-Krise tobt leise und doch mächtig in ganz Europa — nur wenige Länder können sich dem Trend entziehen. Vorbildlich dabei: die Niederlande. Frau Antje serviert zunehmend Magerkäse. Im großen Rest Europas öffnet sich die Schwere zwischen abnehmender Bewegung und zunehmender Esstätigeit stetig weiter und die Gesundheitsexperten rufen eher hilflos nach Strategien, die langfristig aus der Fettfalle und einer veritablen Gesundheitskrise führen.

Dick und Doof*: Gestern hat der Berufsverband der Physiotherapeuten Irlands ganz eigennützig noch einen drauf gesetzt: Die Iren werden nicht nur immer dicker. Sie wissen zudem überhaupt nicht, warum. Über 80 Prozent der Menschen auf der Insel kennen demzufolge nicht den einfachen Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Bewegung oder sportlicher Betätigung. Nun wollen die Physiotherapeuten den Weg in eine leichtere Zukunft weisen.

Dabei sieht man auf Irlands Straßen und Wegen heute deutlich mehr Radfahrer, Jogger und Spaziergänger als noch vor zehn Jahren —  doch dabei handelt es sich offensichtlich um eine kleine aktive Minderheit. Der Großtrend zeigt ungebrochen in die andere Richtung: Viel und schlecht essen und sich dabei möglichst nicht von der Stelle bewegen.

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* Sorry, eine politisch völlig unkorrekte Ansage, aber ich bin wirklich ein Fan dieses Duos . . .

Weil Irland anders riecht, kann man es lieben

Irland liebenIrland riecht. Anders. Üblicherweise nehmen wir andere Länder, Menschen und Landschaften bevorzugt mit den Augen wahr. Die Ohren kommen gerne zu kurz, die Nase allemal. Mein zweites Irland-Buch (geschrieben zusammen mit Eliane Zimmermann) ist Mitte August in die Buchläden gekommen: 111 Gründe, Irland zu liebenEs gibt umfassend Auskunft auf die Frage, was wir an Irland mögen (und auch was nicht).  Eliane, die Spezialistin für Düfte und Aromen, hat darin einen Beitrag darüber geschrieben, wie Irland riecht: Anders als Deutschland, als die Schweiz oder Österreich. Das liegt vor allem an der hohen Luftfeuchtigkeit, aber nicht nur. Lest selber . . .

GRUND NR. 78
Weil Irland anders riecht

Fast jedes Mal, wenn ich auf Reisen bin und dann meinen Koffer weit weg von daheim öffne, kommt mir ein sehr spezieller Geruch entgegen, den ich im heimatlichen Umfeld überhaupt nicht wahrnehme. Irgendwie leicht muffig, ein wenig nach Kaminfeuer und nach feuchter Luft. Jedes Land hat vermutlich seinen ganz eigenen Geruch, er wird einem allenfalls bewusst, wenn man ihn nach woanders verfrachtet Ich fühle mich darum immer wieder etwas unbehaglich, wenn ich mich inmitten von kontinental gepflegten, täglich geduschten und mit Weichspülern parfümierten Menschen bewege.

Nasenbuche KopieBesonders irisch ist der Duft des verbrannten Torfs (Peat), der trotz diverser offizieller Vorstöße der EU und der Regierung immer noch zum Heizen verwendet wird. Zumindest brennt das Torffeuer noch in Häusern, wo auch in den Celtic-Tiger-Jahren an die Installation einer Ölheizung nicht zu denken war, aber auch in vielen Hotelfoyers und Bars, vor allem wegen der anheimelnden Stimmung. So glühen an feucht-kühlen Herbst- und Wintertagen vielerorts wunderbar duftende Peat-Barren in den meist viel zu kleinen Feuerstellen. Für so richtig kuschelige Wärme in den traditionellen Steincottages reicht das meist nicht. Aber sie reicht aus, um die darüber hängende Unterwäsche und wettergegerbte Flanellhemden, die beim Besucher oft romantische Anwandlungen auslösen, zu trocknen. So halbwegs zumindest. Beim Durchfahren von irischen Dörfen an kühlen Wintertagen riecht man diesen altertümlichen Brennstoff, oft gemischt mit dem Geruch von Kohle. Manchmal liegt in schwerer Rauchdunst über den einfachen Cottages.

Die hohe Luftfeuchtigkeit trägt maßgeblich zum „Duft Irlands“ bei. Wenn das Hygrometer 70 bis 95 Prozent anzeigt, fühlen sich Hemd und Bettbezug irgendwie klamm an, in Schränken entwickeln sich verdächtige Stockflecken und die Zimmerdecke bekommt schwarze Pünktchen. Wer weder Heizung noch Wäschtrockner besitzt (das kommt öfter vor als man denkt), hat in den nass-kühlen Monaten größte Probleme, seine frisch gewaschene Wäsche wirklich trocken zu bekommen, und das kann man riechen. Eines der neuen Statussymbole der reichen Jahre ist der fast penetrante Geruch von diversen Weichspülern, welcher die Menschen manchmal umweht.

Ein ungewöhnlicher Geruch steht oft hinter den Häusern in der Luft: Heizungsanlagen werden mangels Keller nach draußen verfrachtet und da vielerorts mit Kerosin geheizt wird, riecht es insbesondere auf dem Land hier und dort nach Flughafen. Diese Anlagen zur Fütterung von Zentralheizungen sind zwar in den meisten Fällen nicht alt, doch sie arbeiten oft nicht wirklich effektiv, so dass sie unter lautem Getöse und Abscheiden von Flugbenzin-Wolken ständig anspringen.

In Supermärkten ist die Auswahl an elektrischen Duftgeräten, zuckrig riechenden Kerzen und Raumsprays riesig, anders kann man dem Feucht-Mief auch kaum beikommen. Insbesondere weil die fetten Jahre auch moderne luftdichte PVC-Fenster bescherten, welche eine Katastrophe für so manches alte Gebäude bedeuten können, denn wenn nicht regelmäßig gelüftet wird, schlagen Schimmelpilz und Stockfleck gnadenlos zu.

Irland duftet aber auch frisch, nach Moos, Waldboden, Pilzen und Bäumen, ein richtig grüner Duftmix, der den Kopf frei macht und welcher Naturfreunde beglückt. Nicht umsonst heißt eines der ganz frühen deutschen Herrenparfüms „Irisch Moos“, auch wenn es eher nach Zitrusnoten duftet und nicht nach einem Waldspaziergang. Lustigerweise heißt auch ein pflanzlicher Meeresbewohner, die Knorpelalge namens Chrondrus crispus, im deutschen Sprachgebrauch „Irisches Moos“. Daraus wird in Irland der feine Carrageen Pudding gekocht, denn diese Alge wird zum Verdicken von Speisen eingesetzt.

Ja, genau, Irland duftet entlang der mehr oder weniger wilden Küste auch nach Meer sowie nach all den vielfältigen Kreaturen, die sich im salzigen Nass tummeln. Und nicht zu vergessen, die unendlich vielen Schafe und Kühe auf den saftigen Wiesen: Sie tragen zum ganz besonderen Duft der Grünen Insel bei. [e]

Die 110 anderen Gründe, Irland zu lieben, gibt es hier zu lesen: 111 Gründe, Irland zu liebenZum Discounter-Preis von 9,99 €.

Irland im TV: Eine bunte Irland-Woche

Irland TV-Tipp, Wunderschön

Irland im TIrland-im-TVV Ende August: Der Irland-TV-Überblick auf Irlandnews. In den kommenden Tagen sind sowohl Paddington Bär als auch Bibi Blocksberg in Irland. ZDF-History möchte das Geheimnis der Mumien aufdecken. Es gibt die Sendung „Wunderschön!“ mit irlandnews-Autor Markus Bäuchle und Bradley Mayhew ist auf dem Dingle- und dem Kerry-Way unterwegs. Eurosport zeigt die Highlights des Fastnet Race 2015, es gibt den Kurzfilm „Bye-Child“ und es geht wieder ein mal an Irlands wilde Küste.

 

Samstag, 22. August 2015, KiKa 7:00 Uhr: Paddington fährt durch Irland

Irland TV-Tipp, Paddington als Kobold„Mr. Gruber und Paddington reisen mit dem Auto durch Irland. Unglücklicherweise geht Mr. Grubers Brille verloren. Paddington erhält die Gelegenheit, seine Fahrkünste unter Beweis zu stellen. Und tatsächlich, bis auf kleinere Pannen läuft alles sehr gut. So gut, dass die beiden auf dem Weg zum nächsten Optiker fast noch eine Autorallye gewinnen.“ (Senderinformation)

 

Samstag, 22. August 2015, ZDF 9:00 Uhr: Bibi Blocksberg – Der Kobold aus dem Briefkasten

Irland TV-Tipp, Bibi Blocksberg„Bibi Blocksberg und ihr Vater Bernhard sind allein zuhause. Als Bibi morgens beim Frühstück die Post aus dem Briefkasten auf den Tisch hexen möchte, passiert ein Unglück. Sie verhext sich. Statt der Briefe landen all die Gegenstände, die Inhalt der Briefe sind, auf dem Tisch. So auch der Kobold Hush Hush, über den Bibis irische Cousine Margie in ihrem Brief berichtet. Der Kobold will auf der Stelle zurück nach Irland. Weil Bibi nicht den richtigen Rückhexspruch findet, stellt Hush Hush das ganze Haus auf den Kopf.“ (Senderinformation)

 

Samstag, 22. August 2015, EinsPlus 16:30 Uhr: BEATZZ in Concert – Flogging Molly

Irland TV-Tipp, Beatzz in Concert„Irish Folk meets Rock und zwar beim Southside Festival 2014! Flogging Molly auf einem Festival? Dann trink bitte Dein Getränkebecher vor ‚Anpfiff‘ leer, denn sobald die Band anfängt fliegen die Fetzen. Eine DER Partybands für Festivals.“ (Senderinformation)

 

 

Sonntag, 23. August 2015, ZDF 23:30 Uhr: ZDF-History: Das Geheimnis der Mumien

Irland TV-Tipp, History - Geheimnis der Mumien„Der Pharao, der Legionär oder das Inka-Mädchen – ihre Mumien sind stumme Zeugen ihrer Zeit. Moderne Kriminaltechnik lüftet das Geheimnis, wer sie waren und wie sie starben.

Viele der später Mumifizierten starben gewaltsam, wie die Moorleiche aus Irland, die erst für ein Opfer der IRA gehalten wurde. Der fast zwei Meter große Mann wurde vor über 2000 Jahren ins Jenseits befördert. Pathologen untersuchen alte und neuere „cold cases“. (Senderinformation)

Wiederholungen: Dienstag, 25. August 2015, ZDF 1:45 Uhr // Mittwoch 26. August 2015, ZDFinfo 17:15 // Donnerstag, 27. August 2015, ZDFinfo 0:00 Uhr

 

Montag, 24. August 2015, HR 20:15 Uhr: Wunderschön! Irlands grüner Süden

Irland TV-Tipp, Wunderschön - Irlands grüner SüdenModeratorin Andrea Grießmann führt ab 20:15 Uhr durch die 90-minütige Sendung und durch den grünen Süden Irlands. Wir von Irlandnews und Wanderlust haben sie begleitet. Markus Bäuchle stellt in der Sendung einige seiner Lieblingsorte in West Cork und Kerry vor. Die Reise führt an die Südküste und auf die Halbinseln Beara, Iveragh (Ring of Kerry) und Dingle. Mit dabei ist natürlich auch der berühmte rote Rucksack mit landestypischen Geschenken für das Zuschauer-Gewinnspiel. Markus Bäuchle, der Wanderer, hat Andrea Gießmann bei Ihrer Reise durch den Süden Irlands begleitet und ihr einige der schönsten Ecken gezeigt. Einen Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten gibt es hier zu sehen!

„Windumtoste Steilküsten und einsame Moorlandschaften, sanfte Hügel und schroffe Bergketten, glasklare Seen und blühende Gärten – und mindestens 40 Schattierungen von Grün prägen Irlands Süden. Andrea Grießmann entdeckt Herrensitze und Burgruinen, kleine Städtchen mit bunten Häusern und gemütlichen Pubs, unzählige Schafe und irische Originale. Sie fährt über den berühmten „Ring of Kerry“, erkundet per Boot den Killarney National Park, macht einen Ausflug zu den Seehunden von Glengerriff und auf die Insel Garinish mit ihrem italienischen Garten. Sie probiert heimisches Bier und selbst gebrannten Whiskey, lernt irische Balladen und Geschichten und begegnet in der Bucht von Dingle dem Delfin Fungie, der seit 30 Jahren hier zuhause ist.

Herrenhäuser und Gärten
Zu den schönsten Herrenhäusern Irlands zählt das rund 300 Jahre alte, schlossähnliche Bantry House. Sophie Shelswell-White, die Tochter des Hauses, zeigt Andrea Grießmann die Kunstschätze, die ihren Vorfahren zusammentragen haben, und den prächtigen Garten samt monumentaler Steintreppe. Molly Gallivan’s Cottage Traditional Farm dagegen gibt Einblicke in das Leben der Bauern zur Zeit der Hungersnot im 19. Jh.

Die Halbinsel Dingle
Ein Hafen mit alten Fischerbooten, bunte Fassaden und viele Orte, an denen traditionelle Musik gespielt wird, machen das besondere Flair von Dingle aus. Andrea Grießmann besucht den kleinen Küstenort auf der gleichnamigen Halbinsel, testet in einem Pub das irische Bier und singt gefühlvolle Balladen. Sie entdeckt verlassene Steinhäuser und vorzeitliche Ruinen und begegnet bei einer Bootstour dem berühmten Delfin Fungie.

Der Ring of Kerry
Ein „Muss“ für alle, die den „Ring of Kerry“ entlangfahren, ist der Killarney National Park. Andrea Grießmann gleitet per Boot von See zu See, vorbei an moosbewachsenen Eichen aus einer Zeit, als Irland noch dicht bewaldet war. Sie besichtigt die malerische Burgruine Ross Castle und das efeuumrankte Muckross House, das samt einer Farm inmitten eines Parks mit Rhododendronhecken, Azaleen und Magnolienbäumen steht.

WDR Wunderschön

 

Montag, 26. August 2015, arte 7:45 Uhr: Wanderlust! Durch Irlands Südwesten

Irland TV-Tipp, Wanderlust durch Irlands Südwesten„Der Profi-Traveller Bradley Mayhew interessiert sich für das echte Irland. Zu Fuß findet er es wie von allein. An geschichtsträchtigen Bauwerken, auf vorgelagerten Inseln und in den Pubs am Wegesrand begegnet er Menschen, die für den Alltag und das Lebensgefühl auf der „grünen Insel“ stehen.

Vor den Toren der Stadt Tralee, wo der Dingle-Weg beginnt, steht die Windmühle von Blennerville. Das Wahrzeichen aus dem 19. Jahrhundert erinnert an das schwierige Verhältnis zwischen Irland und England. Früher war fast der gesamte Südwesten Irlands im Besitz englischer Großgrundbesitzer. Der Dingle-Weg führt um die gleichnamige Halbinsel, am Strand entlang und über Torfmoorlandschaften. Im Städtchen Cloghane trifft Bradley den Wanderer Tony im Pub. Zusammen ziehen sie bei dichtem Nebel in den entlegensten Teil der Halbinsel, das Küstengebirge am Brandon Point. Im Westen Dingles passiert der Weg Bauwerke aus frühchristlicher Zeit. Ein Archäologe zeigt Bradley, wie die Iren im Mittelalter gelebt haben.

Zweieinhalb Stunden dauert die Überfahrt von Dingle bis an die Nordküste der Halbinsel Iveragh, landläufig Kerry Peninsula genannt. Der Kerry-Weg führt Bradley zum Fischerort Caherdaniel. Von dort macht er einen Abstecher auf die Felseninsel Skellig Michael. Im Kloster auf der Spitze der Felsen entsagten vom 6. bis zum 12. Jahrhundert die Mönche der Welt.

Zurück auf dem Festland geht es auf einer alten Kutschenstraße weiter. Über die Macgillycuddy’s Reeks, ein raues und einsames Gebirge, folgt der Weg dem Black Valley bis zu den Seen des Killarney-Nationalparks. Die Wanderung durch Irlands Südwesten endet an einem viktorianischen Adelssitz vor den Toren der Stadt Killarney.“ (Senderinformation)

 

Mittwoch, 26. August 2015, EuroSport 20:30 Uhr: Segeln: 46. Rolex Fastnet Race 2015

Irland TV-Tipp, Eurosport Fastnet Race„Segelfans kommen bei der Wednesday Selection auf Eurosport voll auf ihre Kosten. Die Highlights des 46. Rolex Fastnet Race, der berühmten Segelregatta für Hochseeyachten, die im Ärmelkanal vor England und im Atlantik vor der Küste Irlands stattfindet, steht auf dem Programm. Das 608 Seemeilen (1.126 km) lange Rennen gehört zu den klassischen Offshore-Rennen und wird im zweijährigen Turnus ausgetragen. Bis 1999 diente das Fastnet-Rennen, dass für seine Flauten und extremen Wetterlagen berüchtigt ist, als Abschlussregatta des Admiral’s Cups. Das mehrtägige Rennen wird aus dem Solent vor Cowes gestartet, danach wird der Fastnet-Felsen vor der südwestlichen Küste von Irland umrundet, bevor es dann südlich der Scilly-Inseln an der Spitze Cornwalls zurück in die Hafenstadt Plymouth geht.“ (Senderinformation)

 

Donnerstag, 27. August 2015, WDR 8:05 Uhr: Planet Schule – Bye-Child

1510_WDR_ByeChild„Bye-Child“ ist ein englischsprachiger Kurz-Spielfilm, der das gleichnamige Gedicht des irischen Nobelpreisträgers Seamus Heaney filmisch umsetzt: Im ländlichen Irland trägt eine junge Frau schwer an einem Geheimnis. Sie hat ihr eigenes Kind in einem Verschlag versteckt, um es vor ihrem Vater zu schützen. So wächst das Kind auf – ohne Kontakt zu Menschen, ohne Zuwendung und ohne Sprache. Autor und Regisseur des Films ist der irische Schriftsteller Bernard MacLaverty („Cal“).“ (Senderinformation)

 

Freitag, 28. August 2015, ARD alpha, 19:30 Uhr: Irlands wilde Küste

Irland TV-Tipp, Insel der Kontraste„Das Meer tost, meterhoch spritzt die Gischt, wenn die Wellen gegen die Felsen prallen. Die Westküste Irlands ist der Gewalt des Atlantiks ungeschützt ausgesetzt. Das Meer formt bizarre Klippen und Sandstrände, eine wilde Landschaft von faszinierender Schönheit. Die Menschen hier sind es gewohnt, die Widrigkeiten des Lebens, der Natur und des Wetters auszuhalten. Krise war gestern. Heute ist Aufbruch! An der Westküste Irlands folgt ARD-Korrespondent Frank Jahn dem spektakulären, 2500 Kilometer langen “Wild Atlantic Way” und besucht Menschen, die längs der Küstenstraße leben.

Iain Miller, der Abseil-Profi, kennt die Klippen des Atlantiks genau und geht mit Touristen ausgerechnet hier auf Klettertour. Etwas weiter südlich ist der Ort Mullaghmore. Eine echte Hoffnung für das ganze Land. Denn hier in der Nähe birgt das Felsgestein vermutlich einen wahren Schatz. Schlägt man den Stein auf, funkelt er im Sonnenlicht. Gold in großen Mengen. Das Gold ist die Hoffnung Irlands – aber das wirtschaftliche Rückgrat sind die Farmer. Sie sollen die grüne Insel aus den roten Zahlen bringen. Und ganz nebenbei schaffen sie mit ihrer Arbeit die sanften grünen Hügel und weiten Felder, für die die Insel berühmt ist. In Limerick ist alles in Butter … ein Exportschlager.

Von Limerick gelangt Frank Jahn auf dem Wild Atlantic Way zum Ring of Kerry. Einer der schönsten und berühmtesten Landstriche Irlands. Stimmung pur: alte Klöster und urige Pubs am Wegesrand. In einem der Pubs treffen sich regelmäßig Joseph und Tom. Für sie ist die Stimmung Arbeitsgrundlage: Mit Mikrofon und Aufnahmegerät zeichnen sie die Töne ihrer Heimat auf. Die Live-Musik im Pub, das Knistern des Kaminfeuers, das Peitschen der Wellen – und die Melancholie der irischen Geschichtenerzähler. Ein Zukunftsprojekt. Und die Antwort auf die Frage: Wie klingt Irland?“ (Senderinformation)

 

Warum Deutsche ständig über das Wetter nörgeln

West Cork Irland by Wanderlust

Irland und das Wetter. Die Krimi-Autorin Isabell Morf aus Zürich schreibt mir nach einem erfrischenden Irland-Besuch diesen  Kommentar zu einer Passage in meinem Buch Irland. ein Länderporträt:


Isabel Morf by Stefan JäggiGuten Tag Herr Bäuchle

Es gibt bei den Irland-Touristen noch einen Wettertyp mehr: nämlich den Wetterfan. Mein Mann und ich waren glücklich, der Hitzewelle in der Schweiz zu entfliehen und drei Wochen frische Luft, kühlere Temperaturen und eine hübsche Mischung aus Regen, Wind, Wolken und Sonne zu erleben.

Herzliche Grüsse

Isabel Morf

Zürich


Ich hatte ursprünglich nur sechs Wetter-Typen identifiziert und diese auch in meinem Buch beschrieben. Ein Dankeschön für die Ergänzung in die Schweiz, wo offensichtlich nicht so viel am wundervollen irischen Wetter herumgenörgelt wird 😉 Hier mein Originalbeitrag über das irische Wetter und die touristischen Wetter-Typen vom 22. Juli 2011.

„Nach einem herrlichen Sonnentag zieht ein warmer wolkenloser Sommertag auf über der Bantry Bay in West Cork, Irland. Es wird ein Tag für Sonnenanbeter, für Ausflügler, die den Fastnet Rock bei ruhigster See umrunden wollen, für Bergwanderer, die auf Sicht gehen und jedes Risiko vermeiden.  Ein Tag für den wetter-fühligen Deutschen in Irland.

So fällt es heute morgen schwer, über das Lieblingsthema der deutschen Einwanderer und Urlaubsgäste in Irland zu schreiben: das Wetter, das irische Wetter, das schlechte Wetter eben. Die Iren haben zahlreiche Euphemismen in die Welt gesetzt, die jeden Gast eigentlich aufhorchen lassen müssen: Sie lassen Champagner regnen, sie stehen tropfnass im „flüssigen Sonnenschein“ (liquid sunshine), sie erleben „vier Jahreszeiten an einem Tag“, sie erkennen einen „lovely morning“, wenn es dem Urlaubsdeutschen schon die Schuhe auszieht vor lauter Wetterfrust  – und sie haben immer einen guten Grund ins Pub zu gehen, denn dort ist das Wetter immer gleich gut.

Die Deutschen und das irische Wetter, das ist eine lange Geschichte, die Geschichte einer Hass-Liebe. Sie beginnt in der Phantasiewelt der gepflegten Vorurteile: Zig-Millionen Deutsche wollen eigentlich gerne einmal ins romantische Irland der Rosmunde-Pilcher-Landschaften, ins Land der Schafe, des Whiskeys und der Kerrygold-Butter reisen. Am Ende schaffen Jahr für Jahr nicht einmal 400.00 teutsche Reiselustige den Sprung über die zwei Meereskanäle. Zu sehr drohen schlechtes Wetter, Dauerregen, miese Laune – da geht man doch lieber auf Nummer sicher, bucht das Ticket mit Schönwettergarantie nach  Malle und Los Kanaros, an die schöne blaue Adria, die Strände von Alexis, Julio, Mehmet oder Giovanni. Warum auch nicht. Gott hält seine nasse Hand schützend über die Grüne Insel, der gütige alte Mann mit Bart (und Regenmantel) hat Petrus den Auftrag zur Dauerbewässerung und Judas das Mandat zur permanenten Falschmeldung erteilt: In Irland regnet es immer.  Ständig. Und dauernd. Ganz sicher. Nicht.

Die deutschen Irlandreisenden, die es schließlich doch wagen und die es auch schaffen, im Land des vermeintlich ewigen Regens anzukommen, lassen sich in diese 6 Wetter-Typen aufteilen – wobei der Irland-Deutsche in Klima-Fragen leicht zur Hybridisierung neigt:

1. Der Wetter-Nörgler

Mit skeptischem Blick auf das Smartphone stellt er mindestens dreimal am Tag familien-öffentlich fest, dass es in Deutschland gerade wieder drei Grad wärmer und zehn Millimeter trockener ist. Der Feststellung folgt eine kritische, meist mit negativen Untertönen durchsetzte Würdigung des lokalen Kleinklimas. Der Nörgler neigt zu Selbstvorwürfen: Eigentlich hat er es aufgrund akribischer Vorstudien ja gewusst, dass das Wetter in Kerry kühler ist als das auf Gran Canaria.

2. Der Wetter-Leidende

Eigentlich die Wetter-Leidende, denn WLs sind oft weiblich. Sie neigen zum kalten Fuß; wenn ihr unruhiger Blick nicht gerade den Himmel nach Regenwolken abscannt, sucht er die Räume im Automodus nach Heizkörpern und Thermostaten ab. Wetter-Leidende werden oft in drei Schichten Fleece gehüllt angetroffen und verlangen gerne nach Wärmflasche und Dauerheizung. Im Kuschelbettchen unter warmen Decken ist Irland einfach am schönsten. Auch über einem Gläschen Hot Whiskey lässt sich das Leid besser ertragen.

3. Der Wetter-Kolumbus

Ein ganz schräger Vogel. Er will nach Indien und landet in Amerika. Er will sich im Süden im heißen Sand wälzen und „friert sich in Lahinch die Eier ab“, wie er das selber ausdrückt. Er ist der wahre Doofkopp der Reise-Community. Denn eigentlich hätte er wissen können, dass der Ire auf dem Breitengrad von Hamburg keine Kokospalmen aberntet.

4. Der Wetter-Engel

Der Wetter-Engel (m/w) ist ein häufig anzutreffendes Geschöpf. Es hat seine großen Momente im herrlichen Sonnenschein, im Dauerschönwetter und in der ein- bis zweiwöchigen Regenpause. In seinem Narzissmus schreibt sich der Wetter-Engel den Umstand schönen Wetters oder absolut trockener Tage und Wochen immer selber zu. „Wenn Engel reisen . . .“ spricht die Wetter-Engelin viel-sagend und lässt ihr Gegenüber angesichts dieser mächtigen metaphysischen Kräfte staunend zurück. Wer wollte einem gottähnlichen Wetter-Engel widersprechen.

5. Der Wetter-Fatalist

Der Wetter-Fatalist nimmt das Wetter wie es ist. Er lebt nach dem Wahlspruch: Ändere, was Du ändern kannst und nehme den Rest gelassen an. Den Wetter-Fatalisten gibt es in der Version des Vorbereiteten, der sich alle Varianten vom Sonnenbrand bis zu leichten Erfrierungen vorstellen kann und mit entsprechender Kleidung vorsorgt.  Die Version des sorglosen Wetter-Fatalisten verfügt in der Regel über eine robuste physische Konstitution. Der Regen perlt an seiner Teflon-Haut ab, die UV-Strahlung reflektiert er unbeeindruckt in den Äther zurück.

6. Der Wetter-Tolerante

Dem Wetter-Fatalisten nicht unähnlich, befindet sich der Wetter-Tolerante noch auf dem Weg. Er ist sozusagen der Oberstufen-Schüler in der großen Wetterschule. Betont bemüht scheut er keine Anstrengung, um sich dem Wetter gewachsen zu zeigen. Ob´s stürmt oder schneit, der Wetter-Tolerante ist allzeit bereit, den Schritt vor die Tür zu wagen. Koste es, was es wolle. Der Wetter-Tolerante hat vor Reiseantritt meistens eine niedrige vierstellige Summe in Funktionskleidung investiert, denn er lebt nach dem Wahlspruch: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte . . . . „. Genau.

Man kann das irische Wetter allerdings auch ganz positiv sehen. Nach über einem Jahrzehnt im vermeintlichen Dauerregen Irlands meint zumindest der Wanderer:

1. Das Wetter in Irland ist fabelhaft: Es schützt dieses Land vor allerlei – vor allem aber vor mittelmeerischem Massentourismus.
2. Das Vorurteil über das Wetter ist famos: Die Wirklichkeit gelingt immer besser als ihr Ruf.
3. Oder schlechter. Die Wirklichkeit im Sommer 2011 im Südwesten Irlands sieht so aus: Das bislang regenärmste Jahr seit zwei Jahrzehnten lässt Brunnen, Teiche und Bäche austrocknen. Die Wasser-Depots sind erschreckend leer. Wer einen Garten hat, muss ständig wässern. Mehr Regen wäre Gärtners Segen. Mehr Sonne auch.
4. Es lebe das irische Wetter. Es lebe das herrliche Dauergemurmel über das irische Wetter. Ein Hoch auf  die irische Regenpause – auf die fünfminütige genauso wie auf die sechswöchige.

 

Die Zeichen der Natur deuten und Schönheit finden

Irland Natur

Rückzug in Irlands wilde Berge. Tage der Klausur unter dem hohen Himmel. Zentrierung. Erdung. Fels, Wasser, Gras, Luft, Wind, Sonne, Regen. Intensive Verbindung mit der Natur. Wandern. Sitzen, Wandern. Ruhen. Übernachtung hoch in den Bergen in einem alten Cottage. Kein Strom, keine Dusche. Trocken und geborgen vor dem großen Kaminfeuer. Waschen im Fluss. Das Essen: einfach, schmackhaft. Die Attribute des modernen Alltags — Uhr, Telefon, Brieftasche, iPod — abgelegt, ausgeschaltet, abgegeben. Die Sinne wach, das Herz offen.

:: Wir sind zurück aus den Bergen. Sandra Böttcher berichtet über ihre Erfahrungen beim Irland Natur-Retreat Wildniswoche.

Angekommen in unserem alten Farmhaus in den Bergen lernen wir, achtsam zu sein. Sich selbst beim Denken und Fühlen zu beobachten und sich und die anderen wahrzunehmen, ohne zu analysieren, abzulenken oder zu urteilen. Ganz schnell entsteht eine harmonische, feinfühlige Gruppendynamik, die Grundlage sind Vertrauen und Geborgenheit.

Wir reduzieren uns auf das Einfache, nutzen unsere Sinne bewusst und verlassen hier und da unsere Komfortzone, kommen mit wenig Gepäck aus.

Wir kochen und spülen gemeinsam, richten Feuer, besprechen unsere Geschichten und Tagesabläufe, reden weniger aber sagen mehr, wandern im Einklang, achten aufeinander.

Hautnah entdecken wir, wie schön das Leben inmitten der Natur und den wichtigen Werten sein kann.

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Wir trotzen den Ausprägungen des Wetters; sind unterwegs bei Sturm und Regen, Sonnenschein.

Die Felssteine sind rutschig von der angesammelten Feuchte, wir setzen unsere Schritte aufmerksam und vorsichtig. Wir suchen Trittsteine, um reißende Bäche und Flussläufe zu überqueren. Sumpfiges Hochmoor, schlüpfrige Wiesen, dichte Farnfelder und hüfthohes Gras; wir stapfen durch die Landschaft, bergauf und bergab.

Ich fühle mich sicher in der Gruppe und das Gelände scheint mir irgendwie vertraut.

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Ich spüre ganz deutlich: Die Natur will unser Herz und unseren guten Blick, braucht Schutz und Pflege. Ich fühle mich umgeben von positiven Energien, die mein Gemüt beruhigen. Ich fühle mich wohl im Kopf, wohl in meiner Haut und wohl im Geist, empfinde eine enorme Lebenskraft.

Die Berge und Flussläufe haben ihre Stimmungen, das Licht berührt einen fast wie eine zärtliche Hand. Das ist so intensiv, nachhaltig. Diese Landschaft bedeutet mir emotional sehr viel, wirkt magisch, sieht jeden Tag anders aus.

Ich schaue gern den Wolken nach, wie sie vorbeiziehen.

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Schon nach ein paar Tagen in den Bergen stelle ich fest: Weniger planen, mehr leben, das könnte etwas für mich sein. Etwas mehr Spontaneität und Risikobereitschaft, ab und zu mutiger sein. Sind das nicht Wünsche ans Leben, die den meisten von uns am allerwichtigsten sind? Was hindert uns, sie zu verwirklichen? Vermutlich die Angst, die vertraute Enge und Denkweise zu verlassen, wenngleich wir uns danach sehnen.

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Wir sitzen oben im Hochplateau, genießen den Blick vom Gipfel, den wir mühsam bestiegen haben. In der Gruppe und allein beschäftigen wir uns mit Lebensfragen, suchen aber auch die Stille, um nach innen zu horchen.

Es genügt manchmal, die Natur zu beobachten, um Antworten zu finden – und wenn man auf der Spitze eines Berges steht, kann man schon mal sagen: „Mein Gott, wie bin ich privilegiert!“

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Wir erleben Stunden des inneren und äußeren Erkundens, sammeln Momente, anstatt Dinge. Staunen und bewundern die Pflanzenwelt um uns herum, den betörenden Duft der Natur – und verspüren in unserer Gefühlswelt eine freudige Hochstimmung – die an das Immaterielle gebunden ist!

Einfach leben und natürlich sein ist ein großes Glück in diesen Tagen, es vermittelt echte Lebensfreude. Stille und Abgeschiedenheit genießen. Ich werde es mitnehmen, dorthin, wo manchmal der Lärm alles übertönt. Stille erlaubt es auch, sich mehr auf sich selbst zu besinnen, besser zu entspannen, das Wohlbefinden zu steigern, sich besser zu konzentrieren und endlich mal der inneren Stimme zu lauschen, die uns vielleicht schon lange warnt: Vor Empfindungen, die wir nur allzu gerne unterdrücken, vor zu viel Stress, zu viel Alkohol, zu wenig Zeit für uns und für unsere Familie, Freunde.

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Dag Hammarskjöld (1905-1961), als Generalsekretär der UN im Dienst des Friedens tätig gewesen, sagte:

„Verstehen – durch Stille. Wirken – aus Stille. Gewinnen – in Stille.“

Ein großer Dank an die Wegbegleiter und Gefährten, die mir ihre Nähe, ihre Geschichten geschenkt und eine Woche ihr Leben mit mir geteilt haben. Das Einzige, was auf Dauer zählt, sind Begegnungen und die Menschen, die uns begleiten – die Guten.

Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt haben – und nicht, was wir ersehnt haben. (Arthur Schnitzler)

:: Mehr Informationen zum Irland Natur-Retreat Wildniswoche gibt es hier: Kraft schöpfen in der Natur der irischen Berge.

:: Für die Woche vom 19. bis 26. September sind noch Plätze frei: www.wildes-irland.de

 

😀 Fotos: Sandra Böttcher (2-7), Markus Bäuchle (1)

Ein Ire kämpft gegen die Unpünktlichkeit

Irland ZeitJohnny ist ein Farmer-Sohn aus West Cork. Er fährt sein eigenes Taxi und ist seit über 20 Jahren im Geschäft. Er weiß, wie der Ire läuft. Viele Jahre hat Johnny den Lumpenwagen, das Late Night Taxi von den Pubs zu den heimischen Betten der Region gefahren. Bei all dem hat er sich seine Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit bewahrt. Wenn Johnny auf 8 Uhr bestellt wird, steht er 10 Minuten vor 8 vor der Tür.

„Das kommt wahrscheinlich von meiner Zeit im Ausland“, sagt Johnny fast entschuldigend. Er hat lange Overseas gearbeitet, und nun fühlt er sich oft wie ein Fremder im eigenen Land. Wie ein Blow-in, ein Herein-Gewehter, wie man hier zu uns Fremden sagt (Dabei spielt es keine Rolle, ob Du aus Deutschland oder aus Donegal kommst. Du bist und bleibst ein Blow-in). Denn die sprichwörtliche Unpünktlichkeit der Irinnen und Iren ist vor allem in den ländlichen Gebieten noch immer stark ausgeprägt. Johnny ist Ire und er hasst Unpünktlichkeit, sie stiehlt ihm Woche für Woche viele Stunden eigenes Leben. Für ihn ist Unpünktlichkeit kein Lebensstil sondern Rücksichtslosigkeit und Undiszipliniertheit.

„Stell Dir vor, die Mary hat mich für eine Gruppenfahrt gebucht. Ich müsse absolut pünktlich sein, denn sie müssten Punkt 20 Uhr bei einer Party in G. sein. Als ich die lustige Gruppe wie bestellt in einem Pub in der Nachbarschaft in A. abholen will, geht prompt Mary´s Hand nach oben: Noch eine Runde, Wirt. Du glaubst es nicht, als sie um 20 Uhr noch einmal eine Runde bestellen will, die Feier hatte man wohl längst vergessen, weise ich Mary sanft darauf hin, dass sie nun bereits 20 Kilometer weiter bei der Party sein sollte — und dass ich mich nun um andere Fahrgäste kümmern muss. Weisst du, was sie antwortet? Oh Johnny, das  tut mir aber leid. Ich wusste gar nicht, dass Du es so eilig hast. Mary ist wirklich eine liebenswerte Frau, aber diese Unpünktlichkeit . . .“

Johnny könnte mit seinen Late-Night-Stories ein Buch füllen. Am Ende aber ist er froh, dass sich die Dinge auch in Irland langsam ändern, selbst wenn das seinem Taxi-Business nicht gut tut: „Das massenhafte tage- und nächtelange Saufen, das früher ein anderes Wort für Ferien und Freizeit war, stirbt langsam aus. Heute gehen auch mehr und mehr Iren einem geregelten Alltag nach, sie machen Ferien und Kurztrips eher wie die Kontinental-Europäer.“ Johnny erinnert sich: „Vor 10, 20 Jahren kamen die Leute aus Dublin oder Cork hier zu uns aufs Land in die Ferien, setzten sich auf einen Barhocker, tranken und tranken und verließen den Barhocker bis zum Ferienende kaum. Was haben trinkfeste Iren nachts um 2 gelacht über die komischen Deutschen und Franzosen, die meist schon um 23 Uhr in ihren Betten lagen, um am nächsten Tag fit für Unternehmungen zu sein. Nun machen wir es selber so, und das ist gut.“

Und so gibt Johnny die Hoffnung nicht auf, dass er irgendwann in ein paar Jahren um zehn for acht vor irgendeiner Pub-Tür steht, und dass keine Hand hoch sondern die Tür auf geht und die Fahrgäste sich freuen, pünktlich abgeholt zu werden . . .

Johnny existiert, die Geschichte ist wahr, den Namen habe ich geändert. M.

Träumen von einem anderen reicheren Leben

Irland Wanderer

Lieblingsthema Irland: Es ist ein wenig ruhig geworden in den vergangenen Wochen hier auf Irlandnews. Das hatte Gründe und das wird sich wieder ändern. Zunächst zu den Gründen:

* Es ist Sommer (oder das, was wir in Irland dafür halten . . . ). Es ist Wanderzeit. Wir haben eine schöne aber auch anstrengende Saison, und da bleibt oft keine Zeit zum Schreiben. Winter ist Schreibzeit, Sommer Wanderzeit.

* Irlandnews gibt es nun im siebten Jahr. Es ist und bleibt eine Einmann-Veranstaltung mit Unterstützung (Großer Dank vor allem an Antje für die wöchentlichen Irland-TV-Tipps, immer freitags!). Es fällt mir schwerer als in den ersten Jahren, frische und spannende Irland-Themen für mich selber zu entdecken. Hier versammeln sich mittlerweile weit über 2000 eigene Beiträge. Eigentlich habe ich über fast jeden Aspekt dieses schönen kleinen Landes, seiner Natur, Kultur und Menschen schon einmal etwas geschrieben. Mit dem zweiten Aufwasch aber tue ich mich schwer, und ich hatte mir vor einigen Jahren auch noch vorgenommen, weder mich noch andere mit ständigen Wiederholungen langweilen zu wollen.

Irland Buch BäuchleFreude bei der Arbeit: Ich habe mir, nach einigen dürren Jahren, hier in Irland die Arbeit geschaffen, die mir viel Spaß macht. Das merkt man unter anderem daran, dass zwischen Arbeit und Freizeit kaum unterschieden werden kann (eine perfekte Grundlage, sich selber lustvoll auszubeuten). Oder daran, dass sich unser Leben hier auch nach 15 Jahren immer noch ein wenig wie Dauerurlaub anfühlt. Ein großer Sinn- und Spaßkiller aber, der sich gerne heimlich durch die Hintertür schleicht, ist die langweilige Tante Wiederholung.  Man möchte ihr gerne aus dem Weg gehen.

Irland lieben* Bücher sind erschöpfend. Mein erstes Buch Irland. Ein Länderporträt ist Ende Juni 2015 in der 3. Auflage erschienen. Mein zweites Irland-Buch (geschrieben zusammen mit Eliane Zimmermann) ist gerade vor ein paar Tagen, Mitte August, in die Buchläden gekommen: 111 Gründe, Irland zu lieben gibt umfassend Auskunft auf die Frage, was wir an Irland mögen (und auch was nicht).  Am Ende des letzten geschriebenen Satzes beider Bücher machte sich der Eindruck breit, alles sei gesagt zum Thema. Zumindest aus meiner Perspektive.

* Und nicht zuletzt: Ihr „da draußen“,  lieben LeserInnen, Mit-DiskutantInnen, Co-AutorInnen, seid müder, zurückhaltender, kürzer geworden. Die spannenden Diskussionen vergangener Jahre kommen nicht mehr so leicht zustande. Mein Verdacht: Unser aller Aufmerksamkeitsspanne ist erheblich geschrumpft. Das ständige Liken, das sich Bekennen per Ein-Tasten-Druck, das fixe Bildchen und Filmchen Posten, das kurzatmige stakkatohafte Facebooken, Whatsappen und Snapchatten hat vielen Menschen die Energie zum Formulieren größerer Text – und Sinneinheiten geraubt. Oder doch nicht? (Das Kommentarfeld findet Ihr am Ende dieses Beitrags).

Was also tut sich auf Irlandnews? 

* Zu allererst: Mehr Energie fließt in Zukunft in das Irlandnews-Ressort Natur & Mensch. Gemeinsam nachzudenken über unser so gespaltenes und ungesundes wie faszinierendes und hoffnungsvolles Verhältnis zur Natur erscheint mir lohnender und wichtiger denn je.  Realistisches Träumen von einer besseren Zukunft.

* Wirklichkeit beschreiben: Reiseführer, Reise-Tipp-Sammlungen, Nebelwerfer, romantisierende Werbebroschüren und Hochglanz-Publikationen über den Wilden Atlantischen (Holz?-) Weg gibt es zur Genüge. Doch nichts ist spannender als die Wirklichkeit. Irlandnews wird deshalb künftig stärker darüber berichten, wie das Leben in Irland in diesen schwierigen Jahren des Wandels und der rapiden Veränderungen wirklich ist. Das Leben in Irland jenseits von Klischees und Grüne-Brille-Marketing. Dieses Land ist ein herrliches Land, das Paradies aber ist anderswo zu vermuten, auch wenn wir hier am westlichen Rand Europas immer wieder paradiesische Momente erleben dürfen.

* Das Schöne sehen: Die Schönheit der Landschaft, die Schönheit in einzelnen Menschen, die Schönheit des eigenen Weges ist Teil der Wirklichkeit. Sie soll nicht zu kurz kommen. Der Traum der Wirklichkeit.

* Feedback: Ich würde von LeserInnen und MitmacherInnen gerne erfahren, wie es um Eure Bereitschaft steht, künftig mitzuwirken. Wer würde gerne für Irlandnews schreiben und wenn ja, über was? Zudem: Was wünscht Ihr Euch thematisch von Irlandnews? (Das Kommentarfeld findet Ihr am Ende dieses Beitrags).

Und doch: Immer wieder einmal kommen schöne Reaktionen auf Irlandnews-Beiträge. Gestern schrieb Uschi auf unsere Anzeige Wanderlust sucht Wanderführerin diese E-Mail:

Lieber Markus Bäuchle,

Nein ich möchte mich nicht wirklich bewerben. Aber Ihre Anzeige lässt uns träumen, von einem anderen, vielleicht reicheren Leben.

Keine Angst, eigentlich sind wir mehr als zufrieden, aber man darf ja mal fantasieren…

Wir waren in diesem Jahr zum ersten Mal wandern in Irland – den Kerryway – und haben in einer schwierigen Situation unserer schon langen Liebe wieder zueinander gefunden – Wandern als Therapie?

Spannenderweise gab es einige Berührungspunkte mit Inhalten in Ihrem Blog – schon am Anfang der Reise, das Konzert von Damien Rice im Marque in Cork – wir waren auch da und es war so berührend und wundervoll…

Wir haben auch Überlegungen zum Zeitverständnis der Iren angestellt – wir haben fast keine Uhr in öffentlichen Gebäuden, B&Bs oder Bussen gefunden, die die “richtige”  Zeit angezeigt hat. Und dann die netten Menschen, jeder bedankt sich nach der Fahrt beim Busfahrer – wir haben uns vorgenommen, ein wenig dieser Freundlichkeit in unseren deutschen Alltag mitzunehmen.

Wir werden im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder kommen und weiter träumen, vom Cottage, das zu mieten ist, der Nähe zur Natur und dem Alleinsein und der Intensität der Wahrnehmungen während der Wanderungen – Vielleicht sieht man sich ja mal…

Wir wünschen Ihnen eine glückliche Hand beim Finden des neuen Wanderführers und freuen uns über weitere Berichte aus unsere neuen Traumland…

Liebe Grüße von Uschi . . .

Danke Uschi und alles Gute!

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