Entwarnung: Florentine war gar nicht wandern

Entwarnung in Rathgar: Die 100 Jahre alte Schildkröte Florentine ist wieder aufgetaucht – aus einem matschigen Erdloch im Garten, das sie sich selber gegraben hatte. Die Familie Eogan, die am Wochenende halb Irland mobilsiert hatte, steht nun leicht blamiert da.

Die Eogans in Dublin hatten Gott und die Welt verrückt gemacht: Florentine sei abgehauen. Florentine habe am Samstagabend die Gunst der Stunde genutzt und sei aus dem Haus-Garten des Eogan-Heims im Stadtteil Rathgar ausgebüchst. Die Familie alarmierte die Polizei und setzte auf Twitter eine viel beachtete Suchaktion in Gang (Fahndungsfoto, links). Der Schildträger blieb zunächst verschwunden.

Gestern nun tauchte der Schildkröterich mittleren Alters (mit 100 Jahren steht er gerade im Zenit seines Lebens) aus einem selbst gegrabenen Erdloch  auf  — dort im Garten, wo er seit über 40 Jahren seine bedächtigen Runden dreht.

Tja, was macht man in einem derart peinlichen Fall als gute Iren? Man schiebt die Sache einfach aufs Wetter: Nein, nein, ein Erdloch habe sich Florentine noch nie gegraben, in 40 Jahren nicht, das müsse am Wetter liegen, diesem grässlichen Wetter im Frühsommer 2012, der mal wieder keiner ist.

Gut jedenfalls, dass Forentine zurück ist von einer Wanderung, die er gar nicht angetreten hat.

Über Markus Bäuchle

Journalist und Wanderer. Lebt in Glengarriff im Südwesten Irlands. Mit Markus kann man in Irland wandern gehen: www.irland-wandern.de
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Kommentare

  1. …man dachte ja schon an Schildkrötensuppe und ähnliche Szenarien. Aber Gott sei Dank ist sie – nein er – ja wieder aufgetaucht. Schade, die Geschichte wäre perfekt für’s Sommerloch 2012 gewesen.

  2. Er wollte wohl einfach nur mal seine Ruhe haben……

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