Über Markus Bäuchle

Journalist und Wanderer. Lebt in Glengarriff im Südwesten Irlands. Mit Markus kann man in Irland wandern gehen: www.irland-wandern.de
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Natur ist, wenn die Sonne scheint?

Irland NaturWarum ist die Welt in dem erbärmlichen Zustand, in dem sie ist? Warum werden täglich Arten ausgerottet, Tiere gequält und getötet, Wälder gerodet, die Luft, Flüsse und Seen vergiftet? Warum schreitet die Umweltzerstörung unvermindert und ungehindert voran und warum können wir (trotz aller Symbol-Handlungen wie Mülltrennen oder Eier von freilaufenden Hühnern kaufen) stur so tun, als ob gar nichts sei — solange wir nur unser komfortables Konsumentenleben mit garantierten Wachstumsraten in vermeintlicher Sicherheit weiter führen können? Alles normal? Der Gang der Dinge? Für uns reichts noch? Was können wir schon ausrichten? Sch…egal, solange es mir gut geht? Nach mir die Sintflut?

Ich will heute morgen nicht mit einem neuen Buch beginnen, nur soviel: Wir könnten über die große Kluft zwischen uns selbst und der Natur nachdenken. Menschengenerationen vor uns standen in enger respektvoller Verbindung mit der Erde. Sie hielten die Natur für beseelt, sie wähnten die Götter in den Flüssen und die Geistwesen an den Bächen, sie sahen in den Bergen die Brüste der fruchtbaren Göttin, sie ehrten die Bäume als Heimstätten der Anderswesen.

MaibaumIn einer aufgeklärten Welt fehlen uns diese Sichtweisen. Wir glauben, ohne die Natur klar zu kommen, wir haben uns von ihr weit entfernt und verstehen sie, ihre Zeichen und ihre Sprache, nicht. Wir haben sie uns im biblischen Auftrag vermeintlich untertan gemacht. Im besten Falle ist sie die wärmende Kulisse für unser Freizeitvergnügen.

Natur ist, wenn die Sonne scheint? Wenn wir am Strand träumen? Wenn wir entlang der neuen S-Bahntrasse ein “Streifenbiotop” einrichten?

Nebel Irlands WildnisAus welchen Quellen könnten Respekt, Rücksicht und tiefes Verständnis für die Natur künftig genährt werden?

Wann hast Du zuletzt in einem Fluss gebadet? Wann bist Du zuletzt barfuß auf einen Berg gegangen? Wann hast Du zuletzt in einem Wald eine lange innere Einkehr gehalten?  Wann tropfte der Regen zuletzt auf Deine nackte Haut? Wann warst Du eins mit dem Wind, dem Regen, dem Sturm?

Unser Nachdenken beginnt mit Demut ( . . . welch ein alt-modisches Wort . . . )

 

Erstmals veröffentllicht: 16. Mai 2014 

Die Natur ist am Ende stärker als wir

Alte Häuser Irland

Irlands verlassene Häuser: In dieser Woche bin ich wieder einmal an dem alten Dorf unterhalb des Eagle´s Nest auf der Beara Peninsula vorbei gegangen und betrachtete die alte Hauswand, die von der stillen Kraft einer Esche langsam gesprengt wird. Die Wurzeln des Baumes haben sich tief zwischen den Steinen der Ruinenwände verankert und zerlegen wachsend die Mauern langsam und sorgfältig.

Im Land der zigtausend Hausruinen ist das kein seltener Anblick. Für manche ist er verstörend, für andere beruhigend. Sollte es uns Menschen tatsächlich gelingen, uns einmal selber auszulöschen — wir Wachstum-Süchtige scheinen auf dem besten Weg dazu —   dann dürfte es 250 bis 300 Jahre dauern, bis von der menschlichen Zivilisation nichts mehr zu sehen ist. Die Natur, und sei sie noch so vom Menschen dezimiert und malträtiert, holt sich ihr Terrain Stück um Stück zurück. Es würde Gras (und mehr) über das materielle Erbe der Spezies Mensch wachsen. Die Natur ist am Ende stärker als wir, wenn wir nicht wieder lernen, uns als Teil von ihr zu verstehen.

Ein wundervolles Foto-Buch über die verlassenen Häuser Irlands hat der irische Fotograf David Creedon veröffentlicht. Hier die Besprechung.

 

Foto: Markus Bäuchle

Der Buch-Tipp: Irlands verlassene Häuser

Heart of the HomeHeute ein Buch-Tipp von Irlandnews: David Creedons Foto-Buch “Ghosts of The Faithul Departed.” Der bekannte Dokumentar-Fotograf aus Cork hat die alten verlassenen Häuser Irlands besucht und mit seinen Fotos eine vergangene Welt festgehalten. Rike Bach hat das Buch genau angesehen. Hier ihre Besprechung: 

Irlands HäuserAls begeisterte Hobby-Fotografin und  Irland-Liebhaberin war ich natürlich äußerst gespannt auf dieses Buch: Der Fotograf David Creedon unternimmt mit diesem Bildband eine Zeitreise. Wie er schreibt, waren 800.000 Menschen allein zwischen 1949 und 1989 gezwungen, aus ihrer irischen Heimat zu emigrieren. Er dokumentiert mit seinen Fotos das Zuhause von Menschen, verlassene Heime, bei denen es zuweilen so wirkt, als seien die Bewohner einfach vom Tisch aufgestanden und verschwunden.

David Creedon

Der Fotograf David Creedon aus Cork (Info unten)

Die Fotos sind anrührend, sie lassen den Betrachter in ihrer Melancholie nicht unbeteiligt. Eine Nähmaschine, ein Fahrrad, eine Teekanne die darauf wartet, gefüllt zu werden, ein ungetragenes Kleid, so viele Dinge, die wirken als warteten sie unbeirrt Jahrzehnte darauf, wieder genutzt zu werden. Häuser die vergeblich darauf warteten, wieder mit Leben erfüllt zu werden. Kleine Details wie ein Rasierpinsel und ein Rasierer, Bilder die auch etwas über ihre ehemaligen Besitzer erzählen. Die Alltäglichkeit des Abgelichteten ist es, die einen in den Bann zieht. Einige Dinge geben Hinweise über den Zeitpunkt des Verlassens, manchmal findet sich auch ein Name, weil ein Brief zurück blieb. An Hand der Hinterlassenschaften versucht man sich ein Bild von den Menschen zu machen, die hier einmal gewohnt haben. Man möchte wissen, welche Schicksale sich hinter jeder einzelnen Aufnahme verbergen, fragt sich was aus den Bewohnern geworden ist und wie ihr weiteres Leben wohl verlaufen ist.

Viele Fotos machen auch die Frömmigkeit der Iren deutlich, gerade für „Die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu“ (Sacred Heart) finden sich viele Zeugnisse in Form von Wandbildern oder kleinen zurückgelassenen Statuen. Der Fotograf schreibt selbst, dass er sich manchmal wie ein Eindringling vorkam. Dennoch wahren seine Aufnahmen den Respekt vor denen, die vor langer Zeit gegangen sind. Er dokumentiert  Momente, die zwar lange her sind, aber dennoch gegenwärtig wirken.

Blue Bedroom

Ich sehe das Buch als eine Art Vermächtnis für all diejenigen, die ihre Heimat verlassen mussten und nicht zurückgekehrt sind und jene, die verlassen wurden. Wer Fotografie liebt und dazu noch etwas über die Geschichte von Irland und von dessen Menschen erfahren möchte, der macht sich selbst (oder anderen) mit diesem Bildband eine große Freude.

High Nellie

Das Exemplar, das mir vorliegt, ist die Paperback-Version (Softcover). Es gibt den Bildband auch als Hardcover. Das Format ist 9.8 x 0.6 x 11.4 inches  (24.89 x 1.52 x 28.96 cm), also recht ‘handlich’. Die Verarbeitung ist gut und stabil. Das Einzige was mich beim Betrachten und Lesen ein wenig irritiert hat, ist die Tatsache, dass je nach Bildformat auch das Seitenformat ausgerichtet ist. Das heißt man muss das Buch immer mal wieder hin und her drehen, je nachdem ob das Foto im Hoch- oder Querformat aufgenommen wurde. Das gewährleistet zwar, dass die Seiten formatfüllend ausgenutzt werden, aber Anschauen und Lesen ist ein wenig umständlich, was aber dem Inhalt keineswegs schadet.

Unsere Empfehlung: Absolut sehenswert!  ⁕  ⁕  ⁕  ⁕  ⁕ ( von 5)

David Creedons Buch gibt es hier zu kaufen.

Es hat einen Umfang von 160 Seiten und kostet 28 Euro als Taschenbuch- und 30 Euro als Hardcover-Ausgabe.

Information zum Fotografen: Der in Cork geborene Foto-Künstler David Creedon ist mit seinen konzeptualen Foto-Dokumentationen international bekannt geworden. Die Fotografien des Iren werden regelmäßig in Publikationen und Magazinen wie dem Wall Street Journal, der Irish Arts Review oder dem BBC Magazine gedruckt. Der Irish Independent verlieh Creedon für seine Foto-Bilder den Beinamen “Cork´s Vermeer”. Die Arbeiten Davids wurden ausgestellt in der National Portrait Gallery London, dem Irish Museum of Modern Art and der Royal Hibernian Academy sowie in Gallerien in  New York, London, Chicago, Bukarest, Sarajevo, Tbilisi, Eriwan, Nikosia, Thessaloniki and Sofia. Ein Kritiker sagte über Creedons Werk: “Seine Fotografien transzendieren das rein Dokumentarische und erfüllen das Reich der Kunst. Sie sind Gedichte in Fotoform.”  David Creedon gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Fotografen und Künstler Irlands.  SeineWebsite: www.davidcreedon.com

Piano and the Sacred Heart

Alle Fotos: © David Creedon

Erstmals veröffentlicht am 21. Februar 2013. Heute reaktiviert in Gedanken an vielen tausend Ruinen im Land.

Vom Wandern und Berg-Wandern in Irland

Bergwandern

Bergwandern in Irland

Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler (J.W. v. Goethe)

Bergwandern Irland 2

Wandern und Bergwandern in Irland: Außerhalb der Wander-Saison, im Herbst, im Winter, im zeitigen Frühling bin ich regelmäßig hoch in den Bergen Irlands unterwegs. Das eine oder andere Foto wird dann auch hier auf Irlandnews gezeigt – (die Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern) – und ich werde immer wieder gefragt, ob diese Fotos Passagen unserer Wanderlust-Wandertouren zeigen. Die Antwort ist: jein.

Rabach

The View from the Top: Es gibt viele faszinierende Ausblicke, die wir mit unseren Gästen während der Irland-Wanderwochen erwandern — und es gibt Ausblicke, die wir in unserer eigenen Freizeit nur durch vielstündiges Berggehen, durch Kraxeln und manchmal Klettern erreichen.

Farm in the Pocket

Diese Bergwander-Touren im Fels sind nicht Teil der Wanderlust-Wandertouren.

Irland Wandern

Denn wir versprechen unseren Wander-Gästen: Wir klettern und wir kraxeln nicht. Wir gehen sicher, gemütlich und wir lassen uns Zeit, um die grandiosen Naturlandschaften im Südwesten Irlands tief zu erleben und zu genießen. Auf diese Weise lässt sich übrigens auch der ein oder andere gnädige Berg begehen.

Der Wanderer

Heute ein paar Fotos von aktuellen anstrengenden Berg-Touren auf dem Cummeengeera Horseshoe und anderswo in den Counties Cork und Kerry. (Die Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern).

Bella Wanderer

Bei Interesse könnte es im kommenden Jahr erstmals und zusätzlich zu unserem Wanderprogramm auch ein, zwei anspruchsvolle Bergwanderwochen geben.

Rabach

Die Freunde Irlands und des Genusswandern laden wir in diesem Wanderjahr hierzu ein: www.wanderlust.de

Irische Farben

Alle Fotos: Markus Bäuchle / Wanderlust / www.wanderlust.de

Selfie am Berg

Selfie am Berg

 

 

 

Frühlings-Wandern am Atlantik in Irland

Kreuz

Das Wetter in Irland lässt gerade nichts zu wünschen übrig. Seit fast zwei Wochen genießen wir ein stabiles Hoch mit kontinentalem Wetter.

Ginsterfeuer bei Ballydehob

Ginsterfeuer bei Ballydehob

Die Nächte sind noch kalt und frostig, die Tage dafür frühlingshaft, sonnig und mild. Jetzt, wo der Boden trocken ist, brennen wieder die Berge und die Weiden.

Iron´s Castle in Kilcoe

Iron´s Castle in Kilcoe

Wir nutzen die Zeit für ausgiebige Wanderungen in den Bergen und am Atlantik. Die Tagundnachtgleiche ist vorbei. Bald werden die Tage wieder deutlich länger sein als die Nächte.

Osterglocken in Castlehaven

Osterglocken in Castlehaven

Bald beginnt die Wandersaison bei uns in Irland. Am 25. April startet die erste Wanderwoche. Wer noch mit will: Alle Informationen gibt es auf www.wanderlust.de

 

The Stags locken

Heute einige Fotos vom Samstagsausflug an der Atlantikküste Südirlands zwischen Kinsale und dem Mizen.

Fuß-Spuren am Strand von Sandy Cove

Fuß-Spuren am Strand von Sandy Cove

Alle Fotos: Wandern in Irland / www.wanderlust.de

Abendstimmung am Mount Gabriel

 

 

 

Irische Geschichten: Irish Love Story

Liebe in Irland

Eine wahre irische Geschichte von Marie-Louise Lagger

Sie war keine Schönheit. Er war fürchterlich scheu. Ihre Häuser wurden von einer Straße getrennt. Oft stand er hinter dem Vorhang seines Wohnzimmers und beobachtete sie, wie sie im Garten arbeitete, Wäsche aufhing oder einfach vor seinem Haus vorbei ging. Er traute sich nicht, sie anzusprechen.

Irgendetwas musste geschehen, dachte er sich. Eines Tages nahm er all seinem Mut zusammen und schrieb ein kleines Briefchen, reichte es einem Schuljungen und bat ihn, indem er ihm ein paar Süßigkeiten zusteckte, das Schreiben seiner Angegebeten zu überreichen. Er gebot dem Jungen auch, niemandem etwas davon zu erzählen. Es sei nämlich ein Geheimniss.

Der Bub war so glücklich über die Süßigkeiten, dass er gleich davon rannte. Das bange Warten begann. Unser junger Mann konnte nicht mehr essen, nicht mehr schlafen und nicht mehr denken. Keinem hatte er von seiner Verliebtheit erzählt. Seine Freunde machten sich dauernd lustig über die ausgesprochene Hässlichkeit seiner Auserwählten. Um sich nicht selber zum Gespött zu machen, schwieg er einfach.

Es dauerte ein paar Tage, bis der Junge mit einer Antwort zurück kam. Mit zitterenden Händen öffnete der Mann das Schreiben und begann mit bangem Herzen zu lesen. Ein Lächeln trat auf sein Gesicht und seine Augen begannen zu leuchten. Sie fühlte wie er. So entstand eine rege Korrespondenz zwischen den Beiden. Die Briefchen flogen hin und her und der Schuljunge hatte das Gefühl, es sei Weihnachten und Ostern zugleich. Er erhielt so viele Leckereien, dass er sich überlegte, diese zu verkaufen.

Leider hatten sich die beiden schüchternen Verliebten nie zu einem Rendezvous durchringen können. Nach ein paar Monaten jedoch, sagte sich der junge Mann: “Nun ist es wirklich Zeit, dass ich sie endlich einmal treffe.” Aber wie sollte er dies anstellen? Dieses Ereignis würde sicherlich nicht unbeobachtet bleiben und dann würde er zum Gelächter des ganzen Ortes. Auch konnte er ihr nicht sagen, wieso er sich nicht mit ihr traf. Er wollte sie doch nicht verletzen. Wie sehr er sich auch anstrengte, es schien keine Lösung in Sicht.

Um in eine andere Stadt zu fahren, fehlte den Beiden das Geld, und in der Umgebung war ein Treffen zu auffällig. Eines Nachts, als er wieder schlaflos in seinem Bett lag, kam ihm der rettende Gedanke. In der nächsten Zeit war er nur noch selten zu sehen. Er ging nach getaner Arbeit in seinen Schopf und schien da vor sich her zu werkeln. Seinen Freunden sagte er, dass er Renovationsarbeiten durchführen müsse. Niemand fand dies eigenartig. Man hörte ihn hämmern und sägen. Nachts, wenn alles schlief, führte er Erde mit seiner Schubkarre zum nahen Bach. Dies dauerte ungefähr einen Monat. Eines Abends rief er den Schuljungen zu sich, gab ihm ein letztes Briefchen und drückte ihm eine besonders große Tüte Bonbons in die Hand.

Der Junge lief los und er begab sich zurück in sein Haus. Er zog seinen besten Anzug an und polierte seine schwarzen Sonntagsschuhe. In seinen Händen hielt er ein Blumensträusschen. Er begab sich zu seinem Schopf und ward verschwunden. Seine Geliebte stand aufgeregt hinter einem Busch in ihrem Garten und wartete. Plötzlich rief eine Stimme ihren Namen. Sie drehte sich um, konnte jedoch niemanden sehen. Die Stimme schien aus dem Boden zu kommen. Sie erschrak fürchterlich. War es ein Geist, der da rief?

Sie drehte sich suchend um und sah auf einmal das Gesicht ihres Geliebten im Busch. Er streckte ihr die Blumen entgegen und bat sie, ihm zu folgen. Sie lächelte, reichte ihm die Hand und folgte ihm. Hinter dem Busch kam eine kleine Treppe zum Vorschein, welche in eine Art Stollen unter der Erde führte. Sie konnte es einfach nicht glauben. Ihr Geliebter hatte tatsächlich einen Tunnel unter der Strasse zu ihrem Haus gegraben, um sie zu sehen. Beide verschwanden sie in ihr Liebesnest.

Dies ist übrigens eine wahre Geschichte. Sie hat sich in den 70-er Jahren irgendwo im streng katholischen Irland tatsächlich ereignet. Die beiden schüchternen Liebenden sind nun seit über 40 Jahren verheiratet. Längst gehen sie Hand in Hand durch den Ort und verstecken sich nicht mehr. Die Menschen, die das Tunnel-Geheimnis heute kennen, erzählen sich immer wieder gerne diese zu Herzen gehende irische Love Story.

Geschichten aus dem Glen, Irland

 

* Marie Louise Lagger lebt seit dem Jahr 2006 im County Mayo in der Nähe von Westport, Irland. Die Schweizerin kennt Irland seit ihrem ersten Besuch im Jahr 1980. Seitdem ging ihr die Grüne Insel nicht mehr aus dem Kopf. 

 

Alles grün: Happy Saint Patrick´s Day!

Patricks Day irland

May you always have
Walls for the winds,
A roof for the rain,
Tea beside the fire,
Laughter to cheer you,
Those you love near you,
And all your heart might desire!

May your blessings outnumber
The shamrocks that grow,
And may trouble avoid you
Wherever you go.

 Patrick's Day 1
May the best day of your past
Be the worst day of your future.

For each petal on the shamrock
This brings a wish your way.
Good health, good luck, and happiness
For today and every day.

Patrick's Day 2
May your home always be too small to hold all your friends.
God is good, but never dance in a small boat.
May you live as long as you want
And never want as long as you live.
Dance as if no one were watching,
Sing as if no one were listening,
And live every day as if it were your last.
*

Sensation: Irische Eier enthalten Ei!

Eier enthalten Ei

Irland wird gerne als Land der großen Freiheit, des Ungefähren, des Frei- und des Spielraums, als Heimat des Anything Goes und von lockeren, toleranten und großzügigen Menschen beschrieben. Das ist die eine Seite. In den letzten Jahren macht sich allerdings ein mächtiger Gegentrend breit: Kleinlichkeit, Überregulierung, Kontrollwahn und Korinthenk***erei sind auf dem Vormarsch.

Oft kommen die neuen Spaß- und Freiraumbremsen im Namen von Health and Safety, der vermeintlichen Sorge um Gesundheit und Sicherheit, daher. Die Möglichkeiten digitaler Kontrolle (Computer vergessen nicht . . . ), eine amerikanisierte Rechtskultur des Klagewahns und der Schadensersatz-Jägerei sowie die alle Lebensbereiche durchdringenden Richtlinien der Europäischen Union sind so etwas wie die Troika zur Beschneidung der bürgerlichen Freiheitsrechte. Das trifft Menschen und Unternehmen, Produzenten und Konsumenten gleichermaßen.

Aktuelles Beispiel: Ein Eiertanz, wie er auf der Verpackung steht. Irische Hühnerei-Händler kleben neuerdings aus Angst vor Schadensersatzklagen einen Warnhinweis auf die Frischei-Packungen: “Allergiewarnung: Dieses Produkt enthält Eier”. Das ist nicht weniger als eine Sensation. Eine fundamentale Erkenntnis: Eier enthalten Ei! Dumme neue Welt.

Pech gehabt: Diese Eier enthalten doch tatsächlich Ei . . .

Pech gehabt: Diese Eier enthalten doch tatsächlich Ei . . .

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