Über Markus Bäuchle

Journalist und Wanderer. Lebt in Glengarriff im Südwesten Irlands. Mit Markus kann man in Irland wandern gehen: www.irland-wandern.de
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Das Wetter in Irland: Barfuß im Regen

Farmer John. Barfuss zum Gipfel.

Farmer John. Barfuß zum Gipfel.

Das Wetter in Irland. Ich habe Glück, ich mag meine Arbeit (hier in Irland sagt man: Ich liebe sie). Es fühlt sich nicht an wie Arbeit, wenn ich Menschen auf Berge, ans Meer, durch irische Dörfchen und am Ende des Tages ins Pub führe. Nur ganz ab und zu leide ich ein wenig – genauer: Ich leide mit. Das kann geschehen, wenn ein Schauer einen Wandergast vollkommen aus der Balance wirft, wenn eine Regenwolke den Tag eines Wanderers völlig zu verderben droht, wenn ein Sonnenanbeter verzweifelt die ewige spanische Sonne in irischen Gefilden sucht, wenn die Stimmung im Nieselregen baden geht, wenn gefallene Engel reisen . . . Dann leide ich manchmal mit dem Unglücklichen mit.

Es gibt dann und wann Ferienreisende, die nach Irland kommen und eine Sonnenscheingarantie gebucht haben. Es gibt Menschen, die das ewige Sonnenlicht stets dort wähnen, wo sie sich gerade aufhalten, und die ein Sonnenbad für eine tiefe Naturerfahrung halten. Sie empfinden die Schönheit und die Vielfalt des atlantischen irischen Wetters als ein persönliches Unglück.

Barfuss zum Gipfel. Vor einigen Tagen bestiegen wir einen der prominenten Berge in Irlands Südwesten, einen felsigen, widerspenstigen und steil zulaufenden Gipfel in den Caha Mountains. Wir, das waren ein gutes Dutzend Wanderer aus Deutschland, ich – und Farmer John. Die Wanderer seriös und gut vorbereitet, sicher eingepackt in wasserdichtes Goretex, im Rucksack Proviant, Wasser und allerlei Rüstzeug für alle Fälle. John der Farmer im Alltagslook: Hemd, Hose, kein Rucksack, ein Stock nur – und barfuß. Keine Schuhe, keine Socken. Kein Proviant. Kein Regenschutz.

John, ein Mann von 60 Jahren, steigt leichtfüssig und singend zum Gipfel. Er macht es wie sein Vater, sein Großvater, genießt das schmatzende Geräusch des nassen Moores unter seinen nackten Füßen. Wir erleben einen wundervollen Tag mit Sonnenbrand-Risiko. Am Ende ein Schauer. Ein, zwei Leidende. Ein gutes Dutzend gut Geschützte. John empfängt die feuchte Erfrischung von oben im offenen Hemd. Wir ziehen, vermummt und behütet im funktionalen Ganzkörper-Schutz unter Kapuzen und Schirmen dem wartenden Bus entgegen. Oh happy day . . . 

 

Madeleine Webers Foto-Woche: Valentia Sunset

Valentia Island

Sonnenuntergang an den Klippen von Valentia Island, County Kerry, Irland

Madeleine Webers Foto-Woche:  Wir touren im County Kerry mit der Profi-Fotografin Madeleine Maria Weber und machen erneut Station auf  Valentia Island. Die Insel, die von Portmagee über eine Brücke zu erreichen ist, liegt an der Westküste Kerrys in direkter Nachbarschaft zu den Skelligs.

 Madeleine WeberMadeleine Maria Weber (Foto) kam dieses Mal nach Valantia Island um einen perfekten Sonnenuntergang zu fotografieren. Über diese Arbeit sagt sie:

„Ein wunderschöener Sonnenuntergang an den Klippen von Valentia Island. Mit viel Ablichtungen und schneller Belichtungszeit über 1/1000 bekommt man sehr dynamische Wellenformationen und findet darunter dann einige harmonische Kompositionen.“

Madeleine Weber ist die Frau, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Weil sie warten kann. Auf den richtigen Zeitpunkt. Auf das perfekte Motiv. Fotografieren ist gutes Auge, gute Technik und viel, viel Geduld, Warten, Warten. Seit elf Jahren fotografiert Madeleine die einmalig schönen Landschaften Südwest-Irlands.

Wir begleiten Madeleine, die in Emlaghdrinagh, Waterville, im County Kerry lebt, in den kommenden Monaten bei der Arbeit, zeigen hier auf Irlandnews.com  jeden Samstag ein Foto aus ihrer Arbeitswoche. Uns gefällt, dass in ihren Fotografien die Landschaft erkennbar bleibt, wie sie das Auge wahrnimmt, und dass sie in ihren Fotos dennoch eine ganz eigene unverkennbare künstlerische Ästhetik schafft.

Madeleine Weber Studio Irland Madeleine Weber FotografieÜbrigens: Madeleine Webers Fotos könnt Ihr vor Ort in Irland in ihrem Studio am Skellig-Ring im Original anschauen. Die Fotografin präsentiert ihre Landschafts- und  Meeres-Aufnahmen täglich von 11 bis 17 Uhr als hochwertige Kunstdrucke in verschiedenen Größen. Die Ausstellungsräume liegen an der R567 in Emlaghdrinagh zwischen Waterville und Ballinskelligs am Wild Atlantic Way (Telefon: +353 (0)85 780 3273). Sie versendet ihre Fotos weltweit: www.madeleinemariaweber.com.

 

Madeleines Foto-Woche erscheint immer samstags hier auf Irlandnews.com. Diese Woche aus technischen Gründen am Dienstag.

Madeleine Webers Foto-Woche: Derrynane

Derrynane Irland

Derrynane Beach, County Kerry, Irland

Madeleine Webers Foto-Woche:  Wir setzen unsere Irland-Tour im County Kerry mit der Profi-Fotografin Madeleine Maria Weber fort und machen heute Halt am Strand von Derrynane, dem Lieblingsort von Madeleine. Sie nennt ihn den Himmel auf Erden.

 Madeleine WeberMadeleine Maria Weber (Foto) kam zum Derrynane Beach, um die reine Harmonie zu fotografieren. Wie das geht, erklärt sie hier:

„Das smaragd-grüne Wasser von Derrynane ist eine wahre Augenweide. Bei diesem Bild war ich sehr an den unterschiedlichen Blau- und Grüntönen interessiert. Der Wasser-Pool spiegelt die Berglinie und erzeugt eine sehr harmonische Wirkung. Die Linienführung muss erkannt und gezielt eingesetzt werden vom Fotografen, um seine Geschichte zu erzählen. Wäre ich drei Schritte nach rechts gegangen, hätte ich ein völlig anderes Bild erzeugt und dementsprechend ein anderes Gefühl eingefangen und betont. Bei diesem Bild ging es mir um die reine Harmonie, die Spiegelung und das graphische Spiel der Farbnuancen. Derrynane ist Himmel auf Erden – der kleine Pool macht das sehr deutlich ( ;

Madeleine Weber ist die Frau, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Weil sie warten kann. Auf den richtigen Zeitpunkt. Auf das perfekte Motiv. Fotografieren ist gutes Auge, gute Technik und viel, viel Geduld, Warten, Warten. Seit elf Jahren fotografiert Madeleine die einmalig schönen Landschaften Südwest-Irlands.

Wir begleiten Madeleine, die in Emlaghdrinagh, Waterville, im County Kerry lebt, in den kommenden Monaten bei der Arbeit, zeigen hier auf Irlandnews.com  jeden Samstag ein Foto aus ihrer Arbeitswoche. Uns gefällt, dass in ihren Fotografien die Landschaft erkennbar bleibt, wie sie das Auge wahrnimmt, und dass sie in ihren Fotos dennoch eine ganz eigene unverkennbare künstlerische Ästhetik schafft.

Madeleine Weber Studio Irland Madeleine Weber FotografieÜbrigens: Madeleine Webers Fotos könnt Ihr vor Ort in Irland in ihrem Studio am Skellig-Ring im Original anschauen. Die Fotografin präsentiert ihre Landschafts- und  Meeres-Aufnahmen täglich von 11 bis 17 Uhr als hochwertige Kunstdrucke in verschiedenen Größen. Die Ausstellungsräume liegen an der R567 in Emlaghdrinagh zwischen Waterville und Ballinskelligs am Wild Atlantic Way (Telefon: +353 (0)85 780 3273). Sie versendet ihre Fotos weltweit: www.madeleinemariaweber.com.

 

Madeleines Foto-Woche erscheint immer samstags hier auf Irlandnews.com. Diese Woche aus technischen Gründen am Sonntag.

Es gibt keine Touristen, nur Freunde . . .

Wie ein Ei dem Anderen

Touristen, Fremde, Freunde, Blow-ins: Die Tourismus-Vermarkter Irlands jubeln. Sie feierten im vergangenen Jahr zweistellige Zuwachsraten und die Prognosen für dieses Jahr stehen auf mehr Wachstum. Mehr Menschen denn je besuchen die grüne Insel am westlichen Rand Europas. Vielen Urlaubern gefällt dieses so besondere Land, sie wollen gerne wieder kommen. Viele kommen wieder, und sie wollen dann keine Touristen sein.

Obwohl wir alle, wenn wir uns in unserer Freizeit als Fremde in einem fremden Land bewegen, genau das sind, Touristen nämlich, wollen wir keine sein. Wir wollen vielmehr dazu gehören, nach W.B. Yeats altem Spruch: Es gibt keine Touristen, sorry . . .  Fremde. . ., nur Freunde, die man noch nicht getroffen hat.

Wer dann tatsächlich oft nach Irland kommt und länger bleibt, kann hinter die Fassaden der weltweit glorifizierten irischen Gastfreundschaft blicken, zum informierten Zaungast mutieren oder sich integrieren – durch Verlieben, durch Arbeit, durch Aufwachsen, durch Anpassung. Manche Fremde werden im Lauf der Jahre noch irischer als die Iren, eine Einschätzung von Iren für Assimmilanten, die einem vergifteten Lob gleich kommt.   

Hier auf dem Land an der irischen Südwestküste werden die Zugezogenen als Blow-ins, als vom Wind Herein-Gewehte bezeichnet, und mancher Blow-in zieht nach Jahrzehnten der beschränkten Zugehörigkeit in seiner neuen Wahlheimat das nüchterne Fazit: einmal Blow-in immer Blow-in. Dabei ist es ziemlich egal, ob er aus dem Nord-County Donegal, aus Birmingham oder aus Frankfurt am Main herein geweht wurde.

Touristen am Poulnabrone Dolmen im Burren

Warum aber bereist der Tourist fremde Länder? Was zieht uns in die Ferne? Mancher verlässt die Heimat, um nach dem Gewohnten zu suchen und sich im Zweifelsfall genau danach zu sehnen, mancher dagegen, um etwas Neues, Anderes, vom Gewohnten zu Unterscheidendes kennen zu lernen. Die kulturellen Unterschiede zwischen Ländern und Nationen  sind deshalb faszinierend, anziehend und trennend zugleich. Während diese Unterschiede einerseits mehr und mehr nivelliert werden, dienen sie andererseits gerade aktuell wieder stark als Mittel der Ab- und Ausgrenzung. Mir san mir, good to be Irish, Wir brauchen eine Leitkultur! Armes Europa. Die offensive Betonung der kulturellen Eigenheit, die das kulturell Andere ausschließt, nennen manche Sozialwissenschaftler Rassismus ohne Rassen. Diskriminierung der milderen Sorte.

Der Tourist bewegt sich in diesem Spannungsfeld und versucht gerne, der hinter der Gastgebermaske argwöhnisch beäugten Andersartigkeit durch Dazugehörenwollen oder Augenschließen zu entkommen. Beim gelingenden Zweiwochen-Urlaub helfen die professionellen Tourismus-Vermarkter, indem sie die erwarteten Images und Klischees pflegen und die mitgebrachten Vorurteile der Gäste wertsteigernd bestätigen. Und professionelle Gastfreundschaft verbraucht sich in zwei Wochen meistens auch nicht komplett. Immigranten und Umzügler spielen in einem anderen Spiel mit.

Gestern im Pub trug mir ein bekannter Geschichtenerzähler in West Cork diesen Dialog zwischen einem Iren und einem Urlaubsgast vor:
Ire: How are you, wie gehts? Machst du Urlaub hier?
Kroate: Ja genau, tolles Land.
Ire: Wie lange bleibst Du hier?
Kroate: Wir hatten zwei Wochen, übermorgen gehts leider schon wieder heim.
Ire: Ah, gut! 

 

Fotos: Markus Bäuchle

(ed060915)

Madeleine Webers Foto-Woche: In Kells Bay

Baumfarn Irland

Urzeitliche Baumfarne in Kells Bay Gardens

Madeleine Webers Foto-Woche:  Wir genießen die Irland-Tour im County Kerry mit der Profi-Fotografin Madeleine Maria Weber und machen heute Halt in Kells Bay House & Gardens. Der Garten zwischen Cahersiveen und Glenbeigh auf der Nordseite der Iveragh-Halbinsel ist berühmt für seine Baumfarne, die urzeitlichen Lebewesen aus den Subtropen, den Tropen und den Regenwäldern dieser Erde.

 Madeleine WeberMadeleine Maria Weber (Foto) kam nach Kells Bay, um die Farne an einem sonnigen Tag zu fotografieren. Über diese Arbeit sagt sie:

„Riesenfarne finden man jede Menge in Kells Bay Garden, einem Paradies für jeden Fotografen. Für diese Aufnahme hatte ich einen windstillen Tag mit garantiertem Sonnenschein gewählt. Um die Baumfarne noch beeindruckender wirken zu lassen, habe ich das Stativ niedrig positioniert, um die imposante Wirkung dieser uralten Pflanzen zu betonen, die entsteht, weil der Betrachter dadurch von unten hoch schaut.“

Madeleine Weber ist die Frau, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Weil sie warten kann. Auf den richtigen Zeitpunkt. Auf das perfekte Motiv. Fotografieren ist gutes Auge, gute Technik und viel, viel Geduld, Warten, Warten. Seit elf Jahren fotografiert Madeleine die einmalig schönen Landschaften Südwest-Irlands.

Wir begleiten Madeleine, die in Emlaghdrinagh, Waterville, im County Kerry lebt, in den kommenden Monaten bei der Arbeit, zeigen hier auf Irlandnews.com  jeden Samstag ein Foto aus ihrer Arbeitswoche. Uns gefällt, dass in ihren Fotografien die Landschaft erkennbar bleibt, wie sie das Auge wahrnimmt, und dass sie in ihren Fotos dennoch eine ganz eigene unverkennbare künstlerische Ästhetik schafft.

Madeleine Weber Studio Irland Madeleine Weber FotografieÜbrigens: Madeleine Webers Fotos könnt Ihr vor Ort in Irland in ihrem Studio am Skellig-Ring im Original anschauen. Die Fotografin präsentiert ihre Landschafts- und  Meeres-Aufnahmen täglich von 11 bis 17 Uhr als hochwertige Kunstdrucke in verschiedenen Größen. Die Ausstellungsräume liegen an der R567 in Emlaghdrinagh zwischen Waterville und Ballinskelligs am Wild Atlantic Way (Telefon: +353 (0)85 780 3273). Sie versendet ihre Fotos weltweit: www.madeleinemariaweber.com.

 

Madeleines Foto-Woche erscheint immer samstags hier auf Irlandnews.com. Diese Woche aus technischen Gründen am Dienstag.

Irland und seine Bäume: Eine Tragödie

Bäume Irland

Bäume in Irland. Eine Tragödie.

Irland und seine Bäume: Eine Tragödie. In den vergangenen 24 Monaten sind im baumarmen Irland schätzungsweise so viele Bäume zerstört worden wie von den zehn brachialen Stürmen des Winters 2013/14 davor. Die Winter-Orkane vor zweieinhalb Jahren, so war zu lesen, entwurzelten bis zu eine Million Bäume. Dann aber kam der Mensch gründlich hinterher. Wohin man blickte: Das große Baumsterben ging mithilfe von Kettensägen, Baggern und Traktoren einfach weiter. Alleine entlang der Straßen im äußersten Westen von West Cork sind in jüngster Zeit hunderte, wenn nicht tausende Bäume gefällt worden. Oft erkennt man das Fehlen der Eschen, Weiden und Ahorns, der Kiefern, Birken und Erlen, weil sie bequemlichkeitshalber auf einer Höhe von einem oder anderthalb Metern umgesägt wurden.

Was ist hier los auf der vermeintlich grünen Insel? Wir sind auf Spurensuche gegangen und fanden diese Ursachen für das große Baumsterben: Angst, Nichtwissenwollen und ein versagender Staat. Dass Bäume und Wälder für das ökologische Gleichgewicht, für die Artenvielfalt und für die Gesundheit von Mensch und Tier wichtig sind — völlig egal. Der Reihe nach:

Buche:: Vor der Wirtschaftskrise, als die Staatskassen noch besser gefüllt waren, pflegten die Lokalverwaltungen die Straßen und Sträßchen im Land — auch die Straßenränder.  Hier und dort wurden die öffentlichen Arbeitstrupps für die brachiale Zerstörung der ökologisch wertvollen Hecken entlang der Straßen kritisiert. Dann mussten die Banken mit öffentlichem Geld gerettet werden und die County Councils gingen pleite. Sie zogen sich aus vielen Aufgaben zurück, unterließen unter anderem den Landbesitzern die Aufgabe, die Vegetation entlang der Verkehrswege unter Kontrolle zu halten. Die große Wirtschaftskrise soll ja vorbei sein, die Councils aber beschränken sich weiter auf das Versenden von Warnhinweisen: Die Bäume entlang der Straßen spielen darin meist die Rolle der Gefahrenquelle.

:: Aus Angst vor Strafen und davor, von einem eventuell geschädigten Verkehrsteilnehmer auf Schadensersatz, Schmerzensgeld und Co. verklagt zu werden, machen viele Landeigentümer ganze Arbeit und „befreien“ ihre Grundstücke von Bäumen. Ein radikaler Eingriff hält zudem Jahre länger und erübrigt die regelmäßige Pflege.

:: Die Änderung der Förderrichtlinien für Farmer hat katastrophale Auswirkungen: Neuerdings erhalten die Bauern für ihre mit Bäumen bewachsene Flächen keine staatliche Förderung mehr. Um die Subventionen aus Dublin und Brüssel nicht zu gefährden, räumen die Bauern seit Monaten ihre Felder leer und reduzieren den Baumbestand im Namen der Farm Payments drastisch. Die Farmer im Land und eine fehl geleitete Agrar-Politik behaupten Hand in Hand ihre Spitzenstellung im Kampf gegen Natur und Umwelt.

:: Es wird gerne behauptet, die bösen Engländer seien verantwortlich für den weitgehend kahlen Zustand der Insel, für das großflächige Abholzen, Roden und Zerstören von Wäldern und Bäumen. Irlandfreunde kennen das Bild der baumfreundlichen Kelten, des in den Wipfeln ausladender Eichen vorsichtig Mistelzweige schneidenden Druiden. Wahr ist, wie der Privat-Gelehrte Nigel Everett in seiner Geschichte der Wälder Irlands detailversessen nachweist: Die Iren, die sich in der Tradition der Kelten sehen, waren schon im Mittelalter und vor der Zeit der systematischen Besiedlung Irlands mit Engländern und Schotten keine Freunde des Waldes und der Bäume: Sie standen für das Roden und nicht für das Bewahren. Die Landschaft wurde seit Jahrhunderten frei geräumt für Schafe, Rinder und Menschen — und das zieht sich bis in de jüngste Vergangenheit: Ein Gutteil der verbliebenen atlantischen Eichenwälder wurde im jungen Staat von der irischen Forstbehörde zerstört: Heimische Laub- und Mischwälder mussten schnell wachsenden Holzplantagen und Monokulturen weichen, die sich innerhalb einer halben Menschengeneration zu Geld machen lassen.

Buch Sauerstoff

:: Der wichtigste Grund für das kühle Verhältnis von Mensch und Baum auf der Insel ist ein kollektives Unbehagen. Viele Irinnen und Iren erleben den Wald als feindlich, unheimlich und bedrohlich. Der Wald ist bis heute Teil der feindlichen Natur, nicht Inhalt eines Generationenvertrags wie in Deutschland und schon gar nicht romantischer Seelenraum oder Gegenwelt zum Moloch Zivilisation. Die Einschätzung einer erfahrenen Umweltschützerin und Ökologin, die schon viele Schlachten für die Bäume Irlands geschlagen hat, passt in dieses Bild. Sie sagt: „Der größte Feind der Bäume in Irland sind die Farmer, die die Bäume nicht mögen. Irische Bauern haben keine Wertschätzung für Bäume.“  So sind die Landmänner und Landfrauen, denen man gerne eine Nähe zur Natur nachsagt und die als Hüter der Landes und der Landschaft verklärt werden, heute die wahren Zerstörer.

 

PS: Stichwort Kluges Regieren. Der Mann im Video ist Danny Healy Rae. Er sitzt für Kerry im neu gewählten irischen Parlament in Dublin. Danny ist überzeugter Lobbyist für Alkohol am Steuer und lautstarker Vertreter der Klimalüge. Für ihn steht fest: Gott macht unser Wetter — niemand sonst . . .

 

Madeleine Webers Foto-Woche: Valentia Island

Irland fotografie

Valentia Island Lighthouse, County Kerry, Irland

Madeleine Webers Foto-Woche:  Wir sind weiter auf Irland-Tour im County Kerry mit der Profi-Fotografin Madeleine Maria Weber und machen Station auf  Valentia Island. Die Insel, die von Portmagee über eine Brücke zu erreichen ist, und deshalb eigentlich keinen Insel-Status mehr hat, liegt an der Westküste Kerrys in direkter Nachbarschaft zu den Skelligs.

 Madeleine WeberMadeleine Maria Weber (Foto) kam nach Valantia Island um das Leuchthaus im Sonnenuntergang zu fotografieren. Über diese Arbeit sagt sie:

„Das Valentia Island Lighthouse während eines feurigen Sonnenunterganges. Manchmal muss ich die gleiche Location mehrmals besuchen, um das Bild meiner Vorstellung zu erhalten. Es ist nur eine Frage der Geduld.“

Madeleine Weber ist die Frau, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Weil sie warten kann. Auf den richtigen Zeitpunkt. Auf das perfekte Motiv. Fotografieren ist gutes Auge, gute Technik und viel, viel Geduld, Warten, Warten. Seit elf Jahren fotografiert Madeleine die einmalig schönen Landschaften Südwest-Irlands.

Wir begleiten Madeleine, die in Emlaghdrinagh, Waterville, im County Kerry lebt, in den kommenden Monaten bei der Arbeit, zeigen hier auf Irlandnews.com  jeden Samstag ein Foto aus ihrer Arbeitswoche. Uns gefällt, dass in ihren Fotografien die Landschaft erkennbar bleibt, wie sie das Auge wahrnimmt, und dass sie in ihren Fotos dennoch eine ganz eigene unverkennbare künstlerische Ästhetik schafft.

Madeleine Weber Studio Irland Madeleine Weber FotografieÜbrigens: Madeleine Webers Fotos könnt Ihr vor Ort in Irland in ihrem Studio am Skellig-Ring im Original anschauen. Die Fotografin präsentiert ihre Landschafts- und  Meeres-Aufnahmen täglich von 11 bis 17 Uhr als hochwertige Kunstdrucke in verschiedenen Größen. Die Ausstellungsräume liegen an der R567 in Emlaghdrinagh zwischen Waterville und Ballinskelligs am Wild Atlantic Way (Telefon: +353 (0)85 780 3273). Sie versendet ihre Fotos weltweit: www.madeleinemariaweber.com.

 

Madeleines Foto-Woche erscheint immer samstags hier auf Irlandnews.com. Diese Woche aus technischen Gründen am Dienstag.

Madeleines Foto-Woche: Ballycarbery Castle

Ballycarbery Castle, Cahersiveen, Co. Kerry, Irland

Ballycarbery Castle, Cahersiveen, Co. Kerry, Irland

Madeleine Webers Foto-Woche:  Wir sind auf Irland-Tour am Atlantik im County Kerry mit der Profi-Fotografin Madeleine Maria Weber und machen heute Station am  Ballycarbery Castle bei Cahersiveen. Die Ruine aus dem 16. Jahrhundert erinnert an die einst stolze Burg des Clans der McCarthy Mor. Der Rest des Turmhauses thront auf einem grünen Hügel mit Blick über das Meer.

 Madeleine WeberMadeleine Maria Weber (Foto) kam zum Ballycarbery Castle, um den Sonnenuntergang zu fotografieren. Über diese Arbeit sagt sie:

„Die Ruine des Ballycarbery Castle erzählt viele Geschichten aus der Vergangenheit und ist ein sehr beliebtes Fotomotiv. Als ich ankam, hoffte ich auf einen kraftvollen Sonnenuntergang. Doch eine Wolkengruppe hing widerspenstig über der Horizontlinie und verdeckte den Sonnenball. Manchmal zahlen sich guter Wille und eine positive Grundeinstellung aus, vor allem hilft die Fähigkeit, auf den richtigen Augenblick zu warten.

Und siehe da: Plötzlich öffnete sich die Wolkenfront, die Sonne malte die schönsten Farben und Lichtspiele. In gewisser Weise sieht es aus wie ein Fenster in der Wolkenfront. Es war ein Moment, der mich berührte. Demzufolge habe ich den Auslöser gedrückt und jetzt kann der jetzt zeitlose Moment viele Betrachter des Fotos berühren. Ich liebe genau das an der Fotografie: Die Inspiration reist durchs Bild. „

Madeleine Weber ist die Frau, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Weil sie warten kann. Auf den richtigen Zeitpunkt. Auf das perfekte Motiv. Fotografieren ist gutes Auge, gute Technik und viel, viel Geduld, Warten, Warten. Seit elf Jahren fotografiert Madeleine die einmalig schönen Landschaften Südwest-Irlands.

Wir begleiten Madeleine, die in Emlaghdrinagh, Waterville, im County Kerry lebt, in den kommenden Monaten bei der Arbeit, zeigen hier auf Irlandnews.com  jeden Samstag ein Foto aus ihrer Arbeitswoche. Uns gefällt, dass in ihren Fotografien die Landschaft erkennbar bleibt, wie sie das Auge wahrnimmt, und dass sie in ihren Fotos dennoch eine ganz eigene unverkennbare künstlerische Ästhetik schafft.

Madeleine Weber Studio Irland Madeleine Weber FotografieÜbrigens: Madeleine Webers Fotos könnt Ihr vor Ort in Irland in ihrem Studio am Skellig-Ring im Original anschauen. Die Fotografin präsentiert ihre Landschafts- und  Meeres-Aufnahmen täglich von 11 bis 17 Uhr als hochwertige Kunstdrucke in verschiedenen Größen. Die Ausstellungsräume liegen an der R567 in Emlaghdrinagh zwischen Waterville und Ballinskelligs am Wild Atlantic Way (Telefon: +353 (0)85 780 3273). Sie versendet ihre Fotos weltweit: www.madeleinemariaweber.com.

 

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