Irland im TV: Lust auf Liebe

Irland TV-Tipps, Geo Reportage, Lust auf Liebe in Lisdoonvarna

Irland im TIrland-im-TVV Ende April: Der Irland-TV-Überblick auf Irlandnews. In den kommenden Tagen gibt es eine weitere Folge der irisch-australisch-deutschen Kinder-Serie “Kein Keks für Kobolde” und Bibi Blocksberg reist nach Irland. Besser reisen ist am Wild Atlantic Way unterwegs und Markus Bäuchle zeigt in der WDR-Sendung “Wunderschön” noch einmal seine Lieblingsorte in Irlands grünen Süden. Die Geo-Reportage zeigt die Lust auf Liebe in Lisdoonvarna.

 

Samstag, 25. April 2015, ZDF 6:50 Uhr: Kein Keks für Kobolde – Der große Durst

Irland TV-Tipp, Kein Keks für Kobolde

“Während des glühend heißen Sommers trocknet der Fluss fast völlig aus. Siebenpunkt sucht verzweifelt mit einer Wünschelrute nach frischem Wasser.

Je weniger ihm das gelingt, umso mehr liegen die Nerven der Kobolde blank. Schließlich ist Feuerkopf so erbost über die vollkommen sinnlose Suche, dass er die Freundschaft mit ihnen kündigt und den Sumpfratten in die Hände fällt.” (Senderinformation)

 

Samstag, 25. April 2015, ORF3 15:55 Uhr: Besser reisen – Irlands spektakuläre Westküste

Irland TV-Tipp, Besser Reisen“Das Team von Besser Reisen ist auch dieses Mal wieder unterwegs auf der grünen Insel Irland. Der Wild Atlantic Way ist eine der längsten Küstenstraßen der Welt, 2.500 km führt die Route vom Norden bis in den Südwesten der Insel. Die Tour beginnt mit dem Besuch der Cliffs of Moher im County Clare – sie sind die bekanntesten Steilklippen Irlands, jährlich über eine Million Besucher lassen sich das Naturspektakel nicht entgehen. Golf wird in Irland bei jedem Wetter gespielt – die kräftige Brise gestaltet das Spiel an der Küste sehr herausfordernd.
Ein guter Tipp für Alle die Natur pur auf ihren Wanderungen erleben möchten: die Halbinsel Loop Head – hier wechseln sich steile Klippen, schäumende Wogen und dramatische Felsformationen ab.

Der nächste Besuch gilt dem Flying Boat Museum in Foynes , das einzige Museum der Welt das sich hauptsächlich mit dem Passagierflugverkehr beschäftigt. Hier findet man die legendäre Boeing 314, das Langstrecken Flugboot das im 2. Weltkrieg zwischen New York und Foynes in Irland verkehrte. Nach einem Strandspaziergang in Inch machen wir uns auf die Halbinsel Dingle zu erkunden. Sie ist die nördlichste der 5 Halbinseln im Südwesten Irlands und der Slea Head Drive, die Panoramastraße ist für Viele eine der schönsten. Wir legen einen Stopp beim Dunbeg Fort ein, eine Klippen Festung die mehr als 3.000 Jahre alt ist. Anschließend besuchen wir das Blasket Visitor Center, das einen ausführlichen Einblick in das archaische Leben der Inselbewohner gibt, die letzten wurden 1953 aufs Festland zurückgeholt. Dann überqueren wir den landschaftlich beeindruckenden O’Connor Pass und die letzte Station unserer Reise ist Mizen Head, die gefährliche Landspitze hat bei Sturm und Nebel viele Opfer gefordert- mehr als 200 Schiffswracks sollen hier auf Grund liegen. Erst seitdem 1909 die Mizen Head Fog Signal Station in Betrieb genommen wurde, konnte die Stelle von den Schiffen sicher passiert werden. Eine beeindruckende Reise entlang der Westküste Irlands, auf der spektakulären Küstenstraße Wild Atlantic Way geht damit zu Ende. (Senderinformation)

 

Sonntag, 26. April 2015, ZDF 7:20 Uhr: Bibi Blocksberg – Die Schlossgespenster

Irland TV-Tipps, Bibi Blocksberg“Die Blocksbergs fahren zu Barbaras Cousine Cecilie nach Irland und finden die Familie Thunderstorm in sehr getrübter Stimmung vor. Der geldgierige Mr. Whipsnake will sich ihr Schloss unter den Nagel reißen, wenn sie die letzte Rate der Hypothek nicht bezahlen können.

Und im Moment fehlt das Geld dafür. Bibi und Margie, Cecilies Tochter, schmieden einen Plan. Man müsste Schlossbesichtigungen für Touristen anbieten. Und wie lockt man die Touristen am besten an? Mit der Aussicht auf ein Schlossgespenst natürlich.” (Senderinformation)

 

Sonntag, 26. April 2015, WDR 14:15 Uhr: Wunderschön – Irlands grüner Süden

Irland TV-Tipp, Wunderschön - Irlands grüner SüdenModeratorin Andrea Grießmann führt ab 14:15 Uhr durch die 90-minütige Sendung und durch den grünen Süden Irlands. Wir von Irlandnews und Wanderlust haben sie begleitet. Markus Bäuchle stellt in der Sendung einige seiner Lieblingsorte in West Cork und Kerry vor. Die Reise führt an die Südküste und auf die Halbinseln Beara, Iveragh (Ring of Kerry) und Dingle. Mit dabei ist natürlich auch der berühmte rote Rucksack mit landestypischen Geschenken für das Zuschauer-Gewinnspiel. Markus Bäuchle, der Wanderer, hat Andrea Gießmann bei Ihrer Reise durch den Süden Irlands begleitet und ihr einige der schönsten Ecken gezeigt. Einen Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten gibt es hier zu sehen!

“Windumtoste Steilküsten und einsame Moorlandschaften, sanfte Hügel und schroffe Bergketten, glasklare Seen und blühende Gärten – und mindestens 40 Schattierungen von Grün prägen Irlands Süden. Andrea Grießmann entdeckt Herrensitze und Burgruinen, kleine Städtchen mit bunten Häusern und gemütlichen Pubs, unzählige Schafe und irische Originale. Sie fährt über den berühmten “Ring of Kerry”, erkundet per Boot den Killarney National Park, macht einen Ausflug zu den Seehunden von Glengerriff und auf die Insel Garinish mit ihrem italienischen Garten. Sie probiert heimisches Bier und selbst gebrannten Whiskey, lernt irische Balladen und Geschichten und begegnet in der Bucht von Dingle dem Delfin Fungie, der seit 30 Jahren hier zuhause ist.

Herrenhäuser und Gärten
Zu den schönsten Herrenhäusern Irlands zählt das rund 300 Jahre alte, schlossähnliche Bantry House. Sophie Shelswell-White, die Tochter des Hauses, zeigt Andrea Grießmann die Kunstschätze, die ihren Vorfahren zusammentragen haben, und den prächtigen Garten samt monumentaler Steintreppe. Molly Gallivan’s Cottage Traditional Farm dagegen gibt Einblicke in das Leben der Bauern zur Zeit der Hungersnot im 19. Jh.

Die Halbinsel Dingle
Ein Hafen mit alten Fischerbooten, bunte Fassaden und viele Orte, an denen traditionelle Musik gespielt wird, machen das besondere Flair von Dingle aus. Andrea Grießmann besucht den kleinen Küstenort auf der gleichnamigen Halbinsel, testet in einem Pub das irische Bier und singt gefühlvolle Balladen. Sie entdeckt verlassene Steinhäuser und vorzeitliche Ruinen und begegnet bei einer Bootstour dem berühmten Delfin Fungie.

Der Ring of Kerry
Ein “Muss” für alle, die den “Ring of Kerry” entlangfahren, ist der Killarney National Park. Andrea Grießmann gleitet per Boot von See zu See, vorbei an moosbewachsenen Eichen aus einer Zeit, als Irland noch dicht bewaldet war. Sie besichtigt die malerische Burgruine Ross Castle und das efeuumrankte Muckross House, das samt einer Farm inmitten eines Parks mit Rhododendronhecken, Azaleen und Magnolienbäumen steht.

WDR Wunderschön

Tschüss – Wir sehen uns am Sonntag!

 

Dienstag, 28. April 2015, ZDFinfo 5:20 Uhr: Geheimnis in der Tiefe – RMS Audacious

Irland TV-Tipp, Geheimnis der Tiefe“Geheimnisse der Tiefe auf dem Grund des Atlantiks – bei History XXL: Vor der Nordküste von Irland liegt ein riesiges Schiffswrack, das über Jahrzehnte unberührt blieb. Für Freizeit-Taucher ist die See hier zu tief, und auch Expeditionen haben es lange nicht erforscht. Erst in den vergangenen Jahren konnten sich Profis in seine Nähe wagen. Sie fanden die HMS Audacious: eines der größten und besterhaltenen Kriegsschiffe aus dem Ersten Weltkrieg. Ergänzt werden die einzigartigen Filmaufnahmen vom Meeresgrund durch erläuternde Computer-Animationen sowie Interviews mit Zeitzeugen, Unterwasser-Archäologen und Militärhistorikern.” (Senderinformation)

Wiederholung: Dienstag, 28. April 2015, ZDFinfo 12:45 Uhr

 

Dienstag, 28. April 2015, arte 7:40 Uhr: Die mit den Tieren leben – Wie ein Delfin im Wasser

Irland TV-Tipp, Die mit den Tieren leben“Fünf einzigartige Freundschaften, die von der außergewöhnlichen Beziehung zwischen Mensch und Tier erzählen. Die vierte Folge stellt zwei unterschiedliche Delfinfreunde vor. Die Französin Frédérique Pichard rettete einem Delfin das Leben, während dem Niederländer Jan Ploeg ein Delfin zu Hilfe kam.

 

 

 

Irlands Öko-Desaster namens Schaf

Schafe in Irland

Schafe in Irland: Ich kann mich der Faszination auch nicht entziehen. Die Vierbeiner im rohweißen Mantel nehmen uns “gefangen” und wollen ständig fotografiert werden. Weil sie niedlich und kuschelig wirken. Unschuldig und friedlich. Was wäre Irland ohne Schafe? Die Antwort ist: Ein ökologisch vielfältigeres und gesünderes Land.

Wir lieben die kargen, weiten und offenen Berge Irlands. Doch was wir sehen, ist keine Natur. Wir nennen es Kultur-Landschaft und beschönigen auch damit. Dies sind leer gefressene, geplünderte und über die Jahrhunderte evakuierte Lebensräume mit minimaler Artenvielfalt. Das Millionen Gebisse zählende gefräßige Heer der Schafe hat in Jahrtausende langer Nahrungssuche die Wiesen und Weiden, die Hänge, Bergkuppen und Täler der Insel kahl gezupft. Die Schafe haben die Erdschollen vom Fels gerupft, den Boden mit ihren Hufen verdichtet und die meisten Pflanzenarten zertrampelt, zermalmt und vertrieben. Nach den Pflanzen, den Büschen, Sträuchern, Kräutern und Bäumen verschwanden die Tiere: die Vögel, die Insekten, die Säuger. In Irlands Bergen kann man die Stille hören — und dies ist nicht nur der Abwesenheit von Motoren- und Maschinenlärm geschuldet.

Schaf Irland

Wer die Augen nicht hinter der grünen Brille verbarrikadiert und wer genau schaut, sieht extrem geschädigte Lebensräume, schön anzusehende Wüsten. Ohne Pflanzenvielfalt und weitgehend ohne Tiere — außer dem Schaf. Das Schaf ist vor drei- oder viertausend Jahren von frühen Siedlern nach Irland gebracht worden. Die Ökosysteme auf der Insel haben eigentlich keine Abwehrsysteme gegen die genügsamen Vegetarier, die es auf das Gras und die Wildkräuter abgesehen haben, im Zweifelsfall aber auch der jungen Birke, dem zarten frischen Ginster, dem Ilex und der Weide den Garaus machen. Das Schaf dominiert die offene Landschaft und den Lebensraum.

Der britische Autor und Umweltaktivist George Monbiot schreibt in seinem neuen Buch Feral – Rewilding the Land, Sea and Human Life, dass das Schaf auf den Britischen Inseln (in Irland, Wales, Schottland und England) mehr ökologischen Schaden angerichtet hat als alle Bautätigkeit der Menschen zusammen. Ein drastischer Vergleich, der das unschuldige Wolltier, vor allem aber den wahren Ausbeuter der Lebensräume, den schafhaltenden Menschen,  ins rechte Licht setzt. Das Schaf betritt mit Genehmigung des Menschen blühende Landschaften und verwandelt sie Stück für Stück in wüstenhafte Öko-Desaster.

Die Lösung? Rewilding. Die Rückkehr der Wildnis. Dazu demnächst mehr an dieser Stelle.

Fotos: Markus Bäuchle / Wanderlust 2015

Ernste Fragen zum Wild Atlantic Way

Wild Atlantic Way

Rush Hour in Irland: Gestern nachmittag musste ich auf einer kleinen Straße in West Cork einem mittelgroßen LKW ausweichen. Erst beim Blick in den Rückspiegel erkannte ich aus schrägem Blickwinkel am Straßengraben: Der LKW ist gar kein LKW sondern ein Monster-Wohnmobil — und der geschätzt zehn Meter lange Beweis, dass der Wild Atlantic Way wirklich ein Bombenerfolg ist. Willkommen an Irlands Westküste.

Seit die Atlantikküste vor einem Jahr von Irlands Tourismus-Vermarktern den neuen erfolgsträchtigen Namen Wild Atlantic Way verpasst bekam, ist nichts mehr wie vorher: Vor allem die Wohn-Mobilisten und die Motorradfahrer fühlen sich von der “längsten Küstenstraße der Welt”, so der Werbe-Slogan für die auf 2500 Kilometer Länge aufaddierten Straßen und Sträßchen zwischen Cork und Donegal, mächtig angezogen. Aber auch die Busse, die Kleinwagen und die Rad-Konvois bringen vermehrt Menschen in den Westen, die nach dem ewigen Atlantik, nach der intakten Landschaft, der Wildheit der Küste und des Meeres und der Reinheit des Erlebnisses suchen. Die Auswirkungen zeigen sich bereits: verstopfte Straßen, Landschaftsverbrauch, Konkurrenz um Ressourcen, Lärm, Gestank und mehr Asphalt.

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Der Wild Atlantic Way, auch wenn Kritiker den Begriff der Wildheit angesichts der vielerorts zersiedelten Landschaft als lachhaft demaskieren, ist ein Naturwunder — und das Großprojekt vermarktet konsequent die Natur für touristische Zwecke. Es ist anschwellender Öko-Tourismus der irischen Art. Ein Jahr nach Einführung des neuen Labels und kurz vor dem Start einer Kampagnen-Kopie (Ireland´s Ancient East) für Irlands Ostküste mischt sich nun erstmals Kritik in den Jubel um steigende Besucherzahlen und kommerziellen Erfolg. Es kommen ernste Fragen auf:

– Machen ein paar tausend neue Verkehrs-Schilder und eine großangelegte Werbekampagne schon ein zukunftsweisendes Konzept aus?

– Zerstört ein ungebremster Tourismus am Wild Atlantic Way nicht in absehbarer Zeit seine eigenen Grundlagen — nämlich die ebenso wilde wie zerbrechliche Schönheit der Natur?

– Wo, wie und wann verpflichten sich die Verantwortlichen in Regierung und Tourismus-Management auf den nachhaltigen Schutz der bedrohten Natur in Irlands Westen?

– Wie kann der Wild Atlantic Way zu einem ehrlichen und in seiner Beschränkung erfolgreichen Projekt des Öko-Tourismus werden? Und was haben die Menschen in der Region davon?

Die in Irlands Westen lebende Philosophin Lucy Weir hat die relevanten Fragen gerade in einem Meinungsbeitrag für die Irish Times aufgeworfen. Der lesenswerte Artikel hat die Überschrift: Wild Atlantic Way. It is big and bold, but it also needs to be sensitive and fair.  Groß und kühn sei das Projekt, doch es müsse auch einfühlsam und fair sein, es müsse die natürlichen Ressourcen schützen und den Menschen in der Region langfristig gute Arbeitsplätze und ein Auskommen sichern. Lucy Weir bringt es auf den Punkt: Etwas nur Öko-Tourismus zu nennen, macht es nicht schon zu Öko-Tourismus (Hier der Beitrag in voller Länge).

Der Wild Atlantic Way hat Irland in den vergangenen Monaten mächtig in die Schlagzeilen gebracht, und die eingängige Marke wird mit Sicherheit viele zusätzliche Gäste auf die Insel locken. Doch das Nachdenken darüber, wie der Wild Atlantic Way auch in zehn und 20 Jahren noch ein großartiges, unverdorbenes und authentisches Naturerlebnis sein könnte, hat gerade erst zaghaft begonnen.

 

PS: Wir von Irlandnews und Wanderlust werden verschiedentlich angefeindet für unsere differenzierte Haltung zum Wild Atlantic Way. Sehr schnell sieht man sich angesichts des Jubels in der Ecke des nörgelnden Kritikers. Um es klar zu sagen: Wir sind selber im Tourismus tätig und wir befürworten das Langzeit-Projekt Wild Atlantic Way. Gleichzeitig wünschen wir uns sehr, dass wir nicht gerade das zerstören, was wir so lieben, um dann bedauernd Joni Mitchell Recht geben zu müssen: You don’t know what you’ve got ’til it’s gone.  Dafür arbeiten wir.

Aggressive Schuhe und coole Wanderfrauen

Laufen in Irland

Laufend unterwegs in Irlands Bergen mit “aggressiven Schuhen”

Irland macht mobil. Mary und Paddy haben es sich in den vergangenen 20 Jahren ziemlich gut gehen lassen. Die Konsequenzen lassen sich an stolzen Hüftumfängen und rekordverdächtigen Body Mass Indices (BMI) ablesen. Die Irinnen und Iren zählen derzeit zu den gewichtigsten Europäern, von Irland Ännern heißt es, sie führten das Gewichts-Ranking in Europa sogar an.

Doch keine Bewegung ohne Gegenbewegung: Dem Nicht-Bewegen, dem Lounge-Sitzen und Dauer-Schlemmen folgt eine neue sportliche Welle der Bewegung. Ja, auch Irland, beziehungsweise der aktive Teil davon, bewegt sich mehr denn je: Radfahren ist der Trendsport unter Männern mittleren Alters, die jetzt kompensatorisch ihre teuren Bikes reiten, wann immer sie ein paar Stunden frei haben.

Frauen gehen hoch hinaus: Irischer Wandergruppe auf dem Weg zum An Gabhal More

Frauen gehen hoch hinaus: Irischer Wandergruppe auf dem Weg zum An Gabhal More

Auch die Zahl der Wanderer und Bergwanderer nimmt zu. Die Walking-Clubs im Land haben guten Zulauf, und dort sind es vor allem die Frauen, die sich auf ausgedehnten Touren der Kategorie A und B Ausgeglichenheit, gute Laune und Coolness für den Alltag holen.

Und nicht zuletzt erlebt das Laufen in Irland einen kleinen Boom. Kaum ein Städtchen auf dem Land, das nicht seinen eigenen 10-Kilometer-Lauf oder seinen Halbmarathon veranstalten würde. Die Zahl der Lauf-Events hat in den vergangenen Jahren immens zugenommen.

Apropos Laufen: Wir haben derzeit Besuch von einer Laufgruppe aus Deutschland, die den schönen Südwesten Irlands im Laufschritt erkundet. Gestern machte die Gruppe erfahrener Läuferinnen und Läufer eine 29 Kilometer lange Geländetour mit knapp 500 Höhenmetern über die Berge. Unsere Lauf-Guides Anthony, Joe und Pete haben für jeden Tag eine interessante Route zusammengestellt, und am Ende dieser Woche werden die begeisterten Läufer, die mit der Laufreise-Expertin Sonja Landwehr (www.laufkulttour.de) aus Augsburg bei Wanderlust (www.wanderlust.de) zu Besuch sind, gute 100 Kilometer mehr in den Beinen haben und vieles mehr über Irland wissen.

Von unseren Lauf-Guides haben wir gelernt, dass man im torfigen Terrain West Corks gut beraten ist, möglichst “aggressive Schuhe” zu tragen, will heißen Trail-Schuhe mit stark profilierten, guten-halt verleihenden Sohlen . . .

 

Fotos: Markus Bäuchle 2015

Tschüss Irland: Mehr Hoffnung in Deutschland

Airport Shipol_xsEs wird ja schon wieder gejubelt in Irland: Die Hauspreise in Dublin stiegen im vergangenen Jahr um 15 Prozent, die Arbeitslosigkeit geht zurück, in einigen Wirtschaftsbranchen gab es erstmals wieder Lohn- und Gehaltserhöhungen, und die allgemeine Stimmung hat sich nach sieben Jahren Wirtschaftskrise gebessert. Doch während die Regierung und interessierte Kreise die Lage im langsam anhebenden Wahlkampf zu den Parlamentswahlen 2016 allzu schön reden, spüren viele Menschen in Irland — manche sagen, es ist die große Mehrheit – noch rein gar nichts von Aufschwung und Erholung. Sollte der positive Trend anhalten, wird es im ländlichen Irland noch Jahre dauern, bis die in Elitezirkeln in Dublin gefeierten Erholungsimpulse auch an der Peripherie spürbar werden. Klar ist vor allem: Wenn Europa und die Weltwirtschaft nicht weiter die destruktive Wachstumsmaschine erfolgreich füttern, dann bleibt auch die Erholung im wachstumsbesessenen und stark exportabhängigen Irland bald stecken.

Irland EmigrationTschüss Irland. Am Wochenende machte der Beitrag eines irischen Auswanderers in der Irish Times viel beachtete Schlagzeilen. Denn er beschreibt das aktuelle Lebensgefühl vieler Irinnen und Iren gut:  Declan Brennan lebt mit seiner deutschen Freundin in Pfohren bei Donaueschingen und behauptet: “Ich bin pleite, kann kaum Deutsch und habe wenig Chancen auf einen guten Job — aber ich habe hier Hoffnung. Ich beiße mich lieber mit Gelegenheitsarbeiten in Deutschland als in Irland durch, denn hier gibt es wenigstens Hoffnung.” Der studierte Sozialwissenschaftler beschreibt das unterschiedliche Lebensgefühl in Deutschland im Vergleich zu seinem Heimatland, in das er gerne eines Tages zurück kehren möchte: “Hier in Deutschland ist das Versprechen einer tragfähigen Zukunft viel stärker als zuhause in Irland. Der Stillstand hat ein Ende, ich fühle, dass ich wieder Fortschritte mache.” Schöner Scheitern in Deutschland oder die bessere Zukunft? Alles Gute, Declan!

TV-Tipp: Wunderschön – Irlands grüner Süden

Irland im Fernsehen

TV-Tipp: Irlands grüner Süden im Fernsehen: Am Sonntag, dem 19. April, zeigt der Westdeutsche Rundfunk in seinem bekannten TV-Reiseformat Wunderschön Irland von seiner besten Seite. Moderatorin Andrea Grießmann führt ab 20:15 Uhr durch die 90-minütige Sendung und durch den grünen Süden Irlands. Wir von Irlandnews und Wanderlust haben sie begleitet. Markus Bäuchle stellt in der Sendung einige seiner Lieblingsorte in West Cork und Kerry vor. Die Reise führt an die Südküste und auf die Halbinseln Beara, Iveragh (Ring of Kerry) und Dingle. Mit dabei ist natürlich auch der berühmte rote Rucksack mit landestypischen Geschenken für das Zuschauer-Gewinnspiel. Die Irland-Reisesendung ist die 110. Folge des beliebten TV-Reiseprogramms Wunderschön. Sie wurde von dem bekannten Dokumentarfilmer Per Schnell und dem WDR-Team mit Redakteur Richard Hofer , den Kamera-Männern Christian Neher (1. Kamara) und Robert Merten, der Ton-Frau Jessica Nossek und der Maskenbildnerin Gabriele Friedl produziert. In der Sendung am  19. April gibt es zahlreiche Preise mit Irlandbezug zu gewinnen, unter anderem Markus Bäuchles Irlandbuch Irland. ein Länderporträt.

Das WDR_Team

Das Wunderschön-Team: Autor Per Schnell, Jessica Nossek (Ton) (vorne v.l.), WDR-Redakteur Richard Hofer, Moderatorin Andrea Grießmann, Maskenbildnerin Gabriele Friedl, Kameramann Robert Merten und Erster Kameramann Christian Neher (hintere Reihe v. links).

Die Dreharbeiten: Es war spannend, eine Woche lang einen Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten zu werfen, selber vor der Kamera zu stehen, das Team des WDR zu begleiten und die kreative Spannung zwischen den arbeitenden Profis hautnah zu erleben. Anbei ein paar Eindrücke von den Dreharbeiten in Glengarriff, auf Beara, im Killarney National Park und auf Dingle.  The Making of Wunderschön — Irlands schöner Süden. Die Sendung wird übrigens am Sonntag, dem 26. April, um 14:15 Uhr im WDR-Fernsehen wiederholt. Danach wird sie auch in anderen Dritten Programmen gezeigt.

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Andrea & der Wanderer im Regen: An der Massmount Church in Adrigole

Dreh am Gap of Dunloe

Lagebesprechung am Gap of Dunloe. Per und Richard suchen und finden den Konsens. Dan der Kutscher wartet geduldig.

Gabriele Friedl bei der Arbeit

Gabriele bei der Arbeit: Sieht Andrea nicht gut aus?

Andrea Grießmann und Markus Bäuchle auf Garinish Island

Andrea und der Wanderer spazieren über Garinish Island

Gabriele mit Eliane von Wanderlust und

Eliane von Wanderlust und Gabriele mit Kutscher Dan auf dem Weg zu Lord Brandons Cottage am Upper Lake von Killarney

Jessica Ton

Filmen auf den Killarney Lakes: Jessica macht Ton, Richard filmt, Markus lacht nur.

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Per Schnell, der kreative Kopf hinter dem Film: Immer zu Höchstleistungen aufgelegt

Kameramann Robert Merten

Robert Merten an derKamera: In der Ruhe liegt die Kraft

Per Schnell und Andrea Grießmann

Per und Andrea genießen die Sonne auf dem Wasser im Killarney National Park

Richard Hofer genießt einen freien Augenblick im Killarney National Park

Kurze Genusspause: Der immer aktive Ideengeber und verantwortliche Redakteur Richard in der Berglandschaft von Kerry

Erster Kamermann Christian Neher

Meister der ruhigen Hand: Christian dreht frei

Jessica sorgt für den guten Ton

Ton und Bild harmonieren gut: Jessica und Richard bei der Arbeit

Hallo mit Wanderlust

. . . und tschüss! Bis Sonntagabend um 20:15 Uhr bei Wunderschön. 90 Minuten Irland vom Feinsten.

Fotos: Richard Hofer, Eliane Zimmermann, Markus Bäuchle 

Die Erstausstrahlung der Sendung war am 11. August 2013. Dieser Beitrag wurde erstmals am 9.8.13 editiert. 

 

Auf dem Dach von Irland: Carrauntoohil (1039m)

Berge Kerry“Ostermontags-Prozession” auf Irlands höchsten Gipfel, den Carrauntoohil (1039 Meter) in den Bergen von Kerry.

Heavenly GatesDas Wetter: Traumhaft. Warm. Sonne. Kein Wind.

CarrauntoohilDer Berg: Trocken und gut zu begehen. Die Route: via Heavenly Gates.

GipfelEs fällt auf: Die durch Wanderer am Berg verursachte Erosion hat in den vergangenenJahren stark zugenommen. Man merkt, dass das Bergwandern in Irland einen Boom erlebt. Es wird Zeit, die Berge besser zu schützen.

Berge Irland

Interessant die Namen, die die Einheimischen verschiedenen Passagen am Berg gegeben haben: Der gerade Weg nach oben heißt Devil´s Ladder (Teufelsleiter), eine steile Traverse durch den Felsen heißt Heavenly Gates (Himmelpforte), eine steile Kletterwand im Fels ist die Primrose (Primel) und eine andere Kletterpassage nennt sich Howling Ridge (Heulender Grat).

Das schreibt übrigens die deutsche Wikipedia zum Carrauntoohil:

Der Carrantuohill (irisch Corrán Tuathail) ist mit 1.041 Metern die höchste Erhebung der irischen Insel. Er liegt im Südwesten der Insel im County Kerry und gehört zu den Macgillycuddy’s Reeks.

Der Berg wird meist von Norden entlang Hag’s Glen und über die steile wasserführende Devil’s Ladder bestiegen, spezielle Gebirgsausrüstung ist nicht erforderlich. Trittsicherheit und gute Bergstiefel sind jedoch in der Devil’s Ladder angebracht. Ein etwa fünf Meter hohes Metallkreuz ziert den Gipfel.

In den letzten Jahren ist die Aufstiegsroute durch lose Steine und Geröll gefährlich geworden. Die Wetterbedingungen sind wechselhaft. Bei Regen oder dichten Wolken ist ein Aufstieg gefährlich, da die Devil’s Ladder dann viel Wasser führen kann und extrem rutschig ist. Wegen falscher Ausrüstung verunglücken Touristen gelegentlich tödlich.

Die Ordnance-Survey-Ireland-Karten benutzen den Namen Carrauntoohil, auch die Schreibweise Carrauntuohill kommt vor.

Seen in den MacGillicuddies´s Reeks

Irland live: Das Leben der Schafe an Ostern

Lämmer in Irland - Foto: © Markus Bäuchle 2012Ostern auf der Schafs-Wiese. In Irlands Berggebieten kommen die Lämmer so spät im Jahr auf die Welt, dass Ihnen das Schicksal des Osterlamms erspart bleibt. Beim Anblick von Lämmern geraten viele Menschen ins Schwärmen. “Wie süß”. Die kleinen Schnuckel lassen auch bei Zweibeinern Glückshormone fließen – Evolutionsbiologen führen die Reaktion auf das Kindchenschema zurück. Die beiden Nachwuchs-Schafe jedenfalls genossen die wärmende Sonne auf der Bergweide in West Cork und die Gnade der späten Geburt. Eine Begleiterin bestaunte die Idylle und ließ einen Wort-Seufzer: “Gibt es das wirklich noch, diese Unschuld, diese heile Welt?”

Foto: © Markus Bäuchle / Wanderlust

 

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