Über Markus Bäuchle

Journalist und Wanderer. Lebt in Glengarriff im Südwesten Irlands. Mit Markus kann man in Irland wandern gehen: www.irland-wandern.de
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Irland Selfies: Kerstin geht Wandern in Irland

Irland Selfie

Sie gewinnt eine Wanderwoche in Irland: Kerstin Koring aus Seligenstadt — hier im Selfie mit Mann Heiko.

Irland Selfies — die Gewinner: Die Irland Selfie Show 2014 ist beendet. Wir haben am Wochenende die Lostrommel angeworfen und die Gewinner ermittelt. Vielen Dank all den vielen Menschen, die sich das Handy auf Armlänge vors Gesicht gehalten haben, um uns ihr Irland-Selfie zu schicken. Das sind die Gewinner:

Kerstin Koring aus Seligenstadt gewinnt eine Wanderreise mit Wanderlust im schönen Südwesten Irlands:  Teilnahme an einer Wander-Woche in Irland mit Wanderlust im April 2015 für 1 Person (im Wert von € 980).

Marcus Rausch aus Wedemark und Claudia Wylegalla aus Laufenburg gewinnen je ein Exemplar der neuen Auflage des Buches “Irland. Ein Länderporträt” von Markus Bäuchle (erschienen am 16. Juli 2014).

Corinne Buchta aus Sissach in der Schweiz gewinnt das neue Buch “Fettnäpfchenführer Irland” von Petra Dubilski.

Glückwunsch und Congratulations allen glücklichen Gewinnern — und eine Brise Trost allen anderen: Nächsten Sommer gibt es wieder ein Gewinnspiel auf Irlandnews.com.

Irischer Sonntag: Wifi, Wandern und Sehnsucht

Markus Bäuchle WandererIrischer Sonntag. Skandal? In unserem Wanderhaus gibt es kein Wifi und kein Internet aus der Steckdose. Wir hatten uns vor Jahren lange überlegt, ob eine internetfreie Zeit, wie wir sie sehr gerne mögen, auch im Interesse unserer Gäste sein könnte. Wir haben die Gäste mehrerer Wandergruppen schließlich befragt, nachdem sie die internetfreie Woche (üb)erlebt hatten, und das Votum war überwältigend: Sie hatten es ausnahmslos genossen, einmal ganz im wirklichen Leben zu bleiben und die Ruhe einer Facebook- und E-mail-freien Zeit zu genießen. Sie ermunterten uns, diesen Weg zu gehen. Er hat sich bewährt, auch wenn uns in dieser Saison eine einzelne Teilnehmerin bedeutete, das sei ja wohl zweifelhafte  “verordnete Ruhe”. Und so werden wir auch im nächsten Jahr, in unserem neuen Wanderhaus “Ballylickey House und Chalets” den ultra-modernen Zeiten trotzen und unsere Gäste ermuntern, eine kleine Auszeit von der der virtuellen Parallelwelt zu nehmen (im drängenden und dringenden Fall gibt es natürlich Lösungen . . . ).

Irlandnews.comDie Wandersaison ist vorbei — und Petrus beendete sie zwischenzeitlich zwei Tage zu früh: Tatsächlich gab es am Donnerstag und Freitag den ersten Regen im Südwesten Irlands seit vielen Wochen. Und tatsächlich kamen unsere Foto-Wanderer mit dieser in diesem Jahr seltenen Erscheinung in Berührung: Sie wurden nass. Doch mittlerweile hat sich der “Indian Summer”, wie auch die Iren ihren sonnigen Spätsommer mittlerweile nennen, eindrucksvoll zurück gekämpft. (Im Alemannischen sagen wir ja noch immer Altwiibersummer dazu. Angesichts des grassierenden  Political-Correctness-Wahns aber nur noch ganz leise, und manchmal auch in der Geschlechtergerechtigkeit einfordernden Version Altmännlizit.)

Was machen wir denn so, wenn die letzten Gäste abgereist sind und der lange, einsame irische Winter schon leise an die Tür klopft, fragen uns Gäste immer wieder. Na gestern waren wir zur Abwechslung erst einmal Bergwandern: hoch auf den Hungry Hill, den König der Berge auf der Beara Peninsula. Erstmals direkt hinauf im felsigen Südhang, hinter uns die Bantry Bay, um plötzlich oben auf dem Doppelgipfel im Wind und in dickem Nebel zu stehen. Und siehe da: Aus der dicken Nebelsuppe des Südwestgipfels lösten sich plötzlich 18 vermummte Gestalten: waschechte irische Berg-Wanderer in der weiten Natur der Beara-Berge. Das ist ein eher seltenes Erlebnis, denn den Auto-fixierten Durchschnitts-Iren zieht es an den Wochenenden eher in die Shopping-Malls und die Innenstädte als auf die Berge. Nicht so die geübten Bergwanderer des Bishopstown Walking Club. Die Rambler aus Cork City sind fast jedes Wochenende und bei jedem Wetter in der Natur unterwegs. Richtige irische Natur-Burschen und -Mädels, wie sie der offiziellen Irland-App entsprungen sein könnten.

Der Rundfunk-Moderator Hans-Hennig Metz fragte mich gestern abend, warum es so viele Deutsche in den Urlaub nach Irland zieht? Gute Frage: Immerhin eine halbe Million Deutsche werden am Ende dieses Jahres Irland besucht haben. (Das Interview im Ersten Radio-Programm des Hessischen Rundfunks wird heute, Sonntag, zwischen 15 und 17 Uhr gesendet). Ich glaube mittlerweile, dass Heinrich Böll mit seinem Irischen Tagebuch auf fast prophetische Weise genau das versuchte und suchte, was auch die vielen Irlandfans der Gegenwart suchen: Eine harmonische und intakte Gegenwelt zur harrschen und unwirtlicher werdenden Wirklichkeit des deutschen (schweizerischen, österreichischen) Alltags. Das grüne Sehnsuchtsland. Das gute Irland, klar, ich erlebe es täglich und bin dankbar dafür, es erleben zu dürfen. Aber auch hier will das Leben gelebt sein, und die Probleme des irischen Alltags holen manchen Übersiedler allzu schnell ein. Am Ende ist besser dran, wer ohne überzogene Projektionen und mit offenem Blick und offenem Herzen auf der Insel unterwegs ist.

Weihnacht in IrlandDas moderne Irland, und damit komme ich an den Anfang dieser Sonntags-Skizze zurück, ist oft wenig romantisch und sehr diesseitig. Wer sich im öffentlichen Raum, oder den kläglichen Resten, die von ihm mitten im großen Privatisierungs-Wahnsinn übrig bleiben, umsieht, wer die Konsumzonen des Landes mit offenen Augen durchstreift, kann zum Eindruck gelangen, dass bewusste Auszeiten von der lebensbeherrschenden Kommunikations-Elektronik wichtiger denn je sind. Kürzlich saßen wir ein einem Restaurant in Rosscarbery neben einer sprachlosen vierköpfigen Familie. Mutter, Vater und beide Steppkes, schätzungweise fünf und acht Jahre alt, schauten gebannt in ihr iPhone und entzogen sich der stummen Runde ins Wolkenkuckucksheim des Internets. Sehr angenehm kann man das finden: Die Eheleute streiten und keifen nicht, die Kinder geben dank elektronischem Sedativ einfach nur Ruhe. Wahrscheinlich aber ist es doch nur trügerische Harmonie: Sie haben sich einfach nichts zu sagen. Immerhin: Die Bestellung haben die stummen Iren im direkten Gepräch aufgegeben — und selbst mit starrem Blick auf den kleinen Screen lässt sich sogar ganz gut kauen.

Unser Freund O in München hat diese Entwicklung, die wohl keine typisch irische ist, schon vor Jahren kommen sehen — er schickte uns damals sein ganz eigenes Weihnachts-Foto (o.) Ohne Worte. Stille Nacht, nur Whatsapp wacht.

Einen schönen (vielleicht Whatsappfreien) Rest-Sonntag wünscht der Wanderer.

PS: Was wir im Winter noch so machen: Wir schreiben ein neues Buch über Irland und bereiten die Irland-Wander-Ferien und Wildnis-Exkursionen für das Jahr 2015 vor.  PSPS: Die Gewinner der Irland Selfie Show gibt es morgen, Montagfrüh, an dieser Stelle.

Fotos: Jürgen D aus Dungarvan (oben), O aus München (unten) 

 

Die Irland Selfie Show: Schluss, aus, Gewinn.

Irland SelfieIrland Selfies — das war´s: Die Irland Selfie Show 2014 ist beendet. Vielen Dank all den vielen Menschen, die sich dem Trend der Zeit entgegen gebeugt haben, die sich das Handy auf Armlänge vors Gesicht gehalten haben, um ein Foto von sich selbst zu machen — meist übrigens vor echter irischer Kulisse. Wir losen nun die Gewinner aus. Wer hat die Wanderreise, wer die aktuellen Irland-Bücher gewonnen? Am kommenden Wochenende werden wir es hier auf Irlandnews bekannt geben.

Last Selfie for now: Wir schließen den Selfie-Reigen der vergangenen zwei Monate mit einem Foto, das im besten Sinne hilfreich und schmerzlindernd wirkte. Elisabeth aus Wien hat es uns mit dem folgenden Text geschickt: “Hallo liebe Freunde in Irland,  schicke euch mein denkwürdigstes Irland-Selfie außer obligo. Ich denke immer voll Dankbarkeit an Euch und Eure Hilfe, wenn ich es sehe. Das Foto entstand etwa 10 Minuten vor meinem Unfall am Sheep´s Head letztes Jahr und half mit, meine Position an meine Retter weiterzugeben. Liebe Grüße auf die Insel, Elisabeth.” 

PS: Elisabeth hatte, alleine unterwegs, hoch auf dem Berg einen Knöchelbruch erlitten. Ein Fall für den Rettungshubschrauber. Schon im Herbst vergangenen Jahres war sie wieder auf der langen Distanz in Irland unterwegs.

Mein Irland: Bücher, Liebe, Dankbarkeit

Irland buch BäuchleIrland BäuchleSusanne schickte mir dieses Foto vor kurzem aus Leipzig. In der Buchhandlung auf der Karli ist tatsächlich “Irland. ein Länderporträt“, mein Buch zum Leben in Irland, im Schaufenster präsentiert. Das ist doch ein schöner Anlass, eimal “Danke” zu sagen: an Susanne für das Bild und an alle Leserinnen und Leser, die mein Buch bislang so zahlreich gekauft haben und damit den schnellen Druck der zweiten Auflage im Juli dieses Jahres zu verantworten haben. Die neue Auflage ist behutsam renoviert und aktualisiert.

Besonders freut mich die Resonanz der Leser, die mir schreiben oder im persönlichen Gespräch beim Wandern erzählen, was sie von “Bäuchles Irland” halten. Das entzückendste Lob kam von zwei Geschichtsbuch-Verächtern, die meinten, das Geschichts-Kapitel im Buch sei besonders gut und spannend zu lesen. Als Geschichtsbuch-Gelangweilter musste ich mir tatsächlich beim Schreiben etwas einfallen lassen, offensichtlich ist der Versuch nicht komplett daneben gegangen.

Wer mir übrigens einen kleinen Gefallen tun will, kann gerne einmal auf Amazon vorbeischauen und dort seine Meinung zum Buch schreiben (Bestellen kann man dort natürlich auch).

Die Liebe: In diesem Buch habe ich schwarz auf weiß über die Frage nachgedacht,  warum ich Irland liebe und auch nach fast 15 Jahren gerne hier lebe. Wenn ich die Zeichen richtig deute, wird aus dieser simplen und doch so schwierigen Frage nach der Substanz und der Essenz der Liebe ein neues Buch entstehen, und das in Co-Produktion. Wer möchte uns ein bisschen Flugwind unter die Flügel geben und seine ganz eigene Antwort auf die Frage geben: “Warum liebe ich Irland?” Das Kommentarfeld (s.u.)  lechzt nach Euren Buchstaben, Wörtern, Sätzen, Sinn.

In diesem Sinne: Danke,
Markus aka Wanderer.

 

Die Irland Selfie Show auf der Zielgeraden

Maria Berger aus Heiligenhaus: Am Strand von Lahinch mit dem Wunsch nach mehr . . .

Maria Berger aus Heiligenhaus: Am Strand von Lahinch mit dem Wunsch nach mehr . . .

Die Irland Selfie Show geht endgültig auf die Zielgerade. Noch eine knappe Woche lang könnt Ihr ein Foto-Selfie von Euch selbst an Irlandnews senden und gewinnen. Einsendeschluss ist der 15. September. Schickt uns ein mit Handy oder Kamera selbst gemachtes Foto und gewinnt einen Wanderurlaub in Irland oder aktuelle Irland-Bücher.

Es ist ganz einfach. Jeder kann teilnehmen. Irland-Erfahrung ist keine Voraussetzung. Ihr müsst dafür nicht in Irland gewesen sein. Wo immer Ihr seid: Nehmt einfach ein Utensil, das an Irland erinnert, und bildet Euch damit ab. Also: Wer es bislang nicht nach Irland geschafft hat, kann kreativ sein und sich im Selfie mit etwas Irischem in Verbindung setzen: einem Menschen (Ich und der Wirt im Irish Pub), einem Poster, einem Buch, einer Irland-Fahne, einem Glas mit brauner Sauce namens Guinness oder Murphy´s — oder dem Buch eines irischen Autoren.  Beispiele von Selfies gibt es hier in diesem Beitrag oder in diesem Artikel.

Uli Rüter und Anne Alemeyer aus Hilter am Flughafen Duesseldorf: Gleich sind wir in Irland!

Uli Rüter und Anne Alemeyer aus Hilter am Flughafen Duesseldorf: Gleich sind wir in Irland!

Dirk Scharwinksi aus Wesel: Die Postarte im Flur erinnert an den letzten Irlandurlaub

Dirk Scharwinksi aus Wesel: Die Postarte im Flur erinnert an den letzten Irlandurlaub

Irland Selfies

Familie Neunzig aus Mechernich: Idylle am Inchydoney Beach, Co. Cork

Andrea Wladasch aus Salzgitter: Selfie mit PC-Cam

Andrea Wladasch aus Salzgitter: Selfie mit PC-Cam

Zu gewinnen gibt es:

Eine Wanderreise im schönen Südwesten Irlands:  Teilnahme an einer Wander-Woche in Irland mit Wanderlust im Jahr 2015 für 1 Person (im Wert von € 900).

Zweimal ein Exemplar der neuen Auflage des Buches “Irland. Ein Länderporträt” von Markus Bäuchle (erschienen am 16. Juli 2014).

Einmal das neue Buch “Fettnäpfchenführer Irland” von Petra Dubilski.

 

1. Schickt Euer Selfie mit Eurem vollen Namen, der Adresse und einem beschreibenden Satz (zum Beispiel: “Günter mit Guinness in Grünstadt”) an: schreibuns@irlandnews.com

1a. Es ist auch möglich, Eure Angaben direkt hier im Post ins Kommentarfeld einzugeben (“Komentar verfassen”) und das Foto als Anhang (“Datei auswählen”) direkt von Eurem Computer hier online zu stellen.

2. Geht zur Website von Wanderlust und gebt ihr ein Like / Share (kann auch Twitter, Google+ etc sein): Hier gehts lang: Wanderlust – Wandern in Irland .

Einsendeschluss ist der 15. September 2014. Die Gewinner werden ausgelost. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter von Wanderlust und Irlandnews können leider nicht teilnehmen.) Teilnehmer sind damit einverstanden, dass ihr Selfie auf Irlandnews und auf der Facebook-Page von Irlandnews veröffentlicht wird.

Dann mal los: Zeigt Euch und huldigt dem schönsten Land Europas: Irland. Viel Spaß, Der Wanderer!

schreibuns@irlandnews.com

 PS: Wie hängen das Webmagazin Irlandnews und der Irland-Wander-Veranstalter Wanderlust zusammen? Ganz einfach: Beide werden von Markus Bäuchle (aka Wanderer) und Eliane Zimmermann in Glengarriff, West Cork, Irland betrieben.

Irish Music

Heike Neumann aus Ballrechten-Dottingen mit Irish Music Makeup

Irland Selfies

In der alten Heimat Kilkenny: Marleen Töpel aus Neustadt an der Orla und Freundin Sandra Vorlen

Irland Selfies

Katja Hilbig aus Köln: 2014 war Irland Premiere. Selfie auf Inishmore, Aran Islands

Irland Selfies

Lisa McKenna aus Gleichen mit allem Mut am Mizen Head

Skellig Michael

Steffi Klein aus Melsungen: Sonne und Sonnenbrand auf Skellig Michael

Selfies Irland

Stephan Remagen aus Baltmannsweiler mit Tochter in der St. Finians Bay

Irland Fotos

Andrea Maier aus Steyer vor Irland-Kulisse

Irland Selfies

Chrissi Döhner und Marcus Rausch aus Wedemerk : In der Heimat, denn Heimat ist da, wo man sich zuhause fühlt…. und man sich Heiratsanträge macht

 

Yeatsmania under Ben Bulben

W.B. Yeats Forever

Yeatsmania: W.B. Yeats Forever

Under bare Ben Bulben’s head
In Drumcliff churchyard Yeats is laid.
An ancestor was rector there
Long years ago, a church stands near,
By the road an ancient cross.
No marble, no conventional phrase;
On limestone quarried near the spot
By his command these words are cut:

     Cast a cold eye
On life, on death.
Horseman, pass by!

(Under Ben Bulben, Strophe 6, 1939)

Yeats Grab Drumcliff

Yeats-Grab in Drumcliff

W.B. Yeats 1908

W.B. Yeats 1908

Yeats Forever: Kürzlich unterwegs im County Sligo, am Ben Bulben, in Drumcliff, in Sligo Town und am Rosses Point. Es fiel auf: Die ultimative kommerzielle  Ausbeutung des irischen Dichterfürsten William Butler Yeats (13. Juni 1865 bis 28. January 1939) treibt auf einen neuen Höhepunkt zu. Im Juni 2015 feiert man in Yeats County und anderswo den 150. Geburtstag des ersten irischen Nobelpreisträgers für Literatur: Zu Yeats-Karten, Yeats-Kugelschreibern, Yeats-Tassen,  Yeats-Devotionalien aller Art, zu Yeats-Tower, Yeats-Hotel, Yeats-Suite, Yeats-Football-Club, Yeats-Shops, Yeat Visitor-Center, Yeats-Friedhof und Yeats-Denkmälern gesellen sich dann Yeats-Festivals, Yeats-Abende, Yeats-Matinees, Yeats-Theater, Yeats-Konzerte, vielleicht ein Yeats-Poetry-Fonds, der Yeats-Online-Poetry-Automator, das Yeats-Retromode-Label, die Yeats-Designerbrille, die Original Yeats-Rückführungs-Therapie,  das Yeats-Bier und das Rennpferd namens, genau.

Yeatsmania: Der arme Poet, der einst spätnachts, einsam weinend auf der Treppe in Lissadell House saß und sich vor den Geistern fürchtete, die ihm im Schlaf erschienen waren: Würde er sich im schlichten Grabe in Drumcliffe (in dem seine Gebeine wohl gar nicht ruhen) umdrehen, wenn er den ganzen Zirkus und kommerziellen Hokuspokus mit seinem Namen sähe? Sind das die Geister, die ihn damals schon quälten?

Er würde wohl nur einen kalten Blick auf das pseudokulturelle Pillepalle werfen, den Braunen satteln und der hinter Ben Bulben untergehenden Sonne entgegen reiten. Geburtstagstrubel, pass by!

Yeats.Stube mit Yeats Shop

Yeats-Stube mit Yeats Shop

 

Tierische Grüße aus Irland nach Schottland

Grüße aus IrlandLiebe Mit-Rinder daheim, liebe Menschen mit und ohne Rock. Ich sende Euch tierische Grüße aus Irland, genauer dem schönen West Cork.

Ich weide gerade als Feriengast bei den gaelischen Freunden die Wiesen von Maughnasilly ab und bin so froh, meiner Heimat im schottischen Hochland für die nächsten drei Wochen zu entkommen. Dieses ständige ja, ja, nein, nein, Schottland raus, Schottland bleibt, geht mir ganz schön auf die Hörner.

Aber abstimmen tu ich am 18 September dann schon auch, mit allen vier Hufen und Telepathie. Mein Standpunkt zur schottischen Unabhängigkeit ist klar: Muuuuuhhhh.

Greetings from the Irish Hills.

Machts gut, wählt richtig, Eure Kylie.

 

Foto: Markus Bäuchle.  Aktuell aufgenommen in den Bergen von West Cork, Irland.

Ort der Hoffnung: Die Heilige Quelle von Liscannor

St_Brigids_Well_Liscannor_50Leprechaun-Mütze und Madonnna mit Kind

Brigid von Liscannor

St. Brigid

Die Heilige Quelle der Heiligen Brigid in Liscannor, West-Irland. Wann haben Sie zuletzt ein Opfer gebracht? Wann ein Gelöbnis oder ein Gelübde abgelegt? Einen Ort oder eine höhere Macht mit einer  Votivtafel oder einem Votivbild um Beistand gebeten? Vielleicht noch nie? Rituale dieser Art erscheinen uns heute archaisch, erinnern an Epochen innigen Glaubens oder tiefen Aberglaubens. Wer von Liscannor im County Clare zu den Cliffs of Moher hochfährt, sieht am Fuß des Aufstiegs sicher die Säule von O`Briens Monument. Gleich daneben übersieht man leicht das Sanctuary, das Heiligtum der Gegend: Die Heilige Quelle der St. Brigid und die Heilige Grotte am Fels mit all den Opfergaben und Bekundungen von Gelübden.

Bitt- und Dank-Opfer: Traditionell kamen und kommen die Gläubigen aus dem ganzen County Clare und von den Aran-Inseln an den vier festgelegten Tagen im Jahr zum Sanctuary, um die Heilige Brigid von Kildare um Beistand zu bitten, um die ersehnte Rettung aus der Not, um die Linderung des Schmerzes, die Heilung von kranken Verwandten, oder auch, um für die erfolgte Rettung zu danken.

Ort der Hoffnung: Die Heilige Quelle von Liscannor zieht noch heute die Menschen an, weil sie im Ruf steht, ein Ort der Heilung zu sein. Die Heilige Brigitte, so meinen die irischen Katholiken, hat´s drauf. Sie diente schon den Kelten als Gottheit, war die Patronin der keltischen Druiden und genießt hohes Ansehen in der katholischen Heiligenhierarchie. Immer wieder wurden am Brigitten-Häuschen von Liscannor Krücken gefunden — zurückgelassen von anscheinend geheilten Pilgern.  Im folgenden ein paar Eindrücke vom Heiligen Ort der Leute von Clare:

St_Brigids_Well_Liscannor_55Kelten-Maria mit Nelke und Würgeband

St_Brigids_Well_Liscannor_54Der Herr trägt die Last der Kreuze und Rosenkränze

St_Brigids_Well_Liscannor_53Die Muttergottes leidet

St_Brigids_Well_Liscannor_47Er ist das Licht

St_Brigids_Well_Liscannor_48Moderner Schmuck und altes Leiden

St_Brigids_Well_Liscannor_44Die wärmende Wirkung des Rosenkranzes

St_Brigids_Well_Liscannor_43Die wärmende Wirkung des Wollpullovers

St_Brigids_Well_Liscannor_52Auch gut warm eingepackt

St_Brigids_Well_Liscannor_58Das Sanctuary von Liscannor

St_Brigids_Well_Liscannor_56Madonnen, Christus-Figuren, Votivkarten, Votivbilder, Rosenkränze, Schmuck, Fotos, und, und, und. Die Hoffnung lebt.

Alle Fotos: © Markus Bäuchle 2014

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